Samsung kündigt UFS-Speicherkarten mit bis zu 530 MB/s an
Samsung hat UFS-Speicherkarten angekündigt, die bis zu 530 Megabyte pro Sekunde lesen und 170 Megabyte pro Sekunde speichern können. Preis und Verfügbarkeit fehlen noch, ebenso wie taugliche Geräte. Der UFS-Standard ist nicht zum bisherigen SD-Standard kompatibel.
Samsung hat die nach eigenen Angaben ersten SD-Speicherkarten nach UFS auf den Markt gebracht (Universal Flash Storage). Die können bis zu 530 Megabyte pro Sekunde lesen und sind bis zu 256 Gigabyte groß. Alle Modelle sind als Micro-SD-Karte ausgeführt und arbeiten mit dem UFS-Card-1.0-Standard. Das bedeutet auch eine neue Belegung der Kontakte und damit folglich, dass sie in herkömmlichen Geräten nach dem SD-Standard nicht funktionieren.
Entsprechende Geräte sind derzeit ebenso Mangelware wie passende Kartenlesegeräte. Wie schnell sich diese Situation entspannt, wird sich noch zeigen müssen. Samsung bewirbt seine Karten, die zu 32, 64, 128 und 256 GByte erhältlich sind, mit Schreibraten von bis zu 170 Megabyte pro Sekunde und Leseraten von bis zu 530 Megabyte pro Sekunde. Das ist dann sinnvoll, wenn große Datenmengen weggeschrieben werden sollen, was zum Beispiel in Kameras sinnvoll sein kann.
Reguläre SD-Karten verschieben Daten bestenfalls mit rund 100 Megabyte pro Sekunde. Die UFS-Karten trumpfen insbesondere bei den IOPS auf, wo Samsung 40.000 lesend und 35.000 schreibend angibt. Das ist ein Vielfaches dessen, was eine SD-Karte leisten kann. Auf UFS Karten lassen sich also viele kleine Dateien deutlich schneller wegschreiben als auf normalen SD-Karten. Samsung führt als Beispiel 24 Bilder (1.120 Megabyte gesamt) an, die in 7 statt 32 Sekunden gespeichert werden sollen.
Man kann wohl ahnen, dass dieser Geschwindigkeitsrausch seinen Preis hat. Den wollte Samsung aber ebenso wenig nennen wie die Verfügbarkeit der Karten. UFS wird sich langfristig aber wohl als neuer Standard durchsetzen, wenn die Preise mitspielen.

im smartphone könnte ich darauf verzichten, bin auch kein hobby fotograph, aber in einem win 10/linux tablet wäre es ein segen.
Die Leserate ist völlig in Ordnung, nur die IOPS und die Schreibrate sind vergleichsweise gering - was man aber zukünftig sicher noch ändern wird.
edit...
Schade, dass sich der UFS-Speicher vermutlich nicht ohne Weiteres in normalen PC- und Notebooksystemen nutzen lassen wird - sonst wäre das in manchen Fällen ja ein geeigneter Ersatz für M.2-SSDs.
Die Leserate ist völlig in Ordnung, nur die IOPS und die Schreibrate sind vergleichsweise gering - was man aber zukünftig sicher noch ändern wird.