Final Fantasy 7 im PCGH-Test: Rollenspiel-Meilenstein, erst dank Mods ein echtes HD-Remake [Test der Woche]
Final Fantasy 7 zählt zu den wohl besten Rollenspielen bis heute, zumindest sitzt der Klassiker von 1997 bei vielen Fans auf dem Videospiel-Thron. Nun hat Entwickler Square Enix das alte Schwergewicht wieder in den Ring geschickt und Final Fantasy 7 als digitale PC-Version auch auf Steam veröffentlicht. Der Re-Release hinterlässt bei allen Fans aber nicht nur Freude, sondern sorgt wegen der dürftigen Verbesserungen auch für lange Gesichter bei allen RPG-Veteranen.
Anmerkung: Der Artikel war der Test in der abgelaufenen Woche mit den meisten Aufrufen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute als Test der Woche erneut.
Quelle: pcgameshardware.de
Final Fantasy 7 (3)
Ein RPG-Meilenstein wird zum Leben erweckt: Warum freuen sich alle auf Final Fantasy 7?
Vor wenigen Tagen veröffentlichte Square Enix die lange angekündigte PC-Version zu Final Fantasy 7 auch auf Steam, nachdem man das Spiel bereits 2012 im hauseigenen Square Enix Store herausgebracht hat. Bereits die Ankündigung einer Neuauflage zu dem Rollenspiel-Klassiker sorgte für helle Aufregung bei allen Spielefans. Bis heute gilt das 1997 erschienene Final Fantasy 7 als eines der besten Rollenspiele "aller Zeiten", Kritiker und Spieler loben das Abenteuer rund um Cloud und Aeris in den höchsten Tönen. Vor allem die Welt von Final Fantasy 7 zusammen mit dem pessimistischen Entwurf der Zukunftsstadt Midgar und dem korrupten und unbarmherzigen Konzern Shinra sorgte für eine dichte Atmosphäre. In dieser dystopischen Zukunftsvision findet die Handlung rund um Cloud und Aeris statt, die die anhaltenden Ungerechtigkeiten beseitigen möchten und dem Spieler während dieser Reise immer enger ans Herz wachsen.
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Final Fantasy 7 (1)
Dramaturgisch gibt es wenige Titel, die es mit Final Fantasy 7 aufnehmen können: Square Enix bot 1997 eine konstant spannende Story, mit Sephiroth einen der größten Bösewichte aller Zeiten und ganz nebenbei auch einen traurigsten und schockierendsten Momente der Videospielgeschichte.Technisch war Final Fantasy 7 allen damaligen Spielen überlegen. Die Ingame-Grafik war auf einem hohen Niveau, die Rendersequenzen ihrer Zeit voraus. Videos in High-End-Grafik sollte eines der Aushängeschilder der gesamten Final-Fantasy-Reihe werden, aber erst der siebte Teil der Serie setzte so stark auf die kleinen Clips, um seine Story zu erzählen. Final Fantasy 7 war zu einer Zeit ein epochales Meisterwerk, weil es technisch, dramaturgisch und spielerisch neue Wege ging und so Maßstäbe setzte, an die andere Titel nur schwer heranreichen konnten.
16 Jahre sind seit dem Release von Final Fantasy 7 auf der Playstation vergangen und der Titel, wie auch die gesamte Serie, haben einiges von ihrem Glanz verloren. Nun veröffentlicht Square Enix Final Fantasy 7 auf Steam für den PC, und viele Fans hoffen auf eine optisch aufpolierte und verbesserte Version, damit sie die alten RPG-Zeiten in einem neuen grafischen Gewand wiederbeleben können. Aber schon der erste Blick auf die Featureliste von Final Fantasy 7 sorgt für Unbehagen. Grafisch ändert sich im Vergleich zum Originaltitel kaum etwas, die Neuerungen für das Spiel halten sich in Grenzen. Doch zum Glück gibt es ja Mods, die übrigens auch bei der Steamversion funktionieren.
Vergleich Originalgrafik und neue Grafik
Cloud-Speicher, Character Boost und Achievements - Die Neuerungen des Re-Releases
Die neue PC-Version von Final Fantasy 7 ist nur als digitaler Download erhältlich und bringt einige neue Features mit. Wer allerdings auf eine komplette Überarbeitung des Rollenspiel-Klassikers hoffte, dürfte enttäuscht werden: Final Fantasy 7 ist ein Re-Release, bietet also kaum Neuerungen innerhalb des Gameplays. Die Grafik soll etwas besser wirken, in den Einstellungen hat man die Chance, zwischen alter und neuer Optik zu wählen.
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Final Fantasy 7 (44)
Wirkliche Unterschiede zwischen den Versionen können wir allerdings nicht feststellen, Final Fantasy 7 macht rein optisch keinen Sprung nach vorne. Wenigstens kann das Bildformat des Titels verändert werden, sodass die Balken an den Seiten verschwinden. Sound- und Musikportierung der PC-Version von 1998 war einer der Hauptkritikpunkte der Fans. Zwar scheint sich Square Enix um die Audioqualität verbessert zu haben, an das PSX-Original kommt aber auch das neue Final Fantasy 7 nicht ganz heran.
Die neuen Features des Re-Releases bieten nur marginale Verbesserungen für den RPG-Klassiker: Das Cloud-Saving ermöglicht es nun, dass Sie von verschiedenen PCs auf Ihren derzeitigen Spielstand in Final Fantasy 7 zurückgreifen können. Diese Neuerung ist zwar sehr löblich, heutzutage allerdings auch nichts Besonderes mehr. Ähnliches gilt für das zweite Feature, die Errungenschaften: 36 Achievements können ab sofort freigeschaltet werden, die meisten davon erhalten Sie automatisch im Storyverlauf. Richtiger Ansporn zum Weiterspielen könnten aber die Errungenschaften um die verschiedenen Weapons sein. Diese schweren Endbosse sorgten schon im alten Final Fantasy 7 für echte Frustmomente, nun erhalten Sie wenigstens ein Achievement, wenn Sie diese ultimativen Gegner schlagen. Das letzte Feature ist der Character Booster: Mit diesem kleinen Tool können Sie Ihre HP-,MP- und Gil-Werte auf das Maximum aufleveln, ohne dabei im Spiel die mühsamen Stunden für das Grinding aufbringen zu müssen.
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Final Fantasy 7 (45)
Im Endeffekt ist der Character Booster ein Cheat, den der Entwickler gleich mit Final Fantasy 7 ausliefert. Das neue "Feature" hinterlässt bei den Spielern einige Fragen: Macht ein Rollenspiel nicht seinen Reiz gerade dadurch aus, dass der Spieler seinen Charakter durch Kämpfe aufleveln kann und kontinuierlich stärker macht? Geht durch den Character Booster dann nicht gerade ein wichtiger Spielaspekt und damit auch ein Teil der Klasse von Final Fantasy 7 verloren? Gerade Neueinsteiger kaufen sich Final Fantasy 7 doch, um Nachempfinden zu können, warum dieser Titel als eines der besten Spiele aller Zeiten gilt. Durch den Character Booster geht ein Teil des alten Spielgefühls verloren.
Lediglich alte Final-Fantasy-7-Veteranen könnten das Tool benutzen, um langwierige Grinding-Passagen zu überspringen, immerhin haben sie in den Titel sowieso schon sehr viel Zeit gesteckt. Aber gerade die alten Spieler könnten sich gegen diese Vereinfachung sträuben, Final Fantasy 7 gilt sowieso nicht als ein besonders schweres Rollenspiel. Ein Vorteil des Character Boosters ist allerdings, dass er optional ist. Wer also Final Fantasy 7 in seiner ursprünglichen Schwierigkeitsstufe durchspielen möchte, der verzichtet einfach auf das neue Feature und levelt seine Charaktere wie es sich für ein Rollenspiel gehört.
Neueinsteiger oder RPG-Veteranen - Für wen lohnt sich der Kauf?
Die neue PC-Version von Final Fantasy 7 bietet kaum Verbesserungen zu den alten Releases, nur die Kompatibilität mit heutigen Betriebssystemen, das Angebot als digitaler Download und die wenigen Features sind wirklich neu. Im Endeffekt haben durch die neue Version lediglich mehr Spieler Zugang zu Final Fantasy 7 und genau diese Spieler sollten das nutzen. Sollten Sie den Rollenspiel-Klassiker von 1997 noch nicht gespielt haben, dann empfehlen wir den Kauf. Final Fantasy 7 ist ein Teil der Videospielgeschichte und gehört nicht ohne Grund zu den besten Rollenspielen aller Zeiten.
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Final Fantasy 7 (11)
Auch wenn die Grafik etwas antiquiert wirkt, machen Story, Charaktere und RPG-Gameplay immer noch einen riesigen Spaß und sollten einfach von jedem selbst erlebt werden. Für Final-Fantasy-7-Veteranen sieht die Empfehlung etwas anders aus: Wer noch das Original für die Playstation neben sich liegen hat, wird kaum Unterschiede zum aktuellen Release feststellen können. Die PC-Version bietet Ihnen lediglich einen einfacheren Zugang via Steam, das Spiel selber ist allerdings gleich geblieben. Deshalb können wir für Final-Fantasy-7-Fans nur eine bedingte Kaufempfehlung aussprechen: Sie erhalten das gleiche Spiel von 1997 als digitale Version für 13 Euro.
Die PC-Version von Final Fantasy 7 erfindet den Titel keinesfalls neu, viel mehr bietet das Spiel als Re-Release nur Altbekanntes in neuer, digitaler Form. Wer aber gerade das möchte, der sollte zuschlagen, immerhin erhalten Sie für 13 Euro eines der besten Spiele aller Zeiten und einige Stunden gute Unterhaltung mit einem echten Rollenspiel-Klassiker. Wer das Spiel schon besitzt, sollte unbedingt das Tutorial zu Tifas Bootleg ansehen. Hier können Sie ganz legal Final Fantasy 7 als HD-Remake genießen und brauchen keinen PSX-Emulator.

. Danke für die Verbesserung 
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Ja klar bin ich Optimistisch. Final Fantasy 13 und 13-2 haben mir beide gefallen und habe sie gerne gespielt! Bin zwar nicht immer so ein 100% durch Spieler, aber vieles mache ich da schon. Das einzige was mich bei Teil 13 stört, sind die Soundtracks, der Klassische Final Fantasy Sound wenn man einen Kampf Gewonnen hat zum Beispiel.
Hast du das damals auch immer mit nem Kumpel zusammen gezockt? Herrliche Zeit unbeschwerter Tage der Jugend
Mit 13 kann ich persönlich mal üüüberhaupt nichts anfangen. Das habe ich schon abgeschrieben, nachdem ich meinem Ex-Mitbewohner ein paar Minuten/Stunden über die Schultern geschaut habe. Ist ja nicht so, dass ich mir einen brauchbaren Nachfolger nicht wünschen würde. Ich glaube nur absolut nicht (mehr) dran.