HP verkauft PC-Sparte: Samsung und Lenovo interessiert?
Am 18. August wurde bekannt, dass sich HP von seiner PC-Sparte trennen will, die auch Smartphones und Tablets umfasst. Neben einer Auslagerung des Konzernbereichs in ein eigenes Unternehmen steht auch der Verkauf zur Disposition. Interessenten scheinen Samsung und Lenovo zu sein.
Mit Samsung und Lenovo schalten sich zwei große Tech-Konzerne in den Verkauf der PC-Sparte von HP ein. Nach dem Hewlett Packard neben dem Outsourcing des Unternehmensbereichs auch einen Verkauf in Erwägung zieht, heißt es nun, dass Samsung mit Auftragsherstellern eine Übernahme diskutiere. Die Spatzen pfeifen nun von den Dächern, dass Samsung in Gesprächen mit Quanta, Compal und Pegatron steht, um einen Teil seiner Notebookproduktion auszulagern. Der Branchendienst Digitimes meldet, dass dieses Geschäft vor dem Abschluss stünde und man sich so auf die Übernahme von HPs Personal Systems Group vorbereitet.
Der Hintergrund: Während HP seine rund 40 Millionen Systeme bei Auftragsfertigen wie die bereits genannten sowie Foxconn, Inventec, Wistron und Compal produzieren lässt, fertigt Samsung seine 10 Millionen Systeme selbst. Das Auslagern der Fertigung zu Auftragsfertigern soll bisher immer ergebnislos verlaufen sein. Anfang August soll es zu einem erneuten Anlauf gekommen sein.
Neben Samsung soll laut Bloomberg, die sich auf Aussagen von Analysten bei Ovum und IDC beziehen, auch Lenovo interessiert sein. Die Chinesen hatten vor sechs Jahren schon die PC-Sparte von IBM gekauft und kürzlich eine Offerte an Medion gerichtet, um Mehrheitseigentümer zu werden. Mit einer Übernahme von HP PSG würde Lenovo mit einem Schlag zum Weltmarktführer aufsteigen und von Platz drei hinter Dell vor die Konkurrenz ziehen.

Das ist wie bei den Wanderheuschrecken, alles abgrasen und dann weiter ziehen zum nächsten Feld.
Die Frage ist jedoch, was für Firmen wie HP nun das nächste Feld ist.
Es sollte eigentlich für jeden einleuchtend sein, dass jeder Markt irgendwann gesättigt ist. Wenn jeder einen PC hat - vorrausgesetz ein hat dafür auch das Geld - dann braucht man keinen neuen, ausgenommen irgendwas ausser ordentliches geschieht bei den PCs, weshalb man einen neuen bräuchte. Denn nicht jeder ist ein Freak der ständig den schnellsten Power PC benötigt weil er Gamen will/muss.
Genau dieser Effekt setzt zur Zeit langsam ein. Deshalb auch die Neuentwicklungen wie z.B. iPad Needbooks etc. die den Markt etwas belebt haben.
Die Frage die bleibt ist, wo will HP demnächst sein Geld mit verdienen, wenn nicht PCs.
Gruß
Apple z.B. hat einen weit niedrigeren Umsatz als HP, erwirtschaftet mittlerweile aber mehr Gewinn, sowas zahlt sich dann schon ordentlich aus.
Gewinn zu machen, die Nr. 1 zu sein bei irgendwas, viele Mitarbeiter beschäftigen, das klingt zwar toll und erstrebenswert, aber in der Wirtschaft ist das nicht genug.
Der PC Markt ist rückläufig und bringt kaum noch Gewinne.
Das hat IBM schon Anfang der 2000er erkannt und klug gehandelt.
Und HP hat es jetzt ebenfalls begriffen.