Komplettsystem mit Sub-Zero Peltier-Kühlung vorgestellt
Ein kalifornisches Unternehmen verkauft ab sofort Komplettsysteme, die mit einer Kombination aus Wasser- und Peltier-Kühlung eine CPU-Temperatur von deutlich unter 0 °C ermöglichen.
Quelle: http://www.digitalstormonline.com
Sub-Zero Peltier-Kühlung von Digital Storm.
Während Flüssigkeitskühlungen mittlerweile die Bastler-Nische verlassen haben und seit einigen Jahren auch von großen OEM-Herstellern in ihren Topmodellen verbaut werden, blieben Komponententemperaturen in der Nähe oder gar unter der Raumtemperatur weiterhin etwas für Extremübertakter. Bislang - denn unter dem Namen "Cryo-TEC" vertreibt Digital Storm ab sofort Komplettrechner, die genau das ermöglichen.
Das "TEC" im Namen deutet es bereits an: Anstatt großer, lauter Kompressoren, kommt ein Peltier-Element zum Einsatz (im englischsprachigen Raum als "Thermoelectric Cooling" bezeichnet). Dieses sitzt direkt auf der CPU, zur Vermeidung von Kondenswasser wird der Sockel unterhalb des Kühlers isoliert. Das Peltier wird seinerseits von einer Wasserkühlung gekühlt, in die optional auch Chipsatz und Grafikkarten eingebunden werden. Um die Abwärme schlussendlich an die Luft abzugeben, wurden ein Dual-Radiator im Boden und ein Triple-Radiator im Deckel des verwendeten Corsair-Gehäuses montiert - jeweils mit beidseitiger Lüfterbestückung. Der Ausgleichsbehälter neben dem Mainboard und ein Status-Display neben dem Kühler setzen weitere optische Akzente, dominierend sind beim Beispielsystem jedoch die großformatigen Schläuche der mit rot gefärbter Flüssigkeit gefüllten Wasserkühlung. Wer eine andere optische Gestaltung wünscht, ist bei Digital Strom jedoch genau richtig, denn die Firma hat sich auf individualisierte Systeme spezialisiert. So lassen sich nicht nur die Rechenhardware, sondern auch die Farbe der Kühlungskomponenten, die Art der Gehäusebelüftung oder etwaige Beleuchtung auswählen. Lüftersteuerungen und zusätzliche Lüfteröffnungen sind ebenfalls regulärer Programmbestandteil.
Quelle: http://www.digitalstormonline.com
Auch ein Obsidian 800D füllt sich schnell, wenn drei große Grafikkarten und eine noch größere Kühllösung installiert werden. Welche Drehzahlen die zehn Radiatorlüfter benötigen, um neben den drei GTX580 auch noch die mehreren 100 Watt einer übertakteten CPU und des zugehörigen Peltier-Elementes abzuführen, verrät Digital Strom nicht.
Soviel Extravaganz hat natürlich ihren Preis. Dieser beginnt bei knapp 4000 US-Dollar für ein System mit Core i7 2600 K und einer GTX580 und endet beim Topmodell mit Core i7 990X, GTX580 Triple-SLI und Intel SSD für knapp 7000 US-Dollar - in der "Basis"-Konfiguration. Mit Modding-Wünschen, Werks-Übertaktung und zusätzlicher Hardware lässt sich der Preis noch weiter steigern. Dafür erhält der Kunde nicht nur eine außergewöhnliche Kühlung, sondern auch durchweg hochwertige Komponenten. So stammen neben dem Gehäuse auch Netzteil und RAM vom oberen Ende der Corsair-Produktpalette, Mainboards können aus einer Reihe von Asus Modellen gewählt werden und die Wasserkühlung basiert auf hochpreisigen Bauteilen von Swiftech.
Hintergrund: Peltier-Effekt
Der Peltier-Effekt tritt an der Kontaktstelle zweier unterschiedlich leitender Materialien auf. Prinzipiell ist er auch bei Metallen zu beobachten, aufgrund der höheren Leistung werden jedoch Halbleiter verwendet. Die unterschiedlichen Leitungsbänder beider Materialien stellen ein Energiegefälle für Elektronen dar, die von einem Material ins andere Wechseln. Je nach Wechselrichtung wird entweder thermische Energie frei, oder es wird thermische Energie für den Wechsel benötigt und damit der Umgebung entzogen. Im Ruhezustand sind beide Vorgänge im Gleichgewicht und heben sich auf. Fertigt man aus den Materialien jedoch einen Ring mit zwei Kontaktstellen und legt eine Spannung an, so gibt der Stromfluss die Richtung der Übergänge vor. Eine der Kontaktstellen entzieht ihrer Umgebung jetzt konstant Wärme, die andere gibt sie permanent ab. Mit diesem System sind Wärmetransporte auch gegen eine Temperaturdifferenz möglich. Die Effizienz sinkt jedoch, je kälter die kühlende Seite im Vergleich zur Seite der Wärmeabgabe ist. Entsprechend wichtig ist es, die warme Seite mit konventionellen Methoden so gut wie möglich zu kühlen.
Erschwert wird dies durch den allgemein schlechten Wirkungsgrad von Peltier-Elementen. Diese nehmen ein Vielfaches der transportierten Wärmemenge als elektrische Energie auf und geben diese als zusätzliche Wärme ab. Deswegen finden sie heutzutage vor allem in Bereichen Anwendung, in denen ihre kompakten Abmessungen, einfacher Aufbau oder gute Regelbarkeit wichtiger sind, als die reine Kühlleistung, so zum Beispiel in Messgeräten oder kleinen Lasersystemen. Übertakter ersetzten sie dagegen zunehmend durch Kompressorkühlungen, als die TDPs von CPUs in den 50-Watt-Bereich anstiegen. Seitdem gab es nur noch vereinzelte Versuche, ein Peltier als Zusatzkühlung einzusetzen, zuletzt der gescheiterter Thermaltake V10.

glaube dass ist der erste Koplett PC an dem ich nix zu Meckern habe 
) ist der richtig schick.
Das Teil ist offenbar mit viel Liebe zum Detail enstanden. Kabel und Schlauchführung sind Top und das Case sowieso.
MfG Smile
Es hat schon einen Grund warum viele Hersteller wieder von Peltierkühlung abstand genommen haben. Ich will gar nicht wissen was die Kühlung an Strom frisst.
irgendwie glaube ich nicht an die Peltier kühlung .In den Tests von Pcgh waren die ja nicht grade vorne dabei und die dinger verbrauchen ja selber noch strom .
Geiles Teil
Das Teil ist offenbar mit viel Liebe zum Detail enstanden. Kabel und Schlauchführung sind Top und das Case sowieso.
MfG Smile