KI verändert den Speichermarkt: Große HDDs sehr gefragt, Wandel zu SSD wahrscheinlich
Die Beratungsagentur Trendforce hat einen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, dass KI Engpässe bei Nearline-HDDs verursacht. Eine Alternative könnten 2026 QLC-SSDs werden.
KI-Aufgaben führen zu weiter steigenden Mengen an zu speichernden Daten. Während HDDs aktuell noch der Standard für die Archivierung riesiger Datenmengen sind, könnten in Zukunft innovative SSDs eine wichtigere Rolle spielen, wie eine Untersuchung von Trendforce jetzt zeigt.
KI-Nachfrage sorgt für Engpässe bei großen HDD-Festplatten
Generative KI-Anwendungen haben den Bedarf an Rechenleistung und Speicherkapazität stark ansteigen lassen. Während das Training von KI-Modellen vor allem auf hochleistungsfähigen GPUs stattfindet, erfordert die anschließende Anwendung riesige Datenmengen, die Unternehmen kostengünstig speichern möchten.
Daher sind Nearline-HDDs mit Kapazitäten von über 20 TB beliebt, da diese ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis pro TB bieten. Große Cloud-Dienstleister und Betreiber von Rechenzentren sichern sich also viele der verfügbaren Nearline-HDDs, was für Lieferengpässe von bis zu 52 Wochen und steigende Kosten sorge.
Marktanalysten von Trendforce erwarten Wandel zu QLC-SSDs
Trendforce prognostiziert als eine mögliche Reaktion auf nicht verfügbare HDDs einen Wandel bei den Speichertechnologien. Vor allem Quad-Level-Cell-Solid-State-Drives (QLC-SSDs) könnten laut Aussage des Beratungsunternehmens an Bedeutung gewinnen. Diese bieten bei aktuell noch höheren Preisen schnellere Lesegeschwindigkeiten als herkömmliche HDDs, was sie zu einer idealen Lösung für die leseintensiven Prozesse von KI-Anwendungen machen könnte.
Trendforce erwartet, dass die Auslieferungszahlen von QLC-SSDs ab dem Jahr 2026 neue Höchstwerte erleben, da Unternehmen nach leistungsfähigeren und besser verfügbaren Alternativen suchen müssen. SSD-Hersteller wären damit in der Lage, neue Preise zu verhandeln, sodass mit einer Preissteigerung bei Enterprise-SSDs von bis zu 10 Prozent im letzten Quartal 2025 gerechnet werden dürfte.
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Quelle: via Trendforce

Die Nerds unter uns warteten etliche Jahre darauf, überhaupt 8TB-SSDs im Endkundenmarkt zu sehen und aktuell warten wir genauso lange auf 16TB-Modelle. Wenn der KI Boom dazu führt, dass die SSD-Größen generell wachsen und das nicht nur im unbezahlbaren Profiberecih (wo es Hunderte TB große SSD schon lange gibt) werden natürlich langfristig gesehen die "kleineren" günstiger.
Natürlich passiert das nicht innerhalb von Monaten - aber wäre in wenigen Jahren möglich.
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