HDD-Verkäufe 2022 nahezu halbiert

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HDD-Verkäufe 2022 nahezu halbiert (1)
Quelle: PC Games Hardware

Die Verkäufe von Festplatten haben sich im Vergleichszeitraum nahezu halbiert. Das berichtet Trendfocus und hat sich den Markt näher angeschaut.

Festplatten sind zur sicheren Verwahrung großer Datenmengen immer noch das Mittel der Wahl, doch die Verkaufszahlen sinken stetig und haben sich im Vergleich zum Vorjahresquartal fast halbiert. Die drei verbliebenen großen Anbieter Seagate, Toshiba und Westen Digital konnten laut einem Report von Trendfocus rund 35 Millionen Einheiten absetzen - rund 42 Prozent weniger als im Vorjahr. Die großen Verlierer sind Seagate und Western Digital mit rund 43 Prozent; Toshiba kommt mit rund 39 Prozent davon.

Man befürchtet, dass die sinkenden Verkaufszahlen langfristige Folgen haben werden. Kleinere Stückzahlen bedeuten weniger Mittel für Forschung und Entwicklung und letztlich auch steigende Stückkosten. Man hofft, dass sich die Verkaufszahlen leicht erholen werden, da 2022 auch ökonomisch schwierig war und viele Großabnehmer Investitionen gescheut haben. Die Analyse sieht im Segment des Enterprise-Geschäfts den größten Rückgang. Auch beim Client-Computing kühlte sich die Lage ab, aber nicht so enorm. 3,5-Zoll-Laufwerke scheinen sich der Basisnachfrage genährt zu haben; 2,5-Zoll-Laufwerke können überraschend um 15 Prozent zulegen - die Mehrheit dürfte als externe Festplatte eingesetzt werden.

Vendor HDDs in million Q/Q change Y/Y change Market share
Seagate 15.10 – 15.60 -3.9% - 0.7% -43.7% - 41.7% 42.9 – 42.9%
Toshiba 7.80 – 8.0 -2.6% - 0.1% -39.3% - 37.7% 22.2% – 22.0%
WDC 12.30 – 12.80 -16.2% - 12.7% -43.0% - 40.7% 34.9% – 35.2%
TOTAL 35.20 – 36.40  -8.3% – 5.2% -42.5 - 40.5% 100%

Für Systemlaufwerke scheint das letzte Stündlein aber geschlagen zu haben: Trendforce nannte in seiner Analyse eine Preisparität für solche mit einem halben Terabyte Fassungsvermögen. Das dürfte mittelfristig das Ende für Festplatten selbst in Budget-Desktops und -Laptops bedeuten. 2022 hatten bereits 92 Prozent der neu verkauften Laptops eine SSD; für 2023 rechnet man mit 96 Prozent. Druck gibts durch sinkende Cloud-Speicherkosten auch bei Speicherlösungen wie einem NAS für zu Hause, dessen Anschaffung und Stromkosten sich schnell akkumulieren.

Quellen: Trendfocus, Trendforce

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    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von IICARUS
        Zitat von Esgal
        Wo hier gerade so viel Experten sind, ich suche eine HDD bis 230€ mit mindestens 8tb (+) Speicher.
        Sie soll für ältere Spiele und zur Datenarchivierung sein.
        Schön wäre es, wenn sie aufgrund meines kleinen, schlecht zu lüftenden Gehäuses, nicht zu heiß wird.
        Zu laut sollte sie auch nicht sein… ^^ Hat da jemand eine Idee welche ich nehmen kann?
        Ein eigenes Kaufberatungsthema wäre angebrachter, weil sich solch eine Kaufberatung sich gut herausziehen kann und hier mit Themenbezogene Inhalte, dein Anliegen untergehen wird.

        Ansonsten mal hier hineinschauen:
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      • Von IICARUS
        Zitat von Esgal
        Wo hier gerade so viel Experten sind, ich suche eine HDD bis 230€ mit mindestens 8tb (+) Speicher.
        Sie soll für ältere Spiele und zur Datenarchivierung sein.
        Schön wäre es, wenn sie aufgrund meines kleinen, schlecht zu lüftenden Gehäuses, nicht zu heiß wird.
        Zu laut sollte sie auch nicht sein… ^^ Hat da jemand eine Idee welche ich nehmen kann?
        Ein eigenes Kaufberatungsthema wäre angebrachter, weil sich solch eine Kaufberatung sich gut herausziehen kann und hier mit Themenbezogene Inhalte, dein Anliegen untergehen wird.

        Ansonsten mal hier hineinschauen:
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      • Von Esgal Kabelverknoter(in)
        Wo hier gerade so viel Experten sind, ich suche eine HDD bis 230€ mit mindestens 8tb (+) Speicher.
        Sie soll für ältere Spiele und zur Datenarchivierung sein.
        Schön wäre es, wenn sie aufgrund meines kleinen, schlecht zu lüftenden Gehäuses, nicht zu heiß wird.
        Zu laut sollte sie auch nicht sein… ^^ Hat da jemand eine Idee welche ich nehmen kann?
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei Magnetspeichern ist die Datenrettung im Controller-Ausfall ziemlich einfach und damit kostengünstig,
        Theoretisch schon - "kostengünstig" bedeutet bei Kroll für einfache Fälle wie sowas trotzdem schnell mal 500€... und selber machen ist so ne Sache bei wichtigen Daten. Aber für die hat man ja eh ein Backup (... oder?!)

        Zitat von PCGH_Torsten
        Zudem könnten Festplatten ihre Daten in ausgeschaltetem Zustand nahezu unbegrenzt speichern, während SSDs regelmäßig über längere Zeit mit Strom versorgt werden müssen, um ihre langsam-flüchtigen Speicherzellen zu pflegen.
        Dass die Art des Datenträgers nicht egal ist wenns um stromlose Speicherung geht hab ich ja in meinem Backup-Blog auch schon erwähnt, Flashspeicher ist grundsätzlich ungeeignet für die Schublade (na, wer vertraut noch darauf dass die alten vor-Corona-Urlaubsfotos auf dem Stick oder der SD-Karte in der Schublade noch alle unversehrt da sind...?)

        Zitat von PCGH_Torsten
        Für die Archivierung selten genutzter, aber wichtiger Daten (und sei es nur aus Sentimentalität) würde ich daher immer eine HDD vorziehen.
        Ich auch - was in meinem Falle aber wegen der Datenmenge sowieso zwingend ist wenn ich nicht arm werden will

        Zitat von PCGH_Torsten
        Wenn ich stattdessen zwei beziehungsweise vier kleinere SSDs für einen Datensatz brauche, ist auch bei noch so niedrigen Preisen keine Redundanz möglich, wenn nicht vier respektive acht freie SATA-Ports habe.
        Das kann auch mit HDDs knapp werden.
        Ich hab ne SATA-System-SSD, ne Arbeits-SSD (NVME), zwei Daten SSDs und zwei Archiv HDDs (alles SATA) - macht 5 SATA-Laufwerke an 6 vorhandenen Ports... von denen nur 4 nutzbar sind wenn der untere M.2-Slot belegt ist wie ich wie du weißt feststellen durfte. Also mein Board ist aktuell was Datenträger angeht... äähhh... fast voll.^^
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Zwei Dinge sind da zu beachten:
        1.) Das Problem spontaner Datenträgerausfälle kann NICHT durch die Art des Datenträgers gelöst werden sondern durch deren Anzahl an Kopien.
        2.) Auch HDDs können ohne Vorankündigung spontan totalausfallen (der Controller einer hdd kann genauso draufgehen wie der einer ssd und das kann kein smart Wert voraussagen).
        Bei Magnetspeichern ist die Datenrettung im Controller-Ausfall ziemlich einfach und damit kostengünstig, teils sogar für Privatanwender durchfürbar. Bei SSDs ist sie ja nach Controller-Typ und Ablagealgorithmus sehr schwierig bis komplett unmöglich. Zudem könnten Festplatten ihre Daten in ausgeschaltetem Zustand nahezu unbegrenzt speichern, während SSDs regelmäßig über längere Zeit mit Strom versorgt werden müssen, um ihre langsam-flüchtigen Speicherzellen zu pflegen. Wer ein Laufwerk dagegen fünf Jahre in der Schublade liegen lässt, findet gegebenenfalls nur noch Datenmüll darauf vor. Für die Archivierung selten genutzter, aber wichtiger Daten (und sei es nur aus Sentimentalität) würde ich daher immer eine HDD vorziehen. Selbst wenn man sie im aktiven System mitlaufen lässt, haben sie je nach Mainboard einen Datensicherheitsvorteil durch Speicherplatz: Wenn ich alles auf ein-zwei Laufwerke bekomme, kann ich sie im zweier respektive vierer Verbund als RAID1 laufen lassen. Wenn ich stattdessen zwei beziehungsweise vier kleinere SSDs für einen Datensatz brauche, ist auch bei noch so niedrigen Preisen keine Redundanz möglich, wenn nicht vier respektive acht freie SATA-Ports habe. Und da wirds dann doch eng, vor allem in der neuen Generation.

        Das Dilemma der Festplattenhersteller: So denken nur wenige Endnutzer, vor allem nur wenige überhaupt genug technischen Einblick um so zu denken. Also kann man mit diesem Argument auch nicht verkaufen. Und der Zug bei der Performance ist längst abgefahren. Selbst wenn endlich mal jemand die Idee umsetzen würde, mehr als einen Schreib-Lesekopf parallel zu nutzen und so auf bis zu 3 GB/s, in Kombination mit den gezeigen Dual-Actuator-pro-Platter-Seite-Prototypen sogar 6 GB/s aufzurüsten, also für große Datenmengen mit SSDs gleichzuziehen, könnte er das nicht vermarkten: Es fehlt schlichtweg eine passende Anbindung für derart schnelle 3,5-Zoll-Laufwerke. Wie viele Endanwender nutzen schon U.2? Ich kenne genau einen.

        Die rückgehenden Absatzzahlen vier Quartale nach China und ein Jahr nach einer zwei Jahre währenden Boom-Phase von Streaming- und anderen Online-Angeboten führe ich aber dennoch auf andere Aspekte zurück als die technischen Eigenschaften von HDDs im Jahr 2023.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von KasenShlogga
        Einer HDD dessen Funktionalität von einem hochflüchtigen Gas im inneren abhängig ist kann ich einfach nicht vertrauen.
        Du hast aber kein Problem damit, Quantenmechanik auf Nanometerbasis auszunutzen bei Plattern, SSDs, Bildschirmen, CPUs, RAM, usw. - nur als Beispiel?
        Heliumplatten haben iirc sogar geringere Ausfallraten als luftgefüllte. Und die Legende von undichten Platten wo das ja so flüchtige Helium entweicht ist jetzt nach so vielen Jahren wos die Dinger gibt auch nie eingetreten.

        Es gibt faktisch überhaupt keinen Grund, der Heliumtechnik noch ablehnend entgegenzustehen außer dem eigenen Bias.

        Es gibt im normalen Alltag sehr viele technische Dinge die absolut selbstverständlich genutzt werden, die aber auf technisch gesehen viel wackeligeren Beinen stehen als Heliumfestplatten...
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