Frostpunk 2 im Benchmark-Test: Hardware-hungriges Survival-Siedeln mit Unreal Engine 5
Sechseinhalb Jahre mussten die Fans warten, doch nun ist Frostpunk 2 erhältlich - zumindest für Vorbesteller. Das Survival-Aufbauspiel stellt hohe Anforderungen an Spieler und Hardware. PCGH hat Benchmarks erstellt, damit Sie wissen, welche CPUs und GPUs den Frostlanden gewachsen sind.
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Kalt, unwirklich, am Rande der Verzweiflung: Das ist Frostpunk. Im April 2018 haben die 11 Bit Studios aus Polen einen Überraschungshit geliefert, der an den ersten drei Tagen bereits über 250.000 Mal verkauft wurde. Die Mischung aus Aufbauspiel und Survival war geboren - und Frostpunk 2 knüpft daran an. Bot Teil 1 noch eine Inhouse-Engine, setzt Teil 2 auf die Unreal Engine 5(.2.1). Beim Gameplay gibt es viele Neuerungen. Alles ist größer, gewaltiger und eindrücklicher als im Vorgänger. Wir bauen jetzt Zonen statt einzelner Gebäude, weiten die wachsende Bevölkerung auf zusätzliche Siedlungen aus und im Nacken sitzen uns dauerhaft die Mangel an allem, was die eigene Bevölkerung zum Überleben braucht: Nahrung, alltägliche Dinge und insbesondere Wärme. Letztere müssen Sie über Kohle, Öl oder Dampf bereitstellen. Über einen umfangreichen Forschungsbaum entwickeln Sie neue Ideen, welche Ihnen die verschiedenen Fraktionen im Spiel liefern. Doch jedem werden Sie es nicht recht machen können. Abhängig davon, in welche Richtung Sie die Stadt entwickeln, nehmen die einzelnen Fraktionen an Macht zu - oder fallen Ihnen in den Rücken, weil Sie sich nicht an Versprechen gehalten haben. Das alles hat bei unserer Testversion von Frostpunk 2 bestens funktioniert. Wir haben den Ausflug in die Frostlande jedoch vor allem für Benchmarks genutzt, denn das Spiel stellt hohe Anforderungen an Prozessor und Grafikkarte. Welche Hardware flüssiges Survival-Siedeln erlaubt, erfahren Sie im PCGH-Tech-Test von Frostpunk 2.
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Frostpunk 2: Systemanforderungen
| Mindestanforderungen | Empfohlen |
|---|---|
| Software: Windows 10 / 11 64-bit, DirectX 12 | Software: Windows 10 / 11 64-bit, DirectX 12 |
| Prozessor: AMD Ryzen 5 / Intel Core i5 2.5 GHz | Prozessor: AMD Ryzen 7 / Intel Core i7 2.8 GHz |
| Arbeitsspeicher: 8 GiB RAM | Arbeitsspeicher: 16 GiB RAM |
| Grafik: AMD RX 550 4 GB VRAM / NVIDIA GTX 1050Ti 4 GB VRAM / INTEL ARC A310 4GB VRAM | Grafik: AMD RX 5700 8 GB VRAM / NVIDIA 2060 Super RTX 8 GB VRAM / INTEL ARC A770 8GB VRAM |
| Speicherplatz: 30 GB verfügbarer Speicherplatz | Speicherplatz: 30 GB verfügbarer Speicherplatz |
| Zusätzliche Anmerkungen: SSD erforderlich | Zusätzliche Anmerkungen: SSD erforderlich |
Die offiziellen Systemanforderungen sind sehr ungenau, vor allem in Bezug auf den Prozessor. Ein "AMD Ryzen 5" kann entweder ein Ryzen 5 9600X oder auch ein Ryzen 5 1600 sein. Dazwischen liegen Welten. Bei einem "Intel Core i7 2,8 GHz" ist sogar der CPU-Fachredakteur ratlos, denn 37 passende CPUs sind laut dem PCGH-Preisvergleich mit diesem Takt gelistet, von Haswell bis Raptor Lake. Zumindest werden die 11 Bit Studios in Bezug auf Grafikkarten konkret: Bereits eine Radeon RX 550, Geforce GTX 1050 Ti oder Arc A310 sollen ausreichen, um Frostpunk 2 spielen zu können. Empfohlen werden dagegen deutlich mächtigere Karten, wie die RX 5700, RTX 2060 Super oder A770. Wie bei modernen Spielen inzwischen üblich, ist eine SSD Pflicht, ebenso ein aktuelles Windows-Betriebssystem.
Frostpunk 2: Eindrücke zum Gameplay
Quelle: PCGH
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Sehen Sie den winzigen Fleck mit dem roten Symbol darüber? Dieser kleine Kreis stellt in etwa die Größe der Karte von Frostpunk 1 dar! Alles drumherum ist das, was Sie in Teil 2 bebauen dürfen. Damit sollte eines klar sein: Frostpunk 2 ist um einiges größer und erfordert ein ganz neues Vorgehen beim Aufbau der Stadt. Ab jetzt bauen Sie keine einzelnen Gebäude mehr, sondern direkt ganze Bezirke. Diese haben unterschiedliche Anforderungen. Einen Wohnbezirk etwa baut man besser in den windgeschützten Bereichen nahe dem Reaktor - das spart Energie und Heizkosten, eine der volatilen Ressourcen in Frostpunk 2. Förderbezirke sollten dagegen dort gebaut werden, wo Materialien in Schnee und Eis verborgen sind. Davon sind eine ganze Menge in der Nähe der Stadt, jedoch sind diese begrenzt und es gilt, bald die Gegend um die Stadt zu erkunden, ganz, wie Sie es in Teil 1 auch getan haben.
Bezirke spielen dabei eine feste Rolle beim Aufbau der Stadt. Sie können erweitert werden, beispielsweise um mehr Wohnhäuser zu erhalten, oder um noch weitere Bereiche für den Abbau von Material zu erreichen. Wie Sie diese Bezirke erweitern, hängt dann vom Ideenbaum ab: Sie können auf natürliche Möglichkeiten zurückgreifen, welche im Einklang mit der Natur stehen, oder an Maschinen forschen, welche Arbeitskraft schonen, jedoch die Umwelt in Mitleidenschaft ziehen. Lösungen gibt es für jedes Problem, doch damit diese umgesetzt werden, müssen Sie den Rat einberufen und Ihre Bevölkerungs-Fraktionen darüber abstimmen lassen. Richtig gelesen: Man kann nicht einfach machen, was man will, sondern lässt das Volk entscheiden. Schlagen Sie keine Gesetze vor, tut es das Volk automatisch. Im besten Fall lenken Sie natürlich die Gesetze so, dass es in Ihren Plan passt. Planung ist nämlich das A und O in Frostpunk 2, insbesondere auf den höheren Schwierigkeitsgraden. Wenn Sie nicht aufpassen, haben Sie keine Nahrung mehr und das Baumaterial geht Ihnen aus. Insgesamt lässt sich das Spiel jedoch auch auf "Leicht" stellen, was viele Fehler beim Aufbau und anderen Dingen verzeiht. Richtig Spaß macht ein Frostpunk jedoch nur, wenn man am Rande der Verzweiflung steht.
Quelle: PCGH
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Geben Sie sich Mühe, dann entsteht nach und nach eine riesige Stadt. Unser Spielstand hält etwa zehn Stunden bereit. Mit knapp 20.000 Einwohnern ist jedoch noch nicht einmal die Hälfte der Karte bebaut. Zeit zum Zurücklehnen und Grafik bestaunen gibt es kaum, denn hinter der nächsten Ecke wartet schon das nächste Problem, das es zu bewältigen gilt.
Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns mit der Performance von Frostpunk 2. Die vom Entwickler genannten Anforderungen wirken sehr optimistisch. Wie das Survival-Aufbau-Spiel auf diversen PC-Konfigurationen tatsächlich läuft, erfahren Sie auf den kommenden Seiten mithilfe unserer Grafikkarten- und Prozessor-Benchmarks.

Gibt es dazu bereits einen Artikel oder ähnliches, wie man eigentlich herausfinden kann, woran das liegt ?