Sammelklage gegen Seagate: Festplattenausfälle sorgen für einigen Ärger
In den USA wurde gegen Seagate eine Sammelklage wegen der Ausfallraten bestimmter Festplattenmodelle eingereicht. Nun wird man sehen müssen, wie diese ausgeht. Seagate selbst hat noch nicht reagiert. Es geht dabei vor allem um 1,5- und 3,0-Terabyte-Modelle und externe Laufwerke.
Seagate wird in den USA mit einer Sammelklage konfrontiert. Es geht dabei um die angeblich erhöhten Ausfallraten bei internen 1,5- und 3-Terabyte-Modellen und allgemein bei externen Laufwerken. Die Kläger beschuldigen Seagate zudem, dass in Marketinginstrumenten Falschbehauptungen über Zuverlässigkeit und Stabilität gemacht wurden.
Um ihre Klage zu untermauern, verweisen die Kläger auch auf die Daten des Cloud-Anbieters Backblaze. Der setzt bewusst keine Enterprise-Laufwerke in seinen Servern ein und kann so Daten von Consumer-Laufwerken erheben, was die Zuverlässigkeit angeht. Seagate machte da nicht immer den besten Eindruck. Während Hitachi und Western Digital trotz des so nicht vorgesehenen Einsatz von normalen Festplatten im Jahr 2014 auf ca. 95 Prozent Haltbarkeit kommen, liegt Seagate nach 36 Monaten bei lediglich 73,5 Prozent. Bei Seagate fiel da vor allem das Green-Modell mit 5.400 U/min und 1,5 Terabyte auf.
Auch bei der "Trouble Time" kommt Seagate auf den dritten von drei Plätzen. Die "Trouble Time" ist die Zeit, in denen die Laufwerke zwar nicht defekt sind, aber aus sonstigen Gründen nicht genutzt werden können.
Die Daten aus dem Jahr 2015 fallen für Seagate nicht besser aus. Neben dem 1,5er-Problemkind kommt die Barracuda 7200.14 mit 3 Terabyte hinzu, die bei Backblaze noch weniger haltbar ist. Nach rund 2,5 Jahren ist rund die Hälfte der Laufwerke unter hoher Last verendet. Bei der HDD15, dem Nachfolger der Barracuda, hatte sich die Situation etwas gebessert. Im Datenjahr 2015 leidet aber auch Western Digital etwas, während Hitachi, mittlerweile Teil von WD, weiterhin gute Werte liefert.
Natürlich sind die Daten nicht mit dem regulären Einsatz zu vergleichen, aber in sich durchaus brauchbar. Unter nicht geplanten Bedingungen fährt man mit Seagate nicht so gut wie mit anderen Anbietern. Wie die Sammelklage ausgehen wird, muss sich noch zeigen. Seagate hat noch nicht darauf reagiert.
Ganz neu sind solche Probleme auch nicht. IBM hatte mit der legendären Deskstar 75GXP zu kämpfen, die den Beinamen Deathstar trägt. Der Grund war damals, dass sich die magnetisierbaren Schichten vom Träger (Platter) lösten. IBM wurde ebenfalls verklagt. Heute ist die Sparte Teil von HGST und damit WD. Auch bei Seagate gab es früher die Weisheit "Sea gate oder Sea gate net". Das Unternehmen hat mit den Jahren ebenfalls zahlreiche Konkurrenten geschluckt, darunter Connor, Maxtor, Quantum und Samsung. Übrig sind heute nur noch Toshiba, Seagate und Western Digital sowie lokale Anbieter wie Excelstor übrig, die vor allem in China operieren.

Dauerlastorgien und Delta Teta, damit kann ich nicht leben. Aus Türklinkenhöhe fallen lassen ist im geparkten Zustand tödlich, 3 Monate hielt meine Platte dann noch, sterbend. Ja die armen Paketfahrer wissen ja nicht, welche Feinstmechanik die aus dem Lastwagen treten.
Ich habe das selbst ausprobiert.
Fazit: Glück und Pech
Externe Festplatten sterben so schnell weil sie vom Tisch fallen oder jemand während des Betriebs dem Gehäuse einen (unabsichtlichen) Schlag versetzt.
Wenn man keine Dauerlastorgien fährt braucht eine HDD keine Kühlung.
Nicht zu vergessen, das so hochmoderne HDDs unbedingt gekühlt werden müssen. Die Temperaturdifferenz Delta Teta ist enorm wichtig für die Haltbarkeit. Die, die sich ein 19 Zoll Rack in den Flur stellen
Deswegen sterben externe Festplatten so dermaßen schnell, weil die nicht im Luftstrom sind.
Eine Firma produziert mehr als nur ein Produkt.
Die Ausfälle betraf meines Wissens nach nur die Barracudas und auch nur wenige Serien.
Die Ironwolf oder die Datacenter/Server-HDD`s laufen super.
Geil waren die Samsung HDDs. Samsung ist aus dem HDD Geschäft ausgestiegen und hat Alles auf ziemlich geile SSDs gesetzt. Bei mir werkelt im Rechner eine WD Red als Datengrab. Ansonsten habe ich nur noch Samsung SSD Pro.
Hat mein Onkel Herbert 1991 schon zu mir gesagt. Sea geht oder sie geht nicht. Meine Sea geht HDDs sind alle fort, Kurt seis gdankt