Thermalright auf Abwegen? Wassergekühlter Mini-PC mit Ryzen AI Max+ 395
Thermalright hat mit dem AI HydroNous R1 einen 2,6-Liter-Mini-PC vorgestellt, der auf eine Custom-Wasserkühlung und AMDs Ryzen AI Max+ 395 setzt. Laut Hersteller sind bis zu 176 Watt Spitzenleistung beim SOC möglich.
Thermalright hat einen neuen Mini-PC angekündigt, der sich klar von den üblichen kompakten Systemen absetzt. Der AI HydroNous R1 ist laut Hersteller ein wassergekühltes Mini-System mit einem Volumen von 2,6 Litern und setzt auf AMDs Ryzen AI Max+ 395. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Kühlung: Thermalright bewirbt das Modell mit einer speziell angepassten Wasserkühlung, die eine Spitzenleistungsaufnahme von bis zu 176 Watt ermöglichen soll. Die Angaben stammen direkt aus der Vorstellung des Herstellers, unabhängige Tests liegen zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht vor.
Damit könnte man den AMDs Ryzen AI Max+ 395 mit einer Standard-TDP von 120 Watt am oberen Ende der konfigurierbaren TDP (45 bis 170 Watt) betreiben und das - im Idealfall - leise in einem sehr kompakten Gehäuse.
Damit zielt der AI HydroNous R1 auf ein Feld, in dem Mini-PCs zuletzt deutlich vielseitiger geworden sind. Während viele kompakte Systeme mit möglichst kleinen Abmessungen auf niedrige Leistungsaufnahme getrimmt werden, versucht Thermalright hier den gegenteiligen Ansatz: Möglichst die maximale Leistung des AMDs Ryzen AI Max+ 395 in ein sehr kleines Gehäuse zu bringen.
Quelle: Thermalright
Thermalright auf Abwegen? Wassergekühlter Mini-PC mit Ryzen AI Max+ 395 (1)
Aufwendige Kühlung auf engstem Raum
Nach den veröffentlichten Angaben kombiniert Thermalright im Inneren mehrere Komponenten für die Wärmeabfuhr. Genannt werden ein Phasenwechsel-TIM, ein vollflächiger Kupfer-Kühlblock, ein speziell angepasster 180er-Radiator sowie zwei höherklassige LCP-Lüfter. Außerdem soll das System drei Leistungsstufen unterstützen. Konkrete Angaben dazu, wie sich diese Modi auf Lautstärke, Temperaturen oder dauerhaft anliegende Leistungswerte auswirken, nennt der Bericht allerdings nicht. Man kann wohl vermuten, dass es drei wählbare Leistungsstufen aus dem konfigurierbaren TDP-Fenster des AMDs Ryzen AI Max+ 395 gibt.
Das Chassis besteht laut IT Home aus CNC-gefrästem Aluminium. Ergänzt wird das System durch ein integriertes 4,6-Zoll-LCD, das dem Gerät auch optisch eine auffälligere Note gibt als klassischen Office- oder Wohnzimmer-Minis. Allerdings fehlen bislang Informationen zu Preis, Marktstart und regionaler Verfügbarkeit. Gerüchten auf X zufolge soll der Preis bei 23.990 RMB liegen (ca. 3.000 Euro Tageskurs).
10 GbE, USB 4 und Display direkt am Gerät
Zur Ausstattung nennt der Bericht unter anderem einen 10-GbE-Netzwerkanschluss sowie zwei USB-4-Ports. Damit positioniert sich das System nicht nur als kompakter Desktop, sondern auch als potenziell schnelles Arbeitsgerät für Netzwerkspeicher, externe Hochgeschwindigkeitslaufwerke oder Docking-Lösungen. Das integrierte 4,6-Zoll-Display dürfte sich je nach Umsetzung etwa für Systemwerte, Temperaturen oder Statusanzeigen eignen. Welche Funktionen das LCD im Detail bietet, geht aus der Meldung bislang nicht hervor.
Mini-Builds sind beliebt und 176 Watt in 2,6 Litern bemerkenswert, wenn die Lösung halbwegs leise bleibt. Als Vergleich: Eines der beliebtesten Mini-PC-Gehäuse im Mini-ITX-Standard ist das Lian Li DAN A4 und das misst 11,14 Liter. Es hat zwar Platz für eine Grafikkarte, aber Profis wissen, dass man bei der Teileauswahl aufpassen muss - es ist eng im Gehäuse.
Thermalright nennt die Kreation sogar "liquid-cooled AI supercomputing mini desktop center". Die ganz große Zockmaschine wird das System mit dem Ryzen AI Max+ 395 nicht sein, aber speziell ohne Throtteling kann man durchaus auch mal eine Runde durch bekannte Titel drehen.
Würden Sie 3.000 Euro für einen 2,6-Liter-Mini ausgeben? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.
Quellen: ITHome, @realVictor_M auf X

Solche Geräte kranken aber immer am Airflow: Entweder ist zu wenig Druck im System oder sie sind viel zu laut. Am Ende kommt es darauf an, wie das Kühlkonzept aussieht und wie gut es arbeitet – auch auf längere Zeit.
Testet den mal ein Teardown wäre sehr interessant.