Neue Festplatten: HGST mit 2,5 Zoll und 15.000 U/Min, Seagate und WD mit günstigen 24/7-Platten
Gleich drei Festplattenhersteller haben neue Modelle angekündigt: HGST schickt eine Enterprise-Platte im 2,5-Zoll-Format und 15.000 U/Min ins Rennen. Seagate und Western Digital bieten Laufwerke für Überwachungskameras an. Die sind 24/7-tauglich und könnten auch interessant als Datengräber im Privatbereich sein.
Dieser Tage stellten drei gleich große Festplattenhersteller neue Produkte vor: Seagate die Surveillance, Western Digital die WD Purple und HGST (Tochter von WD) die Ultrastar C15K600-Familie. Wir stellen Ihnen alle drei Produkte kurz vor. Beginnen wir mit HGST: Die ehemalige Festplattensparte von Hitachi, die heute Western Digital gehört, hat die C15K600-Familie vorgestellt. Die bietet im 2,5-Zoll-Format 15.000 U/min und bis zu 12 Gbit/s bei bis zu 600 GByte Speicherplatz. Der Anwendungsbereich ist klar: Server. HGST verspricht sogar eine "2,5-fache Leistungssteigerung gegenüber 3,5-Zoll-Festplatten mit 15.000 U/min". Angeschlossen werden die mit 128 MByte Chache ausgestatteten Festplatten via SAS-Schnittstelle, weshalb HGST auf die schönen "bis zu 12 Gbit/s" kommt. Wie gut die Performance wirklich ist, müssen Tests zeigen. Zudem ist die Rede von "im Betrieb bis zu 55% und im Standby bis zu 54 % weniger Strom als HGSTs aktuelle 3,5-Zoll-HDDs mit 15.000 U/min". Preise nannte HGST in der Pressemitteilung keine.
Quelle: Western Digital
Western Digital Purple
Währenddessen hat die Konzernmutter Western Digital die WD Purple vorgestellt. Sie ergänzt das vorhandene Programm von Black, Blue, Green und Red und ist für die Datensicherung von Überwachungskameras vorgesehen. Die 3,5-Zoll-Laufwerke fassen 1 bis 4 TByte an Daten und sind für den 24/7-Dauerbetrieb ausgelegt. Ein finales Datenblatt liegt noch nicht vor, aber die Basis dürfte die Green-Serie bilden. Damit wäre sie eine günstige Alternative zur Red-Serie, die ebenfalls für 24/7 ausgelegt ist. Um mit Überwachungskameras besonders gut zu harmonisieren, wurde die Firmware optimiert. "Allframe" soll mit speziellen Cache-Algorithmen stets vollständige Videobilder in einem Rutsch speichern. Auch die Rettung von Daten soll so erleichtert werden. Außerdem kann die Purple in Bays von bis zu acht Laufwerken betrieben werden, bei der Red gibt WD ein Maximum von 5 an. Damit sind bis zu 32 Kameras überwachbar. Für normale Nutzer sind die WDPUR10X, WDPUR20X, WDPUR30X und WDPUR40X aber eine interessante Alternative zur Red, da sie mit 69, 89, 129 und 159 Euro UVP günstiger sind. Das 4-TByte-Modell der Red-Serie kostet 170 Euro (Marktpreis!). Wer es eilig hat, muss zur 7.200 U/min schnellen Black 24/7 für 230 Euro greifen Die Green (kein 24/7) kostet 145 Euro.
Quelle: Seagate
Seagate Constellation
In eine ähnliche Kerbe wie die Purple schlägt die Surveillance von Seagate, die die SV35.5 beerbt. Seagate setzt aber auf feste 7.200 U/Min anstatt Western Digitals "Intelli Power". Ansonsten unterscheiden sich die Eckdaten kaum: SATA 6 Gbps, 64 MByte Cache, 3,5-Zoll-Format, eins, zwei, drei und vier TByte Speicherplatz. Damit sind die WD-Modelle energiesparender, weil sie deutlich langsamer drehen, aber auch langsamer. Seagate nannte allerdings noch keine Preise. Aufgrund der Umdrehungszahl dürfte die Platte etwas teurer als die WD sein, aber wahrscheinlich günstiger als 24/7-taugliche Constellation für 300 Euro. Dass sie die 5.900 U/Min schnelle Terascale für 245 Euro unterbietet, ist eher unwahrscheinlich. Alle neu vorgestellten Laufwerke sind noch nicht im Preisvergleich gelistet.

Nein, besonders klingen die nicht. Der schnellere SAS 12GB/s-Standard ist natürlich was schönes - vor allem wenn man das Ganze in JBODs unterbringen will
Caches reduzieren dir aber nicht die Menge der Schreibvorgänge auf dem schnellsten Medium
Wenn es um Schreiblast geht, müsste man eigentlich SSDs durch HDDs cachen
@topic: Klingt nicht so, als kämen irgendwelche speziellen Technik zum Einsatz, oder?
@Pu244:
Die Aussage HDDs seien unzuverlässiger stimmt nur bedingt. Bei Consumer SSDs für den Heimanwender mag das mal stimmen, aber der schreibt auch nicht gerade viel...
Z.B. im wissenschaftlichen Bereich gibt es durchaus Anwendungen, die TB an Daten pro Tag schreiben (z.b. Scratch-Daten). Versucht man da SSDs als Datengrab zu verwenden, dann sterben einem die SSDs nacheinander weg - Möglich wäre sowas dann nur mit Enterprise-SSDs, die kosten aber schon wieder soviel, dass man lieber zu HDDs greift.
Sprich, solange die SSD- Hersteller die Alterung der Dies nicht in den Griff bekommen, bleiben die HDDs die bessere Alternative.
(oder man kombiniert beides wie im ZFS, da sind dann die SSDs auch nur Cache)
Ich hab das OT-Posting mal entfernt und verweise hiermit auf das Startposting eines jeden Newsthreads:
INU.ID
Ich denke, auf kurz oder lang, werden sich die klassischen HDD´s zu Hybriden entwickeln. Eine HDD mit eingebauter SSD und Zusatzfunktionen z. B.
Ich zumindest möchte auf meine WD Red nicht verzichten