Seagate Exos 2X18: HDD mit bis zu 554 MB/s via Dual-Aktor
Seagate hat mit der Exos 2X18 eine neue HDD mit Dual-Aktor-Technik (Mach.2) vorgestellt. Die präsentiert sich im aktuellen Produktportfolio als entsprechendes Pendant zur Exos X18 und verdoppelt die Datentransferraten. Somit bewegt sich die Festplatte zumindest in diesem Punkt auf Niveau einer SATA-SSD.
Im vergangenen Jahr brachte Seagate mit der Exos 2X14 das erste Endprodukt mit der hauseigenen "Mach.2"-Technologie auf den Markt, bei der Dual-Aktoren (Dual-Actuators) im Mittelpunkt stehen. Durch unabhängiges Agieren sorgen die Köpfe zum Lesen und Schreiben für einen deutlich flotteren Datentransfer gegenüber HDDs mit konventioneller Technik. Die Exos 2X18 im 3,5-Zoll-Format tritt nunmehr die Nachfolge an.
Versprochen werden Transferraten bis zu 554 MB/s und somit SATA-SSD-Niveau bei Kapazitäten von bis zu 18 TByte. Das klingt im ersten Moment durchaus interessant, doch um ein wirklich ebenbürtiges Produkt handelt es sich nicht. Abstriche müssen nämlich hinsichtlich IOPS und Latenzen hingenommen werden. Im ersten Punkt nennt das Datenblatt Werte von 304/560. Die Latenz wird indes mit 4,16 ms angegeben. Immerhin: Gegenüber der Exos X18 ohne Dual-Aktoren ist die Steigerung in Sachen IOPS (170/550) bei doppelten Transferraten gegeben. Im Austausch steigt der Stromverbrauch deutlich an. So braucht die Exos X18 maximal 5,8 Watt im Leerlauf und 9,9 Watt bei Nutzung. Die Exos 2X18 muss indes mit 8 Watt im Leerlauf und 13,5 Watt im aktiven Betrieb gefüttert werden.
Letzten Endes richtet sich die HDD an Enterprise-Kunden. Das Einsatzgebiet sind dementsprechend Rechenzentren. Geeignet sei die Exos 2X18 laut Seagate beispielsweise für Hyperscale-Anwendungen und Cloud-Rechenzentren, Big-Data-Anwendungen und Content Delivery Networks. Angeboten werden Varianten mit je zwei Logical Units (pro Aktor) zu 9 und 8 TByte wahlweise mit SATA- oder SAS-Anbindung. Die Gesamtkapazitäten belaufen sich somit auf 16 und 18 TByte. Als Füllung kommt Helium zum Einsatz.

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Die Pattern werden ja geteilt, also nicht jeder Aktor kann auf jeder Scheibe lesen / schreiben und damit fühle ich mich so ein wenig an die 7950GX2 und Co. erinnert, wo man auch einfach zwei GPUs auf ein Board gepackt hat und meinte, SLI Probleme sind jetzt quasi gelöst? In meinen Augen wird hier auch nur zwei einzelne Platten in einem Gehäuse verkauft!
Würde es daher wie INUID sehen, interessant wird es erst, wenn jeder Kopf auf jeder Scheibe lesen und schreiben kann, oder aber mind. je Scheibe ein Kopf arbeitet (wir sind ja nicht bei den Beamten hier, wo nur ein Kopf je Gebäude arbeitet
Keine Ahnung wann ich das erste mal davon "geträumt" habe. Die ersten Prototypen/Patente gingen ja afaik noch von zwei kompletten Aktuatoren aus - also 2 getrennte Köpfe auf jeder Platterseite. Hier wird ja "nur" ein Aktuator durch 2 geteilt.
Ich bin mir gerade nicht mal sicher ob bei einer normalen HDD immer nur 1 Kopf arbeitet (oder hier bei der Mach 2 zwei?), oder immer alle zusammen gleichzeitig.
Heute im Jahr 2022/2023 will ich HDDs sehen die mindestens 4 Köpfe pro Platterseite haben UND die ALLE getrennt ansteuern können.
Man sollte immer dabei erwähnen, dass der Performancezuwachs nur in Einzelfällen besteht - denn wenn ich Daten haben will die alle auf den von Aktuator 1 verwalteten Plattern liegen kann Aktuator 2 nichts beschleunigen.
Es wäre interessant zu wissen wie Seagate das intern logisch aufbaut - sind es praktisch nur zwei einzelne HDDs in einem Gehäuse sozusagen die nacheinander Einzeldateien wegschreiben oder werden Daten intern immer "gescrambled" und gleichmäßig (raw) verteilt? Beides hätte Vor und Nachteile. Solche Infos sind aber selbstverständlich nicht verfügbar.