Grid Legends im Technik-Test: Hübscher Arcade-Racer mit Radeon-Vorliebe - RX 6800 schlägt RTX 3080
Sie lieben den Rennsport und suchen einen spaßigen Zeitvertreib am PC? Dann könnte Grid Legends etwas für Sie sein. Codemasters schickt uns erneut auf Strecken in aller Welt, um dort Siege und Bestzeiten einzuheimsen. Dabei erweist sich Grid Legends als stets hübsch und performant. PCGH prüft, welche Hardware maximalen Spielspaß erlaubt.
In diesem Artikel
Grid Legends ist der nunmehr sechste Teil der populären Serie, nachdem der 2019er-Ableger als Reboot fungierte - das Original namens Race Driver Grid stammt indes von 2008. Das Fahrmodell von Grid Legends orientiert sich am direkten Vorgänger und ist gewohnt rasant sowie spaßfördernd - im Gegensatz zu beispielsweise F1 2021 oder dem simulationslastigen Assetto Corsa Competizione. Grid Legends bestraft Sie bei Standard-Einstellungen kaum für eine spritzige Fahrweise, die meiste Zeit fahren sich die Boliden wie auf Schienen, was einen Bleifuß begünstigt. Wir empfehlen daher mindestens den Schwierigkeitsgrad "Schwer", um zumindest ansatzweise eine Herausforderung abseits treibender Vollgas-Rennen zu erleben. Echte Cracks gehen auf die maximale Stufe und deaktivieren alle Fahrhilfen, womit Grid Legends tatsächlich in die Kategorie "Simcade" fällt.
Wirklich realistisch will die Serie jedoch nicht sein, unterm Strich geht es um Spaß - egal, ob Sie Einzelrennen, die Rennserien des Karrieremodus oder den neuen Story-Modus bestreiten. Letzterer wird durch Video-Sequenzen mit echten Schauspielern im Stile einer Live-Action-Dokumentation umgesetzt. Die meist kurzen Clips erzählen die Geschichte Ihres Rennstalls und schrittweisen Aufstiegs und vermögen es trotz des Soap-Charmes tatsächlich, Emotionen zu wecken. Seneca Motorsport und dessen Mitarbeiter wachsen Ihnen zusehends ans Herz, während das arrogante Auftreten Ihrer Nemesis zweifellos motivierend wirkt, dem Treiben ein Ende zu setzen. Apropos, die Musikuntermalung hat es in sich und fördert mit treibenden, teils sogar epischen Tracks, die Kurven noch etwas spritziger anzugehen. Die nur wenige Stunden andauernde Geschichte ist dabei nicht Kern des Grid-Erlebnisses, der Karrieremodus wird Sie deutlich länger beschäftigen.
Großes Ego unter der Haube
Für Grid Legends setzen die britischen Rennspielexperten Codemasters, welche seit einiger Zeit zum Publisher EA gehören, erneut auf ihre Ego-Engine, welche in diversen Iterationen auch die Dirt- und F1-Serien befeuert. Gegenüber den Geschwistern steht die Grid-Reihe technisch traditionell etwas zurück, was nicht bedeutet, dass die Grafik unansehnlich ist. Seit Grid (2019) bietet der Renderer Physically Based Shading, das glaubhafte Materialeigenschaften simuliert, sowie eine temporale Bildglättung. Raytracing, Nvidias Upsampling DLSS, AMDs FidelityFX Super Resolution (FSR) und auch die Effizienzfunktion Variable Rate Shading (VRS) fehlen in Grid Legends, finden sich aber im Ego-Engine-Flaggschiff F1 2021 (und zu Teilen auch in Dirt 5).
Seit dem Vorgänger Grid (2019) ist DirectX 12 ebenso wie Windows 10 Pflicht. Sieht man davon ab, fallen die Systemanforderungen für Grid Legends moderat aus. Eine Geforce GTX 950 oder Radeon RX 460 sollen es mindestens sein, empfohlen werden eine Geforce GTX 1080 oder Radeon RX 590. Wir werden sogleich in den Grafikkarten-Benchmarks klären, wie die Performance mit maximalen Details ausfällt. Vorneweg: Grid Legends stellt nur wenige Grafikkarten vor eine Herausforderung. Klemmt es doch einmal, können Sie von der dynamischen Auflösungsfunktion ganz unten im Grafikmenü Gebrauch machen (siehe Bilder oben). Dabei haben Sie die Wahl zwischen den Bildratenzielen 60 oder 30 Fps. Das Spiel versucht im Falle einer überlasteten Grafikkarte, dieses Ziel mithilfe einer dynamisch reduzierten Auflösung zu halten. Mit anderen Worten. Bremst der Prozessor, wird das Bild zwar unschärfer, die Framerate steigt jedoch nicht unbedingt. Im PCGH-Kurztest mit einer Geforce RTX 2060 12GB an einem Ultra-HD-Bildschirm funktioniert die Idee grundsätzlich, hier werden nach Aktivierung des 60-Fps-Targets meist Bildraten leicht oberhalb dieser Marke erreicht. 30 Fps genügen hingegen kaum für ein Vollgas-Rennspiel wie Grid Legends.
Optisch ist Grid Legends gelungen. Die Pisten in aller Welt sorgen für große Abwechslung und werden mehrheitlich stimmungsvoll beleuchtet, beispielsweise durch Sonnenuntergänge. Die Wagenmodelle sind unterdessen gewohnt detailliert und mit schicken PBR-Texturen versehen, die Beleuchtung sorgt bei diversen Witterungen für Stimmung, am Streckenrand steht dicht gedrängt animiertes Publikum, das bei Niederschlag Regenschirme zückt. Viele, teils dynamische Verzierungen und Objekte am Rand der Pisten sorgen für eine hohe Detaildichte. Dazu kommen eine ganze Reihe teils aufwendiger Effekte, darunter verschatteter Rauch und Partikeleffekte für Konfetti bei der Zieleinfahrt. Das Temporal-AA erzeugt stabile Bilder und lässt nur bei aktiver Auflösungsskalierung Schärfe vermissen. Unschön sind unter anderem die deutlich sichtbar einblendenden Schatten-Kaskaden, welche einen durchaus immersionsbrechenden Effekt haben. Auch andere sichtbare Level-of-Detail-Warps (beispielsweise bei Vegetation) wirken angesichts der hohen Bildraten befremdlich und lassen einen echten "Ultra"-Detail-Modus vermissen.

Beim Start bekomme ich die Fehlermeldung: "Gespeichertes Profil kann nicht gefunden werden. Versuche es erneut oder starte das Spiel neu."
Da ich das Spiel zum ersten Mal spielen will, kann ich logischer weise noch kein Profil haben. Aber anlegen geht auch nicht, da mir das nicht angeboten wird.
Einer eine Idee was man da machen kann? Die Funktion reparieren und neu Installation habe ich auch schon gemacht.
Wurde wohl nachgeliefert [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] :
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Aber müsste das für mich nicht ausgegraut sein mit GTX1080 ?
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(trotz schlechter Auslastung verbraucht die 3090 schon mooore W; ... beides Customs)
Hoffentlich erscheint der Titel nicht im Benchmark Parkour ...
MfG Föhn.
Das kann man jetzt als ausreißer sehen, oder vielleicht aber auch, dass man hier auch sieht, wie es stehen kann wenn ein Entwickler besonders gut auf den anderen Hersteller hin optimiert.
Dann kann schon keiner behaupten, das Game kauft eh Niemand ...
MfG Föhn.