Serien-Finale versemmelt: Die schlechtesten TV-Finale analysiert
Wenn von den schlechtesten Serienenden geredet wird, fallen oft bekannte Namen. Lost, Dexter, Game of Thrones - doch stimmt das wirklich? Eine Analyse zeigt, dass häufig ganz andere TV-Finale versemmelt wurden.
Auf der Liste der schlechtesten Serienenden aller Zeiten hat sicher jeder seine ganz eigenen Favoriten und von vielen verschrienen Enden hat man auch gehört - Dexter, Game of Thrones, Lost oder Breaking Bad. Doch stimmt das überhaupt? War das Ende von Lost aus Sicht der Zuschauer wirklich so schlecht? Oder das von Breaking Bad? Da gilt die ganze Serie zudem zum Besten, was die TV-Landschaft bislang gesehen hat.
Man kann dazu Meinungen haben; und man kann es analysieren. Ein Projekt hat die Daten von Serien aggregiert und die "miesesten TV-Finale" gekürt. Jetzt schon ein Spoiler: das viel diskutierte Lost ist nicht darunter. Andere Serien klappten zum Ende hin einfach deutlich stärker zusammen, teils aus sehr verschiedenen Gründen. Am Ende aber lügen die aggregierten Daten nicht, die auf Nutzermeinungen basieren.
Die Top 3 der schlechtesten Serien-Enden
Und da schafft es House of Cards an allen vorbei auf Platz 1. Die Serie um den - sagen wir windigen - Politiker Frank Underwood fuhr im Schnitt Wertungen von 8,1 ein. Das Finale aber schafft nur 2,6 - 5,5 Punkte unter dem Schnitt. Auffällig ist hier, dass die letzte Staffel besonders schlecht bewertet wird. Die meisten dürften um das Drama wissen, das Hauptdarsteller Kevin Spacey betrifft und Netflix entschied dann, die Serie zu beenden, aber eine finale Staffel ohne Spacey zu produzieren. Das konnte kaum gut gehen, da Spacey die tragende Rolle gewesen ist.
Auf Platz 2 folgt The Promise Neverland: Hier sieht man ein anderes Phänomen, denn nach einer guten ersten Staffel konnte die zweite Staffel nicht mehr an den Erfolg anknüpfen, hatte sinkende Zustimmung und das Serienfinale kam so schlecht weg, dass man die Serie dann auch gleich ganz eingestellt hat. Bonus hier: Die zweite Staffel musste während der COVID-19-Pandemie produziert werden, was sicher nicht geholfen hat. Von einer Durchschnittswertung von 8,0 ausgehend liegt die letzte Folge bei 2,8 und 5,2 Punkte unter Schnitt.
Auf Platz 3 kommt dann ein Name, den jeder gehört hat - Game of Thrones. Die letzte Staffel wurde hier viel diskutiert, weil Game of Thrones auch zu einer Zeit geendet ist, als Social Media maßgeblich Serien begleitet hat und weltweite Veröffentlichungen der Folgen zunehmend üblicher wurden. Die Serie fuhr dabei über nahezu alle Staffeln hinweg gute Wertungen ein und liegt im Schnitt bei 8,8, doch das Serienfinale missfiel den Zuschauern mit 4,0 gehörig - 4,8 Punkte unter Schnitt. Warum GOT so unschön endete, wurde hinlänglich diskutiert und seitens des Produktionsteams und der Zuschauer war offenbar die Luft raus. Das ist zwar kein Grund, ein mieses Serienfinale zu produzieren, aber Teil der Ursache.
37 Serien mit miesen Enden
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Alles was vorher passiert ist = egal
Wie man in der grafischen Darstellung der Bewertungen sehen kann, hatte Scrubs mit 9.7/10 ein grandioses Ende.
Für echte Fans existiert die 9 Staffel nicht
Es kommt leider oft vor, dass Serien die eigentlich ein gutes Ende gefunden haben noch einen laufwarmen Aufguss bekommen. Wie bei Scrubs z.B. spielt dieser, eigentlich als Spin-Off zu kategorisierende Teil, dann ganz woanders und mit anderen Schauspielern. Von den 9 Hauptprotagonisten haben meines wissen auch nur 2 Charaktere in Staffel 9 mitgewirkt.
Bei vielen Serien schaut man sich dann die letzten Staffeln garnicht mehr an, es ist einfach Schade, wenn die Macher auf Teufel-komm-raus, noch das letzte Geld herausquetschen wollen.
Man muss das Spiel ja nicht mitspielen - genauso wie es auch nur 6 Star Wars Filme gibt