Festplatten: Western Digital kündigt Helium-Modelle mit bis zu 14 TByte an
Die Speicherkapazität von einzelnen Festplatten wird auch im nächsten Jahr weiter ansteigen. Der Hersteller Western Digital hat nun zwei neue, mit Helium gefüllte Modelle mit 12 und 14 TByte angekündigt, die vor allem für Unternehmen gedacht sind. Beide Laufwerke unterscheiden sich auch durch die verwendete Technik.
Western Digital hat während des Investor Day 2016 auch neue Festplatten-Modelle angekündigt, die unter der Marke HGST veröffentlicht werden. Es handelt sich um Helium-gefüllte Laufwerke mit einer Speicherkapazität von 12 beziehungsweise 14 TByte. Die HGST Ultrastar He12 verwendet die HelioSeal-Technik, die sowohl die Leistungsaufnahme senkt, als auch dünnere Platter und höhere Schreibdichten ermöglicht.
Die neue Festplatte ist mit 8 Magnetscheiben ausgestattet und besitzt damit eine Scheibe mehr als die UltraStar He10. Laut Tom's Hardware soll die Festplatte bei 7.200 U/Min bis zu 243 MiB pro Sekunde an sequenziellen Daten übertragen können. Die hohe Geschwindigkeit ist auch der Verwendung von PMR (Perpendicular Magnetic Recording) zu verdanken. Die HGST Ultrastar He12 soll in zwei Varianten mit einem SATA-Anschluss mit 6 Gb/s oder mit SAS für 12 Gb/s Anfang des Jahres 2017 in den Handel kommen.
Das größere Modell HGST Ultrastar He14 wird erst gegen Mitte 2017 erhältlich sein und unterscheidet sich auch sonst in einigen Punkten vom 12-TByte-Modell. So setzt die größere Festplatte auf die SMR-Technik (Shingled Magnetic Recording), die zwar auf gleichem Raum durch überlagernde Datenspuren mehr Kapazität ermöglicht, dafür aber beim Beschreiben auch die nebenan liegenden Spuren neu schreiben muss. Das sorgt für geringe Geschwindigkeiten.
Western Digital experimentiert für kommende Produkte auch mit HAMR (Heat-Assisted Magnetic Recording), bei der kleine Laser die Kapazität weiter erhöhen sollen. Außerdem hat das Unternehmen nach der Übernahme von San Disk auch ein immer wichtiger werdendes Standbein im SSD-Markt.

Stell dir vor dein "Kunde" kommt vorbei um sich sein Video in zunächst unkomprimierter Form anzusehen/mitzunehmen (weil es dämlich wäre viel Rechenzeit zu investieren bei der Kompression und es nachher doch wieder zu ändern) - der bringt nen guten 128GB-USB3-Stick mit der 300MB/s schafft... und deine Platte lutscht mit nem drittel an den Daten rum wenn dus nicht auf der SSD hast. Ok, man kann in der Kopierzeit haltn Bier zusammen trinken aber Spaß macht das Ladebalkenkucken halt nicht.
Klar haben die meisten Leute solche Probleme nicht weil die wenigsten mit solchen Datenmengen arbeiten aber Leute die 10+ TB-HDDs kaufen sind häufig auch die, die auch halbwegs schnelle Datenraten wollen um nicht ewigkeiten auf ihre TBs zu warten.
Noch ein Beispiel: Eine meiner 8TB-Platten hat 23 Stunden Betriebszeit mehr als die andere. Der Grund ist, dass ich eine der Platten beim Wechsel vom alten System zuerst eingebaut hatte und rund 4 TB draufschieben musste (dann wurde die 2. eingebaut und geklont). Da das nicht nur riesige Dateien waren (sondern auch meine Sicherung) dauerte das fast einen ganzen Tag (entsprechend rund 50 MB/s im Mittel). Da haste den PC über nacht laufen lassen, nur dass du ein paar TB Daten von einer HDD auf die neue kopieren konntest. Wenn die Platten ihre 200 MB/s schaffen haste das problem nicht.
Da ich nur eine winzige Leitung habe und ein Download z.B eines großen Spiels einem echt Nerven kostet, kann man gar nicht genug Platz haben, um Installationsdateien bzw. Sicherungen speichern und horten zu können, ohne wieder Alles neu laden zu müssen.
Ich käme aber auch nie auf die Idee, 6-12 TB Platten in meinen PC einzubauen. Weder mein Bilder- oder Videoarchiv benötige ich lokal auf dem Rechner, meine Backups diverser Rechner und Tablets auch nicht. Und selbst die Sammlung an selten genutzten VMs muss ich nicht lokal halten, zur Aufführung wären SMR-Platten auch ungeeignet.
Die 2,25 TB an SSDs reichen mir lokal vollkommen, der Rest darf einigermaßen geschützt vor ungeplanten Schreibzugriffen im NAS verweilen (und da dann auch plattenmäßig Krach machen).
Dass man auch privat solche Datenmengen erzeugen kann, sehe ich ja ein. Dass man dann aber eine Platte mit 100 MB/s Leserate eher als zu langsam empfindet, erschließt sich mir nicht (falls "unter 100 MB/s" natürlich eher mit 20 MB/s wie mit 80 MB/s gleich zu setzen sind, ist das was anderes, aber das hättest Du wohl geschrieben).
Videos würde ich weder im noch auf einer lokalen SMR Platte schneiden, dafür ist sie nicht gedacht, meine Datenbank-VMs haben auf sowas auch nichts zu suchen. Da kämen zur Not ein paar 1-2 TB SSDs im RAID in den PC und das fertige Video wird auf dem NAS gespeichert. Problematisch würde das erst, wenn ich mal 10 GBit (oder gleich ein SAN mit FC-Anbindung) hier hätte und man damit effektiv etwas von einem Storage hat, das die Daten mit 200-400 MB/s lesen und schreiben kann.
Kommt drauf an was das Zielformat sein soll und welche Qualitätsansprüche der Ersteller hat - und was der Inhalt des Films ist (ein Hochzeitsvideo ist viel besser komprimierbar als eine Helmkamera-Fahrradabfahrt...).
Aber wenn man vernünftige Kodiersettings wählt und am Ende in den heute üblichen 4:2:0 8-bit oder 10-bit Farbraum geht kommt man mit dem HEVC mit 30-50 MBit/s bei 4K/30p sehr gut hin. Das entspricht einschließlich Tonspur etwa 5-6 MB pro Sekunde Video - und die imaginären 14TB Rohmaterial schrumpfen in vielen vielen Stunden Rechenzeit auf rund 40 GB (deswegen passen auch 4K-Filme auf BluRays...).
Je nachdem ob der Ersteller Wert aufs letzte Pixel legt oder Abstriche machen will zugunsten der Größe sind auch 100 GB oder 5 GB möglich.
Das sind aber Extrembeispiele. Kaum jemand nimmt derartiges Material RAW auf, alleine schon weil das technisches Equipment im Wert eines Mehrfamilienhauses voraussetzt. Gute (bezahlbare) 4K-Kameras für Endkunden können aber durchaus viele GB pro Minute (vorkomprimiert) schreiben beim Filmen.
Weißt du wie viel Film auf eine 14TB-Platte passt wenn man 4K@60fps mit 4:4:4 Abtastung und 12 bit in RAW abspeichert (also die maximale Qualität die heute sinnvoll möglich ist)?
117 Minuten.
Ohne Ton.
Wie groß ist den so ein Film am Ende?
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