Luna Ring im Test: Aktivitäts-Tracking, App und Testergebnis
Wie genau misst der Luna Ring die Schritte? Wir haben ausprobiert und verglichen. Außerdem gehen wir auf die App und die KI ein.
In diesem Artikel
Aktivität/Training
Natürlich ist der Luna Ring auch ein Begleiter beim Sport und für jene, die auf ihr Gewicht bzw. den Kalorienverbrauch achten möchten. Dazu zählt er immer und inklusive Darstellung auf der Startseite die Schritte und die Aktivitätskalorien. Zusätzlich kann der Ring eine große Zahl verschiedener Trainings tracken, auch Schwimmen. Während Gehen in der Regel automatisch erkannt wird, sollte man andere Sportarten aktiv aufzeichnen - das funktioniert dann über die App (ein Nachteil gegenüber Smartwatches, wo man das Training direkt am Gerät starten kann).
Ich habe bei den Schritten die Messgenauigkeit überprüft und bin mit Luna Ring, Garmin Fénix 7 Pro und Apple Health (iPhone in der Jackentasche) exakt 1.000 Schritte marschiert. Der Luna Ring zählte auf der Strecke 966 Schritte, Garmin lag mit 995 am nächsten an diesem Wert, das iPhone hatte mit 919 die größte Abweichung. Solche Abweichungen sind der Art, wie gut das jeweilige Gerät die Erschütterungen der Schritte wahrnehmen kann, geschuldet. Das Handy in der Tasche ist oft sehr ungenau, weil es entweder weich liegt und deswegen nicht misst, oder in der Handtasche geschüttelt wird und jede Bewegung als Schritt zählt. Der Ring ist von der Handbewegung und -position abhängig. Entsprechend wird er beim Joggen mit entsprechender Haltung der Hand genauer takten, als wenn die Hand in der Jackentasche ruht.
In der Summe ist das Ergebnis aber gut - und lieber werden ein paar Schritte zu wenig gemessen und man zu mehr Bewegung motiviert, als dass zu viele Schritte einen über die tatsächlich erbrachte Leistung hinweg täuschen.
Bildergalerie
Die Luna-Ring-App mit KI
Die passende App ist das Datencenter. Wie schon eingangs erwähnt, ist die komplette Nutzung kostenlos. Es gibt kein Abomodell und zum aktuellen Zeitpunkt ist auch keines angedacht. Auf die Frage, wie das funktioniert, antwortet man mir, dass Luna die Daten nutzt, um zu lernen und die Produkte zu verbessern. Die kompletten Datenschutzbestimmungen von Luna Ring finden Sie hier. Die Einhaltung europäischer Vorgaben wird versprochen, Cloud-Anbieter ist Amazon. Letztlich ist das Leben mit smarten Dingen, KI und Apps immer mit Vertrauen oder einer gewissen "Mir-Egal-Einstellung" verbunden, so ehrlich muss man sein.
Die KI steht einem jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie erklärt, wenn gewünscht, die vielen Messdaten und Einschätzungen, kann nach Tipps befragt werden. Sie hilft auf Wunsch bei der Erstellung von Trainings- und Ernährungsplänen oder gibt Tipps zu Yoga-Übungen für Entspannung und besseren Schlaf. Beim Ernährungsplan gibt's übrigens sogar die passenden Rezepte dazu - hier kann man sich durchaus inspirieren lassen.
Der sogenannte LifeOS AI Coach antwortet dabei in mehr als 200 Sprachen und sollte damit für nahezu jeden geeignet sein. Die Qualität der deutschen Ausgaben ist dabei sehr gut.
Ansonsten bietet die App, wie Sie bereits an den Ausführungen weiter oben gesehen haben, einen kompletten Überblick über alle relevanten Werte und gibt Auswertungen aller Daten über Tag, Woche, Monate und Jahr. Man kann hier Mahlzeiten eintragen, erhält Trainings- und Essenspläne und findet auch besagte KI - ein Zentrum für die ganze Gesundheit also. Manchmal gibt es kleinere Programmier- oder Übersetzungsfehler, die aber nicht negativ ins Gewicht fallen und über die man, dafür, dass die ganze Sache gratis ist, wohlwollend hinwegsehen kann.
Testergebnis zum Luna Ring
Ich war vom Umfang der App-Funktionen und dem Tragekomfort des Luna Rings positiv überrascht. Gerade bei einem Smart Ring ohne Abomodell erwartet man eingeschränkte oder zumindest qualitativ suboptimale Daten und Möglichkeiten. Der Luna Ring geht diesen Weg nicht und bietet tatsächlich eine Analyse-App im vollen Umfang inklusive KI, die als persönlicher Berater fungiert. So sind auch individuelle Trainings- und Ernährungspläne inklusive passender Rezepte möglich. Praktisch ist auch, dass die App alle Werte und Daten erklärt, sodass auch Anfänger schnell und einfach damit umgehen können.
Der Luna Ring selbst ist angenehm zu tragen und macht recht robust alles mit. Das ist auch wichtig, denn wenn man solide Messwerte möchte, dann muss man den Ring quasi durchgehend tragen. Vor allem die Daten aus dem Sleeptracking sind letztlich unerlässlich und bilden die Grundlage für alles andere. Das ist dann gegebenenfalls auch ein Nachteil bzw. man muss sich dessen bewusst sein, dass ein Smart Ring für kontinuierliches Messen der Vitaldaten gedacht ist und nicht wie eine Sportuhr soeben für das Training angelegt werden kann. Wer genau diese stetige Messung sucht, der wird mit dem Luna Ring sehr zufrieden sein.

Mehr fällt mir zu sowas nicht ein.
Das war mir schon zu nervig, ständig war der Akku alle und eigentlich keine sinnvollen Informationen.
Kann mir nicht vorstellen, dass das ein Ring besser macht?
Und selbst beim Sport hat sich mir der Sinn nicht erschlossen, meinen Puls spüre ich und die Dauer der Belastung erfasse ich mit einer ganz normalen Uhr. Alles andere ist nur wieder Ablenkung und reißt mich aus dem Fokus auf den Sport selbst. Und ob ich gut geschlafen habe merke ich spätestens mit dem Wecker, auch ohne digitalen Wächter. Zumal die Uhr das definitiv nicht besser wusste, wie ich geschlafen habe.
Jeder wie er mag, aber mir gehen diese ganzen digitalen Diktatoren auf die Nerven, selbst meine Bildschirmzeit am Handy wird von Jahr zu Jahr weniger, aktuell noch rund 10h/Woche (was immer noch verdammt viel Lebenszeit ist).
Mir reicht mein Fitness-Tracker, aber auch dort herrscht Account-Zwang. Außerdem wären APKs neben Download via Store praktisch für die Zukunftssicherheit, falls es die App (wenn es schon nicht ohne geht) irgendwann mal nicht mehr im App Store gibt.
Mehr fällt mir zu sowas nicht ein.