Seagate: Erste 12-TByte-HDDs werden bald verschickt
In der Telefonkonferenz zu den jüngsten Geschäftszahlen hat Seagates CEO Stephen James Luczo angekündigt, im nun laufenden, dritten Quartal Testmuster von 12-TByte-Festplatten zu Evaluierungszwecken an Partner verschicken zu wollen. Zudem soll das Desktop-Angebot aufgefrischt werden. Die Entwicklungszeiten steigen allerdings stark an.
Nachdem gerade erst einmal Festplatten mit einer Kapazität von 10 Terabyte im Kommen sind, möchte Seagate bald schon den nächsten Schritt wagen und Modelle mit 12 TByte an seine Partner ausliefern. Partner bedeutet in diesem Fall Anbieter von Rechenzentren, welche die Testmuster zu Evaluierungszwecken nutzen werden. Finalisiert wurden die großen HDDs also noch nicht, stehen aber nur wenige Monate vor Auslieferung im finalen Zustand.
Darüber hinaus möchte man das "High-Volume"-Portfolio an HDDs erneuern, darunter auch die komplette Desktop-Serie. Der Name Barracuda wird wieder aus der Versenkung geholt, zudem möchte man Barracuda Pro als gehobene Klasse einführen. SSHDs sollen künftig unter den Namen Firecuda debütieren, NAS-Modelle unter Ironwolf und Festplatten für den Überwachungsbereich unter Skyhawk. SSHDs werden noch auf 2 TByte Kapazität limitiert sein, alle anderen Reihen wird es zunächst mit bis zu 10 TByte geben.
Seagate-CEO Stephen James Luczo gab allerdings selbst zu, dass 8 TByte in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis noch lange führen werden. Mit 10 TByte steigen die Kosten durch die notwendige Heliumfüllung stark an. 8 TByte können noch recht performant, aber deutlich günstiger durch SMR ("Shingled Magnetic Recording"), also überlagende Datenspuren, realisiert werden. Eine 8-TByte-Festplatte kostet unter 300 Euro, wohingegen 10 TByte in Richtung 500 Euro gehen. Mit noch größeren Kapazitäten steigen die Entwicklungszeiten exponentiell an, wie Luczo angibt.
Quelle: via heise.de
