HP bestätigt: PC-Sparte bleibt im Unternehmen

2
News Jan Reichelt Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Nach langem hin und her hat sich der Vorstand von Hewlett-Packard doch dazu entschlossen, die vorgesehene Abspaltung der PC-Sparte nicht durchzuziehen. Im Zuge der Aktion musste bereits Leo Apotheker seinen CEO-Posten räumen.

In einer Pressemeldung ließ man verkünden, das man mehrere Optionen durchkalkuliert und sich schlussendlich doch dazu entschieden habe, die Trennung zwischen HP und der Personal Systems Group (PSG) nicht zu vollziehen. Laut eigenen Aussagen hätte die Trennung negative Auswirkungen auf die Beschaffungskonditionen von Server-Komponenten. Dies wäre ein fader Beigeschmack für HP, den man nicht in Kauf nehmen wolle. Weiterhin sei sich HP bewusst geworden, das die PC-Sparte einen großen Einfluss auf den Wert und das Image der Marke HP habe. "Schlussendlich habe sich gezeigt, dass die Kosten der Wiederherstellung dieses [Wertes, Anmerkung der Redaktion] jedwede Vorteile einer Abtrennung überwogen hätten", so die Stellungnahme. Auch in Zukunft möchte HP seine Kunden mit Innovationen und Ansprechenden Produkten im Bereich Desktop-PCs und Notebooks beliefern.

Hintergrund: Mit Samsung und Lenovo schalten sich zwei große Tech-Konzerne in den Verkauf der PC-Sparte von HP ein. Nach dem Hewlett Packard neben dem Outsourcing des Unternehmensbereichs auch einen Verkauf in Erwägung zieht, heißt es nun, dass Samsung mit Auftragsherstellern eine Übernahme diskutiere. Die Spatzen pfeifen nun von den Dächern, dass Samsung in Gesprächen mit Quanta, Compal und Pegatron steht, um einen Teil seiner Notebookproduktion auszulagern. Der Branchendienst Digitimes meldet, dass dieses Geschäft vor dem Abschluss stünde und man sich so auf die Übernahme von HPs Personal Systems Group vorbereitet.

Der Hintergrund: Während HP seine rund 40 Millionen Systeme bei Auftragsfertigen wie die bereits genannten sowie Foxconn, Inventec, Wistron und Compal produzieren lässt, fertigt Samsung seine 10 Millionen Systeme selbst. Das Auslagern der Fertigung zu Auftragsfertigern soll bisher immer ergebnislos verlaufen sein. Anfang August soll es zu einem erneuten Anlauf gekommen sein.

Neben Samsung soll laut Bloomberg, die sich auf Aussagen von Analysten bei Ovum und IDC beziehen, auch Lenovo interessiert sein. Die Chinesen hatten vor sechs Jahren schon die PC-Sparte von IBM gekauft und kürzlich eine Offerte an Medion gerichtet, um Mehrheitseigentümer zu werden. Mit einer Übernahme von HP PSG würde Lenovo mit einem Schlag zum Weltmarktführer aufsteigen und von Platz drei hinter Dell vor die Konkurrenz ziehen.

2
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von turbosnake Kokü-Junkie (m/w)
        AW: HP bestätigt: PC-Sparte bleibt im Unternehmen

        Ich hatte erwartet das HP sie nicht verkauft, das ist jetzt eingetreten.
      • Von turbosnake Kokü-Junkie (m/w)
        AW: HP bestätigt: PC-Sparte bleibt im Unternehmen

        Ich hatte erwartet das HP sie nicht verkauft, das ist jetzt eingetreten.
      • Von Septimus Freizeitschrauber(in)
        HP bestätigt: PC-Sparte bleibt im Unternehmen

        Auf so eine Meldung hat die Welt bestimmt nicht gewartet^^

        Wenn ich daran denke das wir fast alle verkauften HP Notebooks innerhalb von 6 Monaten in Garantie schicken mussten, davon einige mehrmals da Mängel nicht abgestellt wurden, dann wird mir anders. Die Kunden zahlten gutes Geld für den Murks und wir durften uns das gejanke anhören obwohl wir sie davor gewarnt hatten...

        Die können anbieten was die wollen, bei uns kommt jedenfalls kein HP Schrott mehr auf den Notebook Präsenter
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk