Gaming-PC im Wohnzimmer-Ventilator versteckt: 3D-Druck-Mod kühlt Atomman G7 PT mit Turmventilator

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Gaming-PC im Wohnzimmer-Ventilator versteckt: 3D-Druck-Mod kühlt Atomman G7 PT mit Turmventilator
Quelle: Zac Builds auf Youtube

Ein Bastler hat einen Minisforum Atomman G7 PT in einen Dreo-Turmventilator integriert. Die Mod tarnt den Gaming-PC im Wohnzimmer und senkt dank Zusatz-Airflow offenbar auch die Lautstärke.

Ein Gaming-PC im Wohnzimmer muss nicht zwingend als PC erkennbar sein: Der Bastler Zac Builds hat einen Minisforum Atomman G7 PT zerlegt und die Hardware mithilfe mehrerer 3D-gedruckter Bauteile an einen Dreo 519S Tower Fan montiert. Das Ergebnis ist ein kurioser, aber funktionaler Tarn-PC: Von vorn fällt vor allem ein normaler Turmventilator auf, während der eigentliche Mini-PC auf der Rückseite sitzt und über den Luftstrom des Ventilators zusätzlich gekühlt wird. Laut "Casemodder" erreicht der Dreo 519S auf höchster Stufe eine Luftgeschwindigkeit von 28 Fuß pro Sekunde, also rund 8,5 Meter pro Sekunde. Die Mod soll außerdem die Lüfterlautstärke des Mini-PCs um etwa 10 bis 15 dB reduziert haben.

Der Umbau begann damit, dass Zac Builds den Atomman G7 PT demontierte, Maße nahm und anschließend eine Grundplatte druckte, auf der die PC-Komponenten befestigt werden. Danach wurde die Rückseite des Ventilators angepasst: Vier kräftige 3D-gedruckte Halterungen fixieren die PC-Basis am Gehäuse und sollen den Luftstrom gezielt durch die Hardware führen. Die erste Version der Halterung war noch eine flache Kunststoffplatte mit Abstandshaltern; später kamen Ausschnitte hinzu, um den Airflow zu verbessern.

Airflow statt Show-Mod

Interessant ist die Mod vor allem deshalb, weil der Ventilator nicht nur als Versteck dient. Zac Builds konstruierte ein eigenes Außengehäuse, das die Komponenten schützt und die Luft gezielter über den Kühlkörper führt. Eine frühe Fassung bestand aus mehreren Teilen, offenbar mit einem Spalt zwischen den Abdeckungen. Dadurch konnte Luft entweichen, was den Effekt der Führung verschlechterte. In der zweiten Iteration wurde die Frontabdeckung als ein Stück gedruckt; zusätzliche Lüftungsöffnungen liegen über dem Kühlkörper. Außerdem sind fünf I/O-Öffnungen vorgesehen, damit der PC mit Fernseher und Peripherie verbunden werden kann.

Auch das Netzteil wurde nicht einfach hinter den Ventilator gehängt. Stattdessen versteckt eine gedruckte Basis das Power-Brick, während das Stromkabel im Ventilatorgehäuse geführt wird. Fertig montiert bleiben laut Bericht von vorn nur ein kleiner seitlicher Kasten und ein HDMI-Kabel zum Fernseher sichtbar. Genau das soll den Reiz ausmachen: Die Mod ist ein wohnzimmertauglicher Versuch, Gaming-Hardware optisch in der Wohnlandschaft verschwinden zu lassen.

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Nachbauen? Nur mit klaren Grenzen

Für den Alltag ist der Umbau trotzdem kein pauschaler Nachbau-Tipp. Wer Stromkabel durch ein Haushaltsgerät führt, am Gehäuse eines Ventilators arbeitet und PC-Komponenten offen oder halb offen montiert, muss mechanische Stabilität, Zugentlastung, Brandschutz und sichere Kabelführung ernst nehmen. Sinnvoll ist ein solches Projekt nur, wenn keine beweglichen Teile berührt werden, Luftwege nicht blockiert sind und alle Kabel sauber fixiert bleiben. Der praktische Haken bleibt ebenfalls: Wer den PC am Fernseher nutzt, kann den Ventilator nicht mehr frei im Raum bewegen. Als Showcase für eine kreative Mini-PC-Kühlung ist die "Fan Machine"-Mod aber stark - und deutlich spannender als ein weiterer Mini-PC hinter dem TV. Als kreative Anlaufstelle für eigene Ideen zeigt das Projekt, dass man durchaus spannende Projekte auch in einer Zeit umsetzen kann, in der durch Speicherknappheit wenig Bewegung am Markt ist.

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Quelle: Zac Build auf Facebook

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