Seagate Kinetic: Ethernet-Festplatten für Server angekündigt
Der Festplatten-Hersteller Seagate will die SAS- und SATA-Schnittstelle im Serverbereich abschaffen. Stattdessen sollen die Datenträger direkt per Ethernet angesprochen werden, sodass diverse Hardware- sowie Software-Schichten bei der Übermittlung abgeschafft werden sollen. Letztere soll dabei von Seagate in einem Open-Source-Projekt mit anderen Entwicklern erschaffen werden.
Obwohl Serversysteme komplett über Ethernet mit der restlichen Welt verbunden sind, läuft die interne Kommunikation weiterhin über Schnittstellen wie SATA und SAS ab. Diese stellen aber lediglich das Ende der Übertragungskette dar. Zuvor kommen Dateisystem-Datenbänke, Speicherplatzverwaltung sowie Raid-Controller. In Seagates "Vision" soll nur Letzterer in anderer Form erhalten bleiben. So sollen Festplatten direkt per Ethernet-Port angeschlossen werden, wobei die Protokolle TCP respektive IP erhalten bleiben sollen.
Softwareseitig will der Speicher-Hersteller an der "Kinetic Open Storage Platform" arbeiten, welche Festplatten direkt über jene Protokolle ansprechen und somit in bestehenden Server-Lösungen integriert werden können soll. Die Entwicklung soll auf einer Open-Source-Basis stattfinden, wodurch die Akzeptanz bei anderen Anbietern gesteigert werden sollte. In Zukunft sollen somit auch künftige Erweiterungen der bestehenden Standards implementiert werden, sodass der Overhead weiter reduziert werden soll. Aktuell seien lediglich 8 Prozent des anfallenden Volumes beim Datentransfer wirkliche Nutzdaten.
Außerdem soll die Software auch die Verwaltung eines logischen Volumes verwalten können, sodass alte Ethernet-Hardware-Standards bei Festplatten kein Problem darstellen sollen. Beispielsweise könnten dann mehrere Festplatten im Verbund zusammengeschlossen und per Switch mit Daten versorgt werden. Dieser könnte also die Daten mit 10 Gigabit pro Sekunde bekommen und auf 10 Laufwerke mit einem Gigabit weiterleiten. Für den Heimanwender dürfte das ganze vorerst aber eher uninteressant sein, da die Daten zumindest mit einem Gigabit pro Sekunde, was 128 MByte/s entspricht, aktuell noch wesentlich langsamer als mit gängiger Hard- und Software übermittelt werden.
Quelle: Golem

Soweit ich das verstehe ist so jede Festplatte praktisch ihr eigenes NAS; ein Server verwaltet -wenn er überhaupt vorhanden ist- beliebig viele, per Ethernet angebundene Platten in Software wobei die direkte Kommunikation zwischen Client und Festplatte nicht über den Server läuft, dieser ist wenn überhaupt nur für bestimmte Verwaltungsaufgaben nötig. Ob die Festplatten für den Client als einzelne Datenträger erscheinen oder ob sie auch ohne geeignete Software auf Clientseite zusammengefasst werden können und wenn ja wie genau ist mir aber auch nicht klar.
Man erspart sich also vor allem SAS und RAID Controller und eventuell auch Hardwareleistung auf Seiten der Server bzw. kommt mit weit weniger Servern pro Anzahl an Festplatten aus. Dafür braucht man mehr Ethernet Switches aber zumindest für 1GBit/s sind die ja billig.
Auch für die Netzlaufwerke hier am Standort mit mehren Tausend Mitarbeitern brauchst du schnelle Platten.
Wer braucht ""Hardware""raids in einer Umgebung mit dedizierten Storagesystemen? Ob die Paritätskontrolle in einem speziellen RAID-Controller erfolgt, in einem speziellen Netzwerkswitch oder in einem speziellen Speichersystem berechnet werden, ist doch egal, wenn die Datennutzung so oder so auf einem anderen Rechner erfolgt, dessen CPU unbelastet bleibt.
Was ich mich aber Interessieren würde: Wo liegt eigentlich der Unterschied/Vorteil zu herkömmlichen NAS auf Seite der Festplatten? Mir erscheint es eher so, als bräuchte man neue Switches, Chipsätze und Treiber (wenn der NAS-Charakter gegenüber dem System verdeckt werden soll. Sonst nicht mal das), aber keine neuen Laufwerke.
Auch für die Netzlaufwerke hier am Standort mit mehren Tausend Mitarbeitern brauchst du schnelle Platten.
Die Idee ist grundsätzlich nicht verkehrt, allerdings stelle ich es mir schwierig vor. An einem Storageserver hängen zig Platten per SAS. Und kann man das 1:1 übernehmen oder steigt der Platzbedarf? Und wie will man damit Hardwareraids realisieren?
Bin mir sicher das man seine Filme, Musik, Bilder und auch Spiele gut davon starten kann.
Auch für die Netzlaufwerke hier am Standort mit mehren Tausend Mitarbeitern brauchst du schnelle Platten.
Die Idee ist grundsätzlich nicht verkehrt, allerdings stelle ich es mir schwierig vor. An einem Storageserver hängen zig Platten per SAS. Und kann man das 1:1 übernehmen oder steigt der Platzbedarf? Und wie will man damit Hardwareraids realisieren?
super. und danach ethernet aufstocken...