Festplatten: Tests und Hintergründe zum schon oft für tot erklärten Massenspeichermedium
Die rotierende Festplatte gehört gerade wegen ihrer Funktion als günstiger Massenspeicher für den PC längst nicht zum alten Eisen. Wir stellen Ihnen empfehlenswerte, von uns getestete Festplatten mit bis zu 16 Terabyte Kapazität vor und liefern ausführliches HDD-Hintergrundwissen.
In diesem Artikel
Die gute alte Festplatte gehört längst nicht zum alten Eisen und wird auch heute nach wie vor benötigt. Zugegeben, die robusten HDDs sind und werden auch niemals so schnell wie ihre SSD-Pendants. Dafür punktet die Festplatte mit ihrer enormen Speicherkapazität von aktuell bis zu 30 Terabyte (Seagate Ironwolf Pro 30TB, NAS). Somit eignen sich HDDs ganz hervorragend als Datengräber für riesige Mengen an Daten aller Art und damit auch als gute Ergänzung zur SSD im PC. Wir stellen Ihnen hier nicht nur von uns getestete und empfehlenswerte HDDs mit bis zu 16 TB Speicherplatz vor. Wir liefern Ihnen auch umfangreiche technische Informationen zu den robusten Massenspeichern und Datengräbern.
Empfehlenswerte Festplatten
Seagate Ironwolf Pro NAS, 16 TB (ST16000NE000)
Unsere Leistungstests bestehen aus Messungen mit HDTune und weiteren Kopiertests. Hier schafft die 16 Terabyte große Seagate Ironwolf NAS 16 TB überall, teils aber nur knapp Rekordwerte. In HDTune erreicht sie eine durchschnittliche Transferrate von über 200 MB/s. Eine 5-Gigabyte-Datei dupliziert die Festplatte mindestens doppelt so schnell wie vier Konkurrenten im Testfeld. Die ebenso große Menge aus vielen kleinen Dateien kopiert sie ebenfalls stets etwas schneller als die restlichen HDDs im Test. Dazu kommen Zugriffszeiten, die bei der Seagate Ironwolf NAS 16 TB im zweistelligen Millisekundenbereich liegen.
In puncto Effizienz kann die Festplatte mit 16 TB allerdings nur teilweise überzeugen: Mit ca. 11 Watt im Zugriff und 7 Watt ohne ist sie nicht die sparsamste. In Relation zur Kapazität ist das dennoch ein guter Wert. Bei der Geräuschentwicklung verhält sich die Seagate Ironwolf NAS 16 TB dann aber vorbildlich: Unter Last messen wir aus einem halben Meter Entfernung nur 0,4 Sone und ohne gerade mal 0,2 Sone. Die hohe Qualität lässt sich Seagate allerdings auch anständig bezahlen. Wer den vergleichsweise hohen Preis nicht scheut, bekommt mit der 16 TByte großen Seagate Ironwolf NAS 16 TB eine sehr leise, für ein NAS-System bestens geeignete Festplatte mit hoher Kapazität und optimaler Leistung.
Toshiba N300 6 TB
Wie die Modelle mit 4 Terabyte oder 8 Terabyte verfügt auch die Toshiba N300 mit 6 Terabyte Kapazität über einen DRAM-Puffer mit 128 MByte. Unsere verschiedenen Kopiertests bewältigt die Toshiba N300 6 TB mit durchschnittlicher Leistung. Die mittlere Lese-/Schreibleistung liegt bei guten 167/163 GByte/s. Für das Kopieren der aus einer einzelnen sowie aus 50.000 Einzeldateien bestehenden 5-Gigabyte-Testdatei benötigt die NAS-Festplatte 51 respektive 73 Sekunden. Dazu kommen gute mittlere Zugriffszeiten von 12,0/13,4 ms (Lesen/Schreiben).
Mit einem Verbrauch von 5,7 Watt im Leerlauf und 10,5 Watt bei maximalem Zugriff ist auch die Energiebilanz sehr ordentlich, zumal NAS-Systeme die Toshiba N300 6 TB bei längerer Inaktivität ganz ausschalten. Ein klarer Minuspunkt der preislich attraktiven Toshiba N300 6 TB ist ihre hohe Lautheit von 0,9 Sone im Leerlauf und 1,6 Sone unter Last.
HDD vs. SSD - Welche Vorteile hat die Festplatte?
Festplatten existieren in der Computerwelt bereits seit über fünf Jahrzehnten und ihre Funktionsweise ist vergleichbar mit der eines Plattenspielers. Die Daten werden auf sich drehenden, magnetischen Metallscheiben (Plattern) gespeichert und von einem beweglichen Arm gelesen. Der wandert genau wie der Tonabnehmer eines Plattenspielers über diese rotierenden Scheiben. Eine als HDD (Hard Disk Drive) bezeichnete und in den Größen 3,5 Zoll und 2,5 Zoll erhältliche Festplatte kam früher in jedem Rechner zum Einsatz. Aber seit 2008, als SSDs auch für PC-Spieler bezahlbar wurden, haben diese die HDD weitestgehend verdrängt. Im Vergleich mit der Festplatte bieten SSDs schnellere Datenraten und Zugriffszeiten. Das beschleunigt nicht nur Kopiervorgänge, sondern auch Boot- und Ladezeiten.
Quelle: Toshiba
Bei Festplatten steigt der Preis pro Terabyte bei wachsender Kapazität nur noch um wenige Euro.
Zum alten Eisen gehören HDD-Festplatten aber noch lange nicht. Anstatt sich nur darauf zu konzentrieren, die Datenraten durch neue Techniken zu erhöhen, haben die Hersteller neben der Lebensdauer hauptsächlich die Speicherkapazität kontinuierlich nach oben geschraubt. Mittlerweile gibt es Modelle mit bis zu 30 Terabyte wie die Seagate Ironwolf Pro 30 TB. Die sind zur Datensicherung und Datenarchivierung für den Privatanwender und PC-Spieler interessant. Anders als SSDs mit hoher Kapazität sind HDDs vor allem auch bezahlbar.
Festplatte punktet mit einem unschlagbaren Preis pro Terabyte
Es ist der Preis pro Giga- oder Terabyte, mit dem sich die Festplatte aktuell noch gut am Markt behaupten kann. Wenn Sie etwa den Preis pro Einheit (hier GB oder TB) vergleichen, müssen Sie für das günstigste Terabyte einer SSD wie der Samsung Evo 870 1TB aktuell ca. 95 Euro (Stand Mitte September 2025) zahlen. Eine HDD mit einem Terabyte Speicherkapazität wie die Toshiba WD Blue 1 TB (2,5 Zoll) ist dagegen schon für ca. 60 Euro (Stand Mitte September 2025) erhältlich. Bei den SSDs, deren Flash-Speicher nach wie vor teuer ist, skaliert der Preis ungefähr proportional mit der Kapazität (z. B. Samsung 870 Evo mit 2 TB für ca. 160 bis 180 Euro), während die Magnetfestplatte mit steigender Speicherkapazität günstiger im Preis pro Einheit wird.
Eine HDD-Festplatte hat ihren aktuellen Sweetspot des Preis-Leistungs-Verhältnisses bei um die 6 Terabyte. Darüber wird der Terabyte-Preis nicht viel teurer. Die Toshiba N300 mit 6 TB, der Preis-Leistungs-Tipp dieses Tests, kostet ca. 160 Euro. Somit liegt der Preis pro Terabyte bei ca. 27 Euro.
Quelle: PCGH
Die Festplatte, die Daten auf rotierenden Magnetscheiben, den sogenannten Plattern, speichert, ist noch längst kein Fossil der Datenverarbeitung.

Mir ist aber bisher auch noch keine HDD "natürlich" weggestorben, außer einer WD Elements externe HDD, die sich nur noch mit 100 KB/s beschreiben und lesen lies. So eine Platte habe ich vorher schon mal in die Hände bekommen. Seither kommt mir keine WD Elements Platte mehr ins aus.
Meine aktuellen WD Red HDDs leiden ja auch unter Phantomschmerzen mit ihren vermeintlich defekten Sektoren, die die Firmware einfach nicht als defekt markieren will. 0 Pending und 0 Reallocated Sectors. "Reparierte" SMART Long vollständiges Überschreiben der HDD. Jeder Admin würde diese Platten aus dem Verkehr ziehen, aber sie leben noch und tun wunderbar ihren Dienst.
Ich weiß gar nicht, wo meine erste 128 GB SSD hingekommen ist. Aber die hat auch nach Jahren noch gut funktioniert. Nur ist es halt eine alte SATA SSD. Groß und "langsam". Wenn es nur um Zugriffszeit geht, sind SATA SSDs immer noch eine gute Grundlage.
Ich frage mich ja immer wieder, wie der Ausfall von Hardware sich äußert. SD Karten, die einfach nicht mehr erkannt werden kenne ich. Mir ist auch mal eine einfach zerbrochen. Vermutlich, weil sie zu warm wurde, auskühlte und das Material den Stress nicht ausgehalten hat oder so.
Hardwareschäden durch außere Einflüsse sind ja nicht dem Teil selbst anzulasten. Klar gibt es eventuell mal einen Headcrash bei Erschütterungen. Kann bei SSDs nicht passieren. Selbst das Temperaturmanagement ist ja heute Gang und Gäbe, dass die Hardware throttled, weil sie zu warm wird. Früher ja ein Unding.
Die ausgefallenen SSDs lassen sich an einer Hand abzählen und das sind wirklich alte Modelle gewesen, zum Beispiel eine 120 GB SSD aus einem Phenom 9950 BE System, die damals zusammen gekauft wurden, die wurde ca 12 Jahre lang täglich genutzt und ist mittlerweile in die ewigen Jagdgründe gegangen.
Die HDD aus dem System ist aber auch schon fast tot gewesen, das Geräusch beim Einschalten war schmerzhaft😂
Aber dort war zumindest noch der Zugriff auf die Daten möglich. Wobei ob dies fehlerfrei funktionierte hab ich bei beiden nicht getestet, hatte die Aufgabe die Daten zu vernichten und durfte den PC verwerten...
Formation der SSD klappte aber die Installation schlug fehl extern dann nochmal überprüft um andere Fehler auszuschließen und dann als defekt deklariert.
Daheim will Ich aber das 10GbE Netzwerk nutzen UND vor allem eine leise, schnelle Backup-Option haben, die ansonsten von Vibrationen via Schallwellen komplett unberührt bleibt.
Flash-Probleme bei externen SSD die als off-sie backup rumliegen sind bekannt - wenn die aber alle paar Wochen angesteckt werden und mit frischen Kopien bespielt werden ist das irrelevant.
Die SSD sind extrem langlebig, Ich habe immer noch meine 970 Pro (die letzte SLC SSD von Samsung, sehr schade das die Technologie vergraben wurde). Das Ding ist als Boot-Drive über 6 Jahre gelaufen und sieht immer noch gut aus, ist halt zu klein und zu langsam.
Es geht halt darum, Balance zu haben. Da Ich hier vor kurzem endlich 10Gbit/s symmetrisch Internet habe für einen humanen Preis (64€ rum), lohnt es zumindest PCI-e 4.0 SSD zu nutzen. Es ist auch super angenehm wenn sich alles in Minuten bewegen lässt. Selbst das dicke Call of Duty lässt sich in Minuten runterladen, Ich bin mittlerweile hart CPU-limitiert
Am Ende gibt es wie so oft nicht die Universallösung. Und als weiterer Punkt, wo die Geschwindigkeit zwar nett, aber der Speicherkapazität untergeordnet ist: Tape Storage. 400 MBit/s. Willkommen zurück auf USB 2.0 Geschwindigkeit. Komprimiert und schön gerechnet spricht iBM von 1000 MBit/s.
SSDs sind für die meisten Privatmenschen wohl die beste Wahl. Vollkommen richtig. Die Zugriffszeiten sind ungeschlagen gut und wichtig. Die hohen Lese- und Schreibraten... kommen sehr selten zum Tragen (Bsp: Ganze Spielesammlung kopieren/verschieben, danke an die Entwickler für 100+ GB große Spiele). Für Updates (egal ob Windows und Spiele) wird die Internetleitung eines Privathaushaltes eine HDD noch nicht so häufig an die Grenzen bringen.
Also im Kern: HDDs bieten günstigen Speicher mit moderat guter Zugriffsgeschwindigkeit. Ich sehe für mich so selten den Fall, dass ich die Geschwindigkeit der SSDs wirklich ausspiele, dass ich trotzdem weiterhin HDDs zusammen mit SSDs in meinem Heimserver verwende und dort die Lasten so verteile, wo sie besser aufgehoben sind. Einfach mal rational bleiben. Leute geben unnötig viel Geld für PCIe 5.0 SSDs aus, deren Leistung sie selten abrufen oder schmeißen zum Preis von 120 Euro einen Luftkühler auf die 120W CPU. Oder kürzlich der8auer mit seiner gigantischen Wasserkühlung für 1000 Euro oder so um am Ende 2°C kühlere Temperaturen zu erreichen. Ich bin mal gespannt, ob er mal einen Einsatz findet, wo er so viel Wärme überhaupt in den Radiator bekommt.
Bevor ich jetzt in eine Tirade der Unvernunft ausbreche ein Abschlusssatz: Jeder hat seinen Anwendungsfall. Wer es richtig macht, überprüft was er braucht und kauft eine passende Lösung. Ansonsten kauft man für eventuell viel Geld eine Lösung, die funktioniert, aber irgendwo einige Haken hat (könnte mehr, zu teuer, ...)
HDDS haben weiterhin eine Daseinsbrechtigung