Alienware X51 im Test: Mini-PC mit Core i7-4770 und Geforce GTX 670
Ein Gaming-PC im Konsolengewand: In dem 34,3 x 9,5 x 31,8 Zentimeter (Höhe x Breite x Tiefe) kleinen Gehäuse bringt Alienware aktuelle Gaming-Hardware unter. Ob Alienware für die kompakten Abmessungen des Spiele-PCs X51 große Kompromisse bei Temperatur und Lautheit eingehen musste, zeigt unser Praxistest.
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Das X51 wird derzeit in mehreren Hardware-Varianten angeboten: Die günstigste Version verfügt über einen Core i5-4430 sowie eine Geforce GTX 645 und acht GiByte RAM. Wir haben das aktuell schnellste Modell mit Core i7-4770 (ohne "K") und Geforce GTX 670 sowie ebenfalls acht GiByte RAM und 2-TByte-HDD getestet. Dieses Version ist ab 1.400 Euro zu haben.
Wer mag, kann zudem eine 256-GByte-SSD sowie weitere acht GiByte RAM und ein Blu-ray-Lauwerk (anstelle der standardmäßigen DVD-Variante) einbauen lassen. Dann liegt der Preis allerdings bei rund 1.800 Euro.
Alienware X51 im Test: Gehäuse und Kühlung
Das kleine Gehäuse besteht größtenteils aus Plastik, wirkt aber hochwertig und macht sicher auch in den meisten Wohnzimmern eine gute Figur. Nette Details: Zwei Elemente an der linken sowie der rechten Seitenwand und die Augen des Alienware-Logos an der Front leuchten, sobald der PC läuft. An der Front sitzen neben dem optischen Slimline-Slot-In-Laufwerk zwei USB-3.0-Anschlüsse und Mini-Klinke-Ports für Kopfhörer sowie Mikrofon - so lässt sich schnell und einfach ein übliches Headset anschließen.
Die Kühlung ist außergewöhnlich und durchdacht: Auf dem Core i7-4770 sitzt ein Kühler, der dem Boxed-Modell von Intel ähnlich sieht, aber per Schrauben mit dem Mainboard befestigt ist anstelle von Push-Pins aus Plastik. Der Lüfter pustet nicht auf den Kühler. Stattdessen zieht er die warme Luft vom Kühler ab und befördert sie aus dem Gehäuse. Hierfür ist der Lüfter in eine Art Lufttunnel aus Plastik eingelassen, der direkt zum Heck des Gehäuses führt.
Die Grafikkarte steckt nicht direkt im Mainboard, sondern ist über einen Riser-Adapter verbunden. Dementsprechend ist sie parallel zum Mainboard angeordnet und sitzt im unteren Teil des Gehäuses. Dort kann das Direct-Heat-Exhaust-System der Geforce GTX 670 im Referenz-Design kalte Luft anziehen und die warme Luft wieder aus dem kleinen Gehäuse befördern. Theoretisch lässt sich die Grafikkarte sogar tauschen, sofern das neue Modell nicht zu lang ist.
Zu dem Gehäuse gehört ein externes 330-Watt-Netzteil, das mit 19,5 x 9,5 x 4 cm relativ viel Platz einnimmt und auch merklich warm wird. Legen Sie es besser nicht in den warmen Luftstrom hinter dem Mini-PC.
Alienware X51 im Test: Temperatur, Lautheit und Leistungsaufnahme
Das Kühlkonzept des außergewöhnlichen Mini-Gehäuses geht auf: Auch bei vollständiger Auslastung mit Crysis 3 wird der Grafikchip maximal 88 Grad Celsius heiß. Dementsprechend steigt die Lüfterdrehzahl auf 2.850 Umdrehungen pro Minute (beziehungsweise 67 Prozent der Maximaldrehzahl), was in einer Lautheit des Mini-PCs von 4,2 Sone resultiert. Der heißeste Prozessorkern wurde während der Crysis-3-Session maximal 77 Grad Celsius warm und die Leistungsaufnahme stieg im Test auf rund 222 Watt. Damit ist das X51-System ähnlich gierig wie ein gewöhnlicher, aktueller Spiele-PC. Die Temperaturen sind unbedenklich, dafür wird das System etwas lauter als übliche Midi-Gehäuse. Das ist angesichts der geringen Größe aber kein Wunder, zumal 4,2 Sone zwar deutlich hörbar sind, beim Einsatz von Lautsprechern oder Kopfhörern aber für die meisten Anwender verschmerzbar sein dürfte.
Im Windows-Leerlauf ist das Alienware-System mit 1,3 Sone deutlich leiser. Zudem bleiben die Temperaturen von CPU sowie GPU unterhalb von 50 Grad Celsius. Die Leistungsaufnahme liegt bei niedrigen 46 Watt. Auffällig war jedoch, dass der Core i7-4770 im Test seinen Takt nicht senkte. Stattdessen lief er im Turbo-Modus mit 3,8 GHz, obwohl er beim ruhenden Windows-8-Desktop praktisch nichts zu tun hatte.
Alienware X51 im Test: Spieleleistung
Wie vom Core i7-4770 und der Geforce GTX 670 zu erwarten war, läuft Crysis 3 auf dem Alienware-Mini-PC in 1.920 x 1.080 mit maximaler Detailstufe, 16:1 AF und 2xTX SMAA problemlos mit 39 Fps. Bei Skyrim samt High-Res-Texturen-Paket reichte es sogar in Full HD für achtfache Kantenglättung. Damit ist das X51-System für aktuelle und kommende Spiele gut gerüstet. Lediglich bei Tomb Raider reicht es in 1.920 x 1.080 nicht für Tress-FX-Haare sowie 2 x MSAA. Stattdessen müssen Sie sich auf FXAA beschränken oder die Tress-FX-Option deaktivieren.
Alienware X51 im Test: Fazit
Das X51 von Alienware bietet eine sehr gute Spieleleistung; die Komponenten bleiben für die geringe Größe des Gehäuses erfreulich kühl, dafür ist das System allerdings etwas lauter als die meisten aktuellen PCs im Midi-Format. Allerdings bleibt der Mini-Rechner im Windows-Leerlauf mit 1,3 Sone erfreulich leise; nur bei Spielen haben wir deutlich hörbare 4,2 Sone gemessen. Zudem ist der Preis für die getestete Version mit 1.400 Euro hoch. Auch zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie eine SSD oder ein Blu-ray-Laufwerk sind hier vergleichsweise teuer.
Weitere Tests von Mini-PCs sowie passenden Komponenten und Eigenbau-Anleitungen finden Sie in unserem kommenden Sonderheft zu Mini-PCs, das ab dem 25.09. verfügbar ist.

Dabei hat man viel mehr Auswahlmöglichkeiten und kommt in der Summe deutlich besser bei weg,
z.B. dass gerade vorgestellte Asus Board: http://extreme.pcgameshar...
Alienware war schon immer etwas teurer und exklusiv.
Aber der hier vorgestellte Mini-PC überzeugt mich überhaupt nicht....
Ansonsten ist ein kleines Gehäuse vlt. mit der Mini 670 von Asus die bessere Wahl