For Honor PC: Auf der Gamescom ausführlich angespielt - in Ultra HD

Ubisoft lud zum ausführlichen Anspielen von For Honor ein, wir konnten uns mehrere Stunden im Multiplayer der PC-Version der nicht nur technisch ansprechenden Keilerei austoben. Die PC-Version machte dabei einen sehr guten Eindruck, das Spiel lief auf den Präsentationsrechnern in Ultra HD zu jeder Zeit flüssig.

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For Honor PC: Auf der Gamescom ausführlich angespielt - in Ultra HD
Quelle: PC Games Hardware

Noch bevor die eigentliche Gamescom-Messe begann, konnten wir bei einem Event von Ubisoft ausführlich den Multiplayer-Modus des Third-Person-Abenteuers For Honor anspielen. Zusammen mit anderen Journalisten und einigen Youtube-Größen (darunter etwa Gronkh) kämpften wir im Domination-Modus in Vierergruppen auf drei Karten, die jeweils einer der drei Fraktionen zugeordnet waren. Das Spiel lief dabei auf den Präsentationsrechnern, die wohl mit Nvidias GTX 1080 ausgestattet waren, in Ultra HD und erfreulicherweise stets flüssig. Selbst in den rauesten Keilereien mit mehreren Spielern sowie unzähliger der KI-gesteuerten Kämpfer, die ähnlich wie in einigen MOBA-Titeln als Kanonenfutter dienen, blieben die Frameraten stabil. Ein nicht zu unterschätzender Faktor, denn For Honor sieht ausgesprochen gut aus.

For Honor: PBR gibt sich die Ehre

In der angespielten Version ist bislang weder ein Menü für Grafikoptionen integriert worden, noch hat das Spiel und die Optik einen finalen Stand erreicht; wir können daher noch nicht einmal sicher sein, dass wir die maximale Pracht der PC-Version bereits gesehen haben. Das, was wir aber sahen, war sehr eindrücklich: Die stark überarbeitete Anvil-Next-Engine zauberte die recht kleine, aber mit unzähligen Details versehenen Arenen in einer Pracht auf den Schirm, die uns For Honor schon jetzt zu einem der optischen Leckerbissen der Gamescom zählen lässt. Die mit sehr hochauflösenden Texturen versehenen Arenen werden stimmungsvoll von einer Vielzahl Lichtquellen volumetrisch ausgeleuchtet, der neue physikbasierte Renderansatz (PBR) schafft samt einer globalen Beleuchtung ein realistisches Gesamtbild mit sehr ansehnlichen Kontrasten zwischen Licht und Schatten. Die sich auf allen drei Karten stark unterscheidenden Witterungsverhältnisse wirken allesamt überzeugend, dank PBR fügen sich die Figuren zudem glaubhaft in die Szenarien ein, egal ob wir beim abendlichen Schneesturm eine Siedlung angreifen, eine andere bei Regen im Schein der von Belagerungsmaschinen verursachten Feuer verteidigen oder uns im Schlachtgetümmel auf einem sonnenbeschienenen Platz einer Ruine mit KI-Streitern prügeln.

For Honor: Motion Matching erklärt

Für die Kämpfer kommt außerdem ein neues Animationssystem zum Einsatz, welches nicht nur auf eine Vielzahl Motion-Capturing-Aufnahmen setzt, sondern auch eine Motion-Matching-Technologie setzt und mehrere Animationen überblenden kann. Die Figuren bewegen sich daher sehr geschmeidig und ohne sichtbare Übergänge zwischen einzelnen Animationen durch die Arenen oder greifen aus dem vollen Lauf ohne Stocker oder Unterbrechungen nach einer Leiter, erfassen mit Händen und Füßen präzise die Sprossen und richten sich am Ende der Leiter wiederum ohne Unterbrechungen auf. Am Controller fühlt sich dies bereits sehr überzeugend an, die Charaktere For Honor fühlt sich ein wenig wie Dark Souls an.wirken stets sehr gut kontrollierbar, besitzen dabei aber auch ein gewisses "Gewicht", welches sich von Klasse zu Klasse unterscheidet. Figuren mit leichten Waffen und Rüstungen lassen sich flink über das Schlachtfeld dirigieren, schwer gepanzerte Recken wirken deutlich träger, ohne dass man als Spieler am Controller das Gefühl bekommt, den Charakter nicht ordentlich im Griff zu haben. Angriffe und Verteidigung lassen sich präzise ausführen und dies wird von uns als Spieler auch gefordert: Verlieren wir im Duell mit einem anderen Spieler, dann tun wir das, weil wir einen Fehler gemacht haben, nicht weil wir unsere Figur nicht steuern können. In diesem Sinne fühlt sich For Honor trotz komplett unterschiedlichem Spielansatz und Kampfsystem und deutlich geschmeidigerem Gameplay ein wenig nach der Dark-Souls-Reihe an - keine schlechte Referenz. Ubisoft Montreal hat bei den Kampfmechaniken von For Honor eine effektive Balance zwischen Einsteigerfreundlichkeit und Komplexität getroffen, die uns während des Anspielens sehr gut motivierte.

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For Honor: Und die Steuerung?

Doch Moment - wir haben bislang nur die Controller-Steuerung erwähnt. Wie steuert sich For Honor denn PC-konform mit Maus und Tastatur? Nun, die Steuerung ist bislang nicht integriert worden. Doch an dieser Stelle berufen wir uns einmal auf Philipp Sonnefeld, Associate Producer bei Blue Byte. Das deutsche Studio ist ebenfalls an der Entwicklung von For Honor beteiligt. Philipp Sonnefeld beteuert, dass der PC-Version von For Honor dabei besonderes Augenmerk zukommen soll. Als reiner PC-Entwickler befindet Blue Byte PC-Fassungen von aktuellen Spielen generell verbesserungswürdig, die Stärken und die überlegene Technik der Plattform Die PC-Version kommt von Bluebyte.würden nicht konsequent genug genutzt werden. Dies soll bei For Honor jedoch geschehen und dies gilt natürlich auch für die Steuerung via Maus und Tastatur. Das (wirklich) gute Kampfgefühl soll sich auch mit der für den PC-typischen Eingabe einstellen und zumindest ebenbürtig mit dem Erlebnis am Controller werden. Wir sind gespannt, denn die Controller-Steuerung ist nicht nur sehr gelungen, sie ist auch verhältnismäßig komplex und nutzt beide Thumb-Sticks sowie die Schultertasten sehr konsequent. Den entsprechenden Ansatz der Maus- und Tastatursteuerung auszuprobieren, dürfte sehr interessant sein, denn auf die Schnelle würde uns keine Möglichkeit einfallen, die gelungene Controller-Steuerung zu übertragen und das Spielgefühl zu bewahren. Da Philipp Sonnefeld die Steuerung via Maus und Tastatur während des Interviews jedoch selbst ins Spiel brachte und die Zielsetzung selbstbewusst ausformulierte, gehen wir davon aus, dass die Entwickler hier schon eine gute Idee haben.

For Honor: DirectX und sonst nix?

Zum Thema Low-Level-APIs konnte man uns leider noch keine konkreten Fakten nennen, während der Präsentation lief For Honor noch unter Direct X 11. Im Interview wurde jedoch erkenntlich, dass die Möglichkeiten für einen Direct-X-12- oder Vulkan-Support momentan ausgelotet werden. Ebenfalls bedeckt hielt man sich für eventuelle Hersteller-Features seitens AMD oder Nvidia, noch kommen verschiedene hauseigene Techniken beispielsweise für die Umgebungsverdeckung zum Einsatz, während beide Hersteller bei der Entwicklung von For Honor beteiligt sind. Nachdem was wir während der Präsentation zu Gesicht bekamen, läuft For Honor aber bereits unter Direct X 11 sehr gut und sieht dabei auch ohne Gameworks oder Tress FX und Dergleichen klasse aus. Wer die Chance hat, sich das Spiel noch auf der Gamescom ansehen zu können, sollte dies unserer Auffassung unbedingt tun, For Honor ist definitiv ein Highlight der diesjährigen Messe. Alle anderen müssen sich noch ein Weilchen gedulden, das Spiel soll am 14. Februar 2017 erscheinen, für September ist zudem eine Beta geplant, für die sich Interessenten schon anmelden können.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mosla Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: For Honor PC: Auf der Gamescom ausführlich angespielt - in Ultra HD

        Na mal sehen, ob es in den Configs der finalen Version einstellbar ist. Ist ja bei anderen Games meist auch anpassbar.
      • Von Mosla Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: For Honor PC: Auf der Gamescom ausführlich angespielt - in Ultra HD

        Na mal sehen, ob es in den Configs der finalen Version einstellbar ist. Ist ja bei anderen Games meist auch anpassbar.
      • Von Scholdarr Volt-Modder(in)
        AW: For Honor PC: Auf der Gamescom ausführlich angespielt - in Ultra HD

        Hm, ich fands ok. Wären die Elemente kleiner bzw. dezenter würden sie in der Hitze des Gefechts wahrscheinlich untergehen. Es kommt aber eben darauf an, dass man sie gut (und schnell) erkennen kann. Für die Optik ist das natürlich etwas abträglich, aber imo ist das Gameplay letztlich doch wichtiger.

        Ein anpassbares HUD wäre geil, aber das gibt es bei MP-Titeln ja leider fast nie.
      • Von Mosla Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: For Honor PC: Auf der Gamescom ausführlich angespielt - in Ultra HD

        Zitat von Scholdarr
        Was genau soll am HUD "Kiddie" sein?
        Sie ist viel zu bunt und zu groß!
        Man kann sowas auch viel dezenter einsetzten. Ich finde, es stört die sonst gute Atmosphäre.
      • Von Gelöschtes Mitglied 121676
        AW: For Honor PC: Auf der Gamescom ausführlich angespielt - in Ultra HD

        Ich hoffe das ich es bald mal anspielen darf. Von der Idee finde ich es echt klasse. Zwar kann ich mir vorstellen das es relativ schnell langweilig wird oder sich abnutzt aber vielleicht können ja Upgrades und Unlocks mich bei Laune halten
      • Von Emani Freizeitschrauber(in)
        AW: For Honor PC: Auf der Gamescom ausführlich angespielt - in Ultra HD

        Habs bis jetzt noch nicht gespielt. Hatte mir gestern mal einen Trailer angeschaut. Sah aus wie eine Mischung aus Herr der Ringe und Golden Axe oder Moonstone (kenneb betimmt die wenigste noch hier

        Sehr Nostalgisch. Gefällt mir die Atmosphäre. Habe mich mal für die nächste Beta angemeldet und ich hoffe ich kann es mir dann mal anschauen.
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