Seagate plant 2015 10-Terabyte-Festplatten ohne Einsatz von Helium anzubieten
Der Magnetfestplattenhersteller Seagate hat für das Jahr 2015 angekündigt, Festplatten mit einer Kapazität von bis zu zehn Terabyte anbieten zu wollen. Im Gegensatz zu HGST, möchte Seagate dies ohne Einsatz von Helium erreichen. Die Speicherdichte je Magnetscheibe wird schlicht erhöht.
Die Entwicklung geht auch im Bereich der Magnetfestplatten weiter, wenngleich dort weniger auf Geschwindigkeit als mehr auf schiere Kapazität gesetzt wird. HGST hatte schon in der Vergangenheit angekündigt Festplatten mit zehn Terabyte Speicherplatz anbieten zu wollen. HGST setzt hierbei auf eine Befüllung mit Helium. Dadurch gelingt es HGST mehr Magnetplatten im Gehäuse unterzubringen, ohne die Speicherdichte zu erhöhen. Zusätzlich zum Helium kann HGST auf die SMR-Technik zurückgreifen. Shingled Magnetic Recording erlaubt es, die Kapazität pro Magnetscheibe zu erhöhen. Da nur noch wenige Hersteller auf dem Markt für Magnetfestplatten vertreten sind, ist es umso wichtiger feststellen, was die Konkurrenz anzubieten hat. Vermutlich dürfte der Einsatz von Helium durch HGST patentiert sein.
Seagate bleibt daher kaum etwas anderes übrig als die bestehende Technik nochmals zu erweitern, und genau das wird nun versucht. Wie Seagate gegenüber der japanischen Webseite Akiba erklärt, möchte man im Jahr 2015 ebenso Festplatten mit einer Speicherkapazität von 10 Terabyte veröffentlichen. Eine Fortentwicklung der SMR-Technik mache dies möglich, sodass nun 1,67 Terabyte je Magnetscheibe gespeichert werden können. Sechs Magnetscheiben befinden sich hierfür in einem Festplattengehäuse. Auf den Einsatz von Helium möchte Seagate verzichten. Vor allem aus Kostengründen, wie der Seagate-Manager ausführt. Diese zusätzlichen Kosten müssten auf den Endpreis aufgeschlagen werden. Dazu sei Seagate nicht bereit. Vergleicht man bereits erhältliche Modelle geht Seagates Rechnung auf. Festplatten, alleine mit SMR ausgestattet, werden viel günstiger angeboten als vergleichbare Modelle mit Helium-Befüllung. Letztere kosten bald das Dreifache.
Wo Licht ist, ist aber auch Schatten und so besteht die Tatsache, dass Festplatten mit SMR-Technik eine geringere Leistung aufweisen. Mit Helium befüllte Festplatten bieten eine höhere Umdrehungsgeschwindigkeit. Ferner fällt das Neuschreiben aller Daten eines Spurbereichs weg. Klar ist damit auch, dass sich Festplatten dieser Kapazität nur als Datengrab eignen, bei denen Transferrate und Zugriffszeiten nur bedingt ausschlaggebend sind. Der Seagate-Manager stellt jedoch auch Kombinationen bestehend aus SMR-Magnetscheiben und SSD-Cache in Aussicht. Bestehende Nachteile könnten so aufgehoben werden.
Quelle: Akiba-pc.watch.co.jp

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