Dell betrog seine Kunden mit fehlerhaften Mainboards

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Wie sich nun in einer Gerichtsverhandlung herausgestellt hat, hat Dell jahrelang wissentlich fehlerhafte Mainboards in seinen Komplett-PCs angeboten und diese an seine Kunden verkauft. Dell habe das Problem bewusst heruntergespielt.

Dell musste im Rahmen einer Gerichtsverhandlung zugeben, zwischen 2003 und 2005 wissentlich fehlerhafte PCs verkauft zu haben. Offengelegte E-Mails der Mitarbeiter deuten daraufhin, dass früh bekannt wurde, dass Kondensatoren auf den verbauten Mainboards aufplatzen und somit der Hauptplatine schaden konnten. Der Fehler wurde beim Computer-Hersteller bewusst heruntergespielt. Kunden, die entsprechende Fehler reklamierten bekamen Ersatz: Ein neues Mainboard mit dem gleichen, bekannten Fehler. Mitarbeiter wurden angewiesen, Formulierungen wie "fehlerhafte oder kaputte Mainboards" zu vermeiden. Stattdessen sollte verkündet werden, Dell wäre von einem solchen Fehler nichts bekannt.

Die Gründe für Dells Verhalten waren offenbar Lieferschwierigkeiten. Es war einfacher, 12 Millionen Rechner nacheinander mit den gleichen, defekten Bauteilen zu "reparieren" und Zeit rauszuschlagen als für funktionierenden Ersatz zu sorgen. Der Fall gelang an die Öffentlichkeit, als Dell der Universität von Texas Garantieleistungen verweigerte. Dell behauptete, komplexe mathematische Berechnungen der Texaner Studenten und Professoren hätten zu einer Überlastung der Bauteile geführt und den Defekt verursacht.

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    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Weltraum-Taste
        Bei Vollast (stundenlanges rendern) wird der PC deutlich wärmer als sonst, daher kann der Faktor Hitze die Kondensatoren wirklich gekillt haben.
        Zumal das beste Prescott&Smithfield-Zeiten waren. Wenn dann noch hohe Umgebungstemperaturen auf die seinerzeit fehlenden Lüftersteuerungen (und somit -reserven) sowie die ersten Ansätze der Lautstärkeminimierung treffen...

        Aber trotzdem ne leicht peinliche Nummer. Man sollte Großserienkomponenten nicht so konzipieren, dass sie bei jeder leicht überdurchschnittlichen Belastung am Ende sind.

        Zitat von Eroghor
        Aber recht hast du, der Support bei DELL ist wirklich top, hab schon von mehreren Leuten gehört dass die zum Ende der Garantiezeit defekte Hardware ohne Probleme ersetzt bekommen haben
        Leider nur für Komplettsystemkäufer. Wer nur nen Monitor hat, hat nichtmal eine Ansprechmöglichkeit

        Zitat von wolfman1979
        Tja ich wusste schon die ganze Zeit das Dell fast nur Müll und billig Hardware in seinen rechnern verbaut.....sieht man ja schon wenn man so ein Teil mal aufmacht!
        Ich geb zu: Hab bislang nur alte offen gesehen, aber da waren primär Eigen- oder hochwertige Produkte drin.

        Zitat
        Habe genug Kunden gehabt die einen Dell hatten und wo die Performance mehr als ungenügend war, alleine die billig Speicher die die verwenden würde ich mich für schämen....!
        1. Gibt es irgend eine Komponente, bei der sich zusätzliches Geld weniger lohnt, als Speicher?
        2. Woran erkennst du billigen Speicher, wenn keine Marke draufsteht? (Dell afaik ausschließlich ohne Markenangabe/Hausmarke)
        3. In welcher Weise sorgt billiger Speicher für schlechtere Performance? (beim Betrieb innerhalb der Chipsatz/CPU-Spezifikationen)
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Weltraum-Taste
        Bei Vollast (stundenlanges rendern) wird der PC deutlich wärmer als sonst, daher kann der Faktor Hitze die Kondensatoren wirklich gekillt haben.
        Zumal das beste Prescott&Smithfield-Zeiten waren. Wenn dann noch hohe Umgebungstemperaturen auf die seinerzeit fehlenden Lüftersteuerungen (und somit -reserven) sowie die ersten Ansätze der Lautstärkeminimierung treffen...

        Aber trotzdem ne leicht peinliche Nummer. Man sollte Großserienkomponenten nicht so konzipieren, dass sie bei jeder leicht überdurchschnittlichen Belastung am Ende sind.

        Zitat von Eroghor
        Aber recht hast du, der Support bei DELL ist wirklich top, hab schon von mehreren Leuten gehört dass die zum Ende der Garantiezeit defekte Hardware ohne Probleme ersetzt bekommen haben
        Leider nur für Komplettsystemkäufer. Wer nur nen Monitor hat, hat nichtmal eine Ansprechmöglichkeit

        Zitat von wolfman1979
        Tja ich wusste schon die ganze Zeit das Dell fast nur Müll und billig Hardware in seinen rechnern verbaut.....sieht man ja schon wenn man so ein Teil mal aufmacht!
        Ich geb zu: Hab bislang nur alte offen gesehen, aber da waren primär Eigen- oder hochwertige Produkte drin.

        Zitat
        Habe genug Kunden gehabt die einen Dell hatten und wo die Performance mehr als ungenügend war, alleine die billig Speicher die die verwenden würde ich mich für schämen....!
        1. Gibt es irgend eine Komponente, bei der sich zusätzliches Geld weniger lohnt, als Speicher?
        2. Woran erkennst du billigen Speicher, wenn keine Marke draufsteht? (Dell afaik ausschließlich ohne Markenangabe/Hausmarke)
        3. In welcher Weise sorgt billiger Speicher für schlechtere Performance? (beim Betrieb innerhalb der Chipsatz/CPU-Spezifikationen)
      • Von Astra-Coupe Software-Overclocker(in)
        Zitat von GR-Thunderstorm
        Da kann man aber auch behaupten, dass du die Fotos von einem anderen baugleichen Mobo entnommen hast und die Pins doch schon vor dem Einsenden verbogen waren. ^^
        So würde ich argumentieren, wenn ich vor Gericht dein Streitpartner wäre.
        Hmm da geb ich dir auch wieder recht aber meines Wissens nach liegt hier die Beweislast beim Verkäufer - zumindest nach so kurzer Zeit.

        Ausserdem hat man ja Pics wo Seriennummern etc. zu erkennen sind und ich hab die Rechnung daneben gelegt beim fotografieren um auf der sicheren Seite zu sein... mach ich eigtl immer so, bei Grafikkarten war bisher auch immer ne Seriennummer drauf beim Bilder machen.

        Allerdings bin ich mir darüber im klaren gewesen das ich beim Versuch die Pins selber hinzubiegen die Garantie aufs Spiel gesetzt habe. Ist ja Gott sei Dank nochmal gut gegangen und wieder warten bzw. einen langen Rechtsstreit vom Zaun brechen wollte ich nicht. War ja schliesslich geil auf meinen neuen PC...*gg*
        Meine grösste Sorge war eigentlich das einer der zerbrechlich wirkenden Pins abbrechen könnte - die Dinger sind aber für ihre Grösse sehr stabil meiner Erfahrung nach.
      • Von Razor2408 BIOS-Overclocker(in)
        Man kann sich jetzt stundenlang darüber aufregen warum sie fehlerhafte Mainboards verkaufen oder aber loben
        dass sie zumindest alles repariert haben und der Service da war. Ich persönlich kaufe keine Komplett-PCs.
      • Von thecroatien Software-Overclocker(in)
        Hmmm, schön ist das nicht was Dell da gemacht hat, aber aufgrund der Liefer schwierigkeiten, hätten sie die Kunden auch für lange Zeit ohne Mainboard da sitzen lassen können.

        Auch wenn die Qualität nicht immer die allerbeste ist, ist dell mit der einzige der bis zu 4 Jahre voroort Service innerlhalb von 24 Stunden anbietet, und das macht gerade bei Notebooks was aus.
      • Von GR-Thunderstorm BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von -Pinhead-
        Dafür müsste man aber auch erstmal nachweisen können, dass derjenige ein zweites baugleiches MB zur verfügung hatte...
        Einfach bestellen, Fotos schießen und dann wieder zurücksenden. Oder man geht in einen Laden und lässt sich dort das Gerät zeigen.
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