Toshiba nennt die Vorteile gegenüber SSDs: "Es ist klar, dass HDDs eine leuchtende Zukunft haben"
HDDs sind in fünf Jahren Geschichte? Das glaubt ein Senior Manager bei Toshiba ganz und gar nicht. Dieser ist sich sicher, dass HDDs eine blühende Zukunft haben und zählt die Vorteile gegenüber dem Flash-Speicher auf.
Im Juni dieses Jahres fällte der CEO von Pure Storage ein vernichtendes Urteil für die klassischen, magnetischen Festplattenlaufwerke, indem er sagte: "Die Tage der Festplatten vergehen - wir gehen davon aus, dass in fünf Jahren keine neuen Festplatten mehr verkauft werden." Dem widerspricht der Senior Manager im HDD Business Development von Toshiba, Rainer Kaese, vehement. In einem Mitte-Dezember bei Blocks and Files veröffentlichten Bericht werden Zitate von Rainer Kaese aufgegriffen, mit denen dieser die Langlebigkeit von HDDs und die Vorteile gegenüber SSDs bekräftigt.
Festplatten fallen aus der Mode - oder doch nicht?
Bei den Kosten soll es schon anfangen, denn HDDs sind laut Rainer Kaese pro Kapazität günstiger als SSDs, und das um den Faktor sieben. HDDs könnten 40 bis 50 Terabyte an Speicher zur Verfügung stellen und würden dabei nicht annähernd hohe Kosten verursachen wie SSDs. Mehr Kapazität verursacht keine höheren Produktionskosten, daher sinken die Kosten pro Terabyte.
Weiterhin sind Festplatten besser zu recyceln als SSDs. Das hänge mit dem Material zusammen: Aluminium und Kupfer ließen sich besser recyceln als Leiterplatten, Chips oder Kunststoffteile. "Daher gehen wir davon aus, dass Festplatten zu einem integralen Bestandteil der Kreislaufwirtschaft werden, die auf Dienstleistungen wie Recycling und Wiederverwendung basiert", so Rainer Kaese.
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Gerade bei schreibintensiven Vorgängen soll die HDD der SSD ebenfalls den Rang ablaufen. Rainer Kaese erläutert dazu: "Hohe Override-Zyklen, bei denen die Daten nur einige Tage lang gespeichert werden können, würden eine Flash-Komponente schnell verschleißen lassen. Für Festplatten gibt es solche Einschränkungen nicht." Deren Inhalt könne im Gegensatz zu einer SSD mit begrenzter Schreibzyklusdauer immer wieder neu beschrieben werden. Das beschriebene Szenario soll für DSGVO-Anforderungen in Mitteleuropa relevant sein, die besagen, dass nur eine kleine Menge an Aufzeichnungen für einen kurzen Zeitraum aufbewahrt werden dürfen. Für Rainer Kaese steht also fest: "Es ist klar, dass HDDs eine leuchtende Zukunft haben."
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Oder braucht es da einen dedizierten "Refresh"-Durchgang?
Mit HD Sentinel am besten "Oberflächentest" -> "neu initialisieren" machen, dabei werden natürlich alle Daten weg sein, daher muss erstmal alles gesichert werden oder auf neue SSD geklont.