SMR-Technik bei WD Red: Western Digital zahlt 2,7 Millionen USD Schadensersatz

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SMR-Technik bei WD Red: Western Digital zahlt 2,7 Millionen USD Schadensersatz (1)
Quelle: PC Games Hardware

Western Digital hat sich außergerichtlich mit den Sammelklägern in den USA auf einen 2,7 Millionen USD schweren Schadensersatz geeinigt. Die Summe ist klein und die Geschädigten bekommen nicht viel pro Laufwerk. Gewinner sind vor allem die Anwälte, die den Löwenanteil der Summe einstreichen.

Im Falle der nicht sauber deklarierten SMR-Festplatten (Shingled Magnetic Recording) muss Western Digital eine Schlappe einstecken. In den USA hatten Anwälte eine Sammelklage angestrebt und bevor die Sache nun jahrelang vor Gericht mit offenem Ausgang verhandelt wird, hat man sich auf eine Ausgleichszahlung in Höhe von 2,7 Millionen US-Dollar geeinigt. Die Summe dürfte man bei WD als guten Deal empfinden, wenn man bedenkt, was bei einer gerichtlichen Niederlage drohen könnte.

Für die tatsächlich Geschädigten bleibt von der Summe nicht viel Geld. Pro Festplatte sind es zwischen 4 und 7 US-Dollar; den Rest der Gesamtsumme verschlingen die Anwaltskosten, die die Mehrheit ausmachen. Im US-System ist das eben auch ein Geschäftsmodell. In Deutschland gibt es dagegen keine Entschädigungen. Man könnte bestenfalls solo gegen Western Digital vor Gericht ziehen oder sich um die Zulassung der neuen Musterfeststellungsklage bemühen. Das Kostenrisiko ist dabei im Vergleich zum möglichen Erlös relativ hoch.

Der größere Gewinn ist wohl, dass sich Western Digital im Rahmen der Einigung auch verpflichtet hat, künftig Festplatten klar zu deklarieren. Anders als Seagate hatte man sich bei WD recht rasch freiwillig dazu entschieden, als die Sache durch die Medien ging. Die "Sache" war, zur Erinnerung: WD hatte die Red-Serie kommentarlos auf SMR-Technik umgestellt, ohne das in Datenblättern offenzulegen. Die mit SMR-Technik verbundene schlechtere Performance im Vergleich zu CMR-Technik in bestimmten Betriebsszenarios war für Kunden so nicht ersichtlich. Durchaus kritisch, da die Red-Serie für Storage-Systeme explizit beworben wird. RAID-Rebuilds waren teilweise sogar nicht möglich.

Quelle: Docketalarm

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von fotoman
        Händler und Preisvergleiche sind in D also die valide Quelle für eine Produkteigenschaft?
        Ganz genau.

        Natürlich nicht immer mit 100%iger Zuverlässigkeit (Fehler können immer mal passieren), aber spätestens dann, wenn die Angaben ebenfalls genau so in sämtlichen Tests und Reviews stehen - eben weil sie bis zur (heimlichen) Änderung den Tatsachen entsprechen.

        Und natürlich beziehe ich mich auf die beworbenen primären Eigenschaften. Wenn zb. kein SATA-Kabel der SSD beiliegt, es aber so beworben wurde, sind die technischen Eigenschaften des Produktes ja trotzdem noch identisch.

        Nicht aber wenn der Cache nur noch 512MB statt bisher 1024MB groß ist, und/oder die Speicherzellen QLC statt wie bisher TLC/MLC sind.

        Zitat

        Wenn der Händler falsche Angaben macht, dann hast Du einen Anspruch gegen den Händler aber nicht gegen den Hersteller.
        Ich habe nichts Gegenteiliges behauptet.

        Die Angaben des Händlers sind spätestens in dem Moment falsch, wenn der Hersteller heimlich eine Änderung vornimmt, diese aber nicht kommuniziert. Außerdem habe ich das Produkt an den Händler zurückgegeben, und nicht an den Hersteller. Aber ich kann dem Händler, aus dem genannten Grund, keinen Vorwurf machen.

        Woher soll der Händler (bzw. Kunde) auch wissen, dass das Produkt plötzlich in 2 verschiedenen Versionen im Umlauf ist? Es muß die Aufgabe (Pflicht) des Herstellers sein, solche Informationen weiterzugeben.

        Zumindest aber auf Nachfrage dem Kunden mitzuteilen. Und hier hat sich Sandisk geweigert, bzw. behauptet man würde solche Details nicht dem Endkunden mitteilen.

        Edit:

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      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von fotoman
        Händler und Preisvergleiche sind in D also die valide Quelle für eine Produkteigenschaft?
        Ganz genau.

        Natürlich nicht immer mit 100%iger Zuverlässigkeit (Fehler können immer mal passieren), aber spätestens dann, wenn die Angaben ebenfalls genau so in sämtlichen Tests und Reviews stehen - eben weil sie bis zur (heimlichen) Änderung den Tatsachen entsprechen.

        Und natürlich beziehe ich mich auf die beworbenen primären Eigenschaften. Wenn zb. kein SATA-Kabel der SSD beiliegt, es aber so beworben wurde, sind die technischen Eigenschaften des Produktes ja trotzdem noch identisch.

        Nicht aber wenn der Cache nur noch 512MB statt bisher 1024MB groß ist, und/oder die Speicherzellen QLC statt wie bisher TLC/MLC sind.

        Zitat

        Wenn der Händler falsche Angaben macht, dann hast Du einen Anspruch gegen den Händler aber nicht gegen den Hersteller.
        Ich habe nichts Gegenteiliges behauptet.

        Die Angaben des Händlers sind spätestens in dem Moment falsch, wenn der Hersteller heimlich eine Änderung vornimmt, diese aber nicht kommuniziert. Außerdem habe ich das Produkt an den Händler zurückgegeben, und nicht an den Hersteller. Aber ich kann dem Händler, aus dem genannten Grund, keinen Vorwurf machen.

        Woher soll der Händler (bzw. Kunde) auch wissen, dass das Produkt plötzlich in 2 verschiedenen Versionen im Umlauf ist? Es muß die Aufgabe (Pflicht) des Herstellers sein, solche Informationen weiterzugeben.

        Zumindest aber auf Nachfrage dem Kunden mitzuteilen. Und hier hat sich Sandisk geweigert, bzw. behauptet man würde solche Details nicht dem Endkunden mitteilen.

        Edit:

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      • Von Maxxx80 Kabelverknoter(in)
        Ich hab momentan 20 SMR Platten im Einsatz (wd Blue) , und 25 CMR.
        Nun beim neu beschreiben wenn sie zuvor schon einmal voll beschrieben wurden sind sie wirklich langsam, das stimmt.
        Ansonsten als Datengrab sind sie top. Sehr leise und kühl, geringer Stromverbrauch.
        Aber gekennzeichnet müssen sie natürlich ordentlich sein, keine Frage!
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von h_tobi
        War klar, dass der Verbraucher am Ende der Blöde ist!
        Wenn der Verbracher aus einem "für NAS geeignet" ein "garantiert CMR" interpretiert, ist es sein Problem. WD hat keine Angaben dazu gemacht..

        M.W.n. hat WD damals bei allen auf SMR umgestellten Reds die Modellbezeichnung geändert. Genauso wie bei der 8TB Variante, die zwar CMR geblieben ist, aber auf Luftfüllung und 7200 UMin (=5400 Class) umgestellt wurde. Auch da war anhand der beworbenen Produkteigenschaften klar, dass WD am Laufwerk etwas geändert hat.

        Auch eine SMR Platte kann man problemlos in einem NAS nutzen, auch mit ZFS. NAS und/oder ZFS heißt nicht, dass das System zwingend mit RAID 5/6 (oder einem vergleichbaren Z-RAID) laufen muss. Meine Seagate Archival V2 läuft seit Jahren problemlos im NAS, wenn auch nur mit BTRFS.

        Zitat von INU.ID
        Dann sollte man jetzt den nächsten Hersteller verklagen. Sandisk zb. reduziert einfach mal heimlich den Cache um 50% (zb. bei der 2TB Ultra), obwohl bei den Händlern (zumindest vor ca. nem Jahr, als ich meine gekauft hatte) und im Preisvergleich überall mit 1GB geworben wurde.
        Händler und Preisvergleiche sind in D also die valide Quelle für eine Produkteigenschaft? Ich frage mich auch immer noch, wo Preisvergleichsseiten den DRAM-Cache meiner WD Blue 3D 4TB her haben. Bei WD habe ich bisher keine Angabe dazu gefunden, was mir aber beim Kauf bekannt war und ich für meine Anwendung auch bewusst in Kauf genommen habe.

        Wenn der Händler falsche Angaben macht, dann hast Du einen Anspruch gegen den Händler aber nicht gegen den Hersteller.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Ok was da gibt es ja noch mehr Festplatten Hersteller,was ist denn mit Synolgy als hersteller?

        Ich habe echt glück gehabt mir WD Red Pro gekauft zu haben und nicht WD Red weil ich da sicher bin kein SMR Technik gekauft zu haben. Dann muss man halt für gute Produkte mehr ausgeben ,dafür hat man dann länger ne Ruhe. Wie heißt es immer so schön wer BIllig kauf ,kauft zwei mal. Ich weis das die Preise schmerzen aber hilft halt nix.Man hat halt heutzutage kaum noch wirklich Optionen. Einst wollte ich zu Toshiba wegen den geringen Preisen. Da wusste ich nicht das da auch SMR drinnen gewesen wäre. ABer zum glück haben mir da die hohen Preise die Suppe versalzen gehabt und so mich zum umschwenken gebracht. Zum Glück gibt es kaum 16 TB intere Festplatten so konnte ich also kaum ne falsche Festplatte kaufen. Aber nachträgtlich mit stonierungen auf Amazon und so zu kämpfen gehabt wegen steigender Preise und weil sie nicht Lagernd waren. Das war ein krampf/Kampf aber am ende mit 400 € mehr an kosten noch mal davon gekommen. Tya so ist das halt,wenn man auf ner gewissen Größe angewiesen ist.Da ja alle Preise nach oben gestiegen waren,konnte ich nicht aus.Konnte nur das möglichst nächst günstigste mir holen. Mir war auch am ende schon egal gewesen ob Segate oder WD,hauptsache ich habe mein Raid zusammen bekommen. Da aber auch die Segate Festplatten stärker teurer geworden sind weil es da so viele gibt die diesen Hersteller bevorzugt kaufen,blieb mir da echt nix mehr anderes übrig.

        Aber auch damals war Toshiba besser gewesen als jetzt. Wird wohl wegen der harten Konkurenz so gewesen sein. Da sie aber heutzutage kaum noch ne Konkurenz zu fürchten haben wird das in Zukunft wohl auch nicht mehr besser werden. Ist halt wie bei der CPU Sparte wo auch nur noch 2 hier im Desktop den Ton ansagen. So ist das halt wenn welche aussteigen in der Branche.
        Werden wohl welche das Problem erkannt haben und frühzeitig ausgestiegen um den sinkenden Schiff zu entkommen.
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        Dann sollte man jetzt den nächsten Hersteller verklagen. Sandisk zb. reduziert einfach mal heimlich den Cache um 50% (zb. bei der 2TB Ultra), obwohl bei den Händlern (zumindest vor ca. nem Jahr, als ich meine gekauft hatte) und im Preisvergleich überall mit 1GB geworben wurde. Und so wie es aussieht wurde auch die Technik (zumindest beim genannten Modell und zur genannten Zeit) auf QLC umgestellt. Und dann antwortet der Support auf Nachfrage noch "rotzfrech", solche Informationen würde man nicht an Endkunden weitergeben - weshalb ich meine SSD (2TB Ultra im Angebot für 115€ gekauft!) auch direkt wieder zurückgeschickt hatte.
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