Festplatten: Glaskeramik-Scheiben sollen Kapazitäten steigern
Die Kapazitäten von 3,5-Zoll-Festplatten sollen künftig durch den Einsatz von Glassubstrat als Platter gesteigert werden. Die Glaskeramiken sind dünner, widerstandsfähiger und hitzeunempfindlicher. 2020 sollen sie bis zu 20 Terabyte große Laufwerke ermöglichen.
Festplatten wurden zwar mittlerweile als Systemplatte weitestgehend von SSDs abgelöst, aber wenn es um die Speicherung von größeren Mengen an Daten geht, sind sie nach wie vor die erste Wahl. Seit einiger Zeit stockt jedoch die Kapazitätssteigerung aufgrund der technischen Hürden. Mittlerweile werden Laufwerke mit Helium befüllt und Daten überlappend geschrieben.
Daher wird daran geforscht, wie man mehr Daten in die 3,5 Zoll großen Laufwerke bekommt. Um 20 Terabyte pro Laufwerk unterbringen zu können, soll künftig Glas und Keramik-Substrat eine entscheidende Rolle spielen. Das wird bereits bei 2,5-Zoll-Laufwerken eingesetzt und soll nun auf 3,5-Zoll-Laufwerke angewendet werden. Das Unternehmen Hoya vertreibt mittlerweile entsprechende Platter, die die bisherigen Aluminiumscheiben ersetzen sollen.
Hoyas Produkt soll eine höhere Steifigkeit bei geringerer Materialdicke besitzen, womit man mehr Platter im Gehäuse unterbringen kann. Die Höchstgrenze liegt mit klassischen Konfigurationen derzeit bei sechs bis sieben Platter. Mit Glassubstrat sollen 10 bis 12 Platter möglich werden, von denen jede Scheibe eine Dicke von 0,5 oder 0,381 Millimeter hat. Ändert sich die Datendichte pro Platter nicht, würde aus Western Digitals 12 Terabyte fassenden Laufwerks mit 8 Platter 15 oder 18 Terabyte beim Einsatz von 10 bzw. 12 Platter werden.
Weiterer Vorteil der Glaskeramik ist, dass sie bis Temperaturen bis 700 Grad Celsius aushält, womit sie sich für künftige Technologien wie Heat-Assisted Magnetic Recording (HAMR) eignen, wohingegen bei Aluminium bei rund 200 Grad Celsius das Ende erreicht ist. Außerdem brauchen dann die Köpfe mehr Platz, weshalb man von dünneren Scheiben profitiert. Unter HAMR soll die Datendichte pro Platter bis zum Fünffachen steigen. Solche Laufwerke werden für Anfang 2019 erwartet. 20 Terabyte fassende Laufwerke werden für 2020 erwartet.
Der Haken ist wie immer der Preis: Die Glaskeramik-Platter sind deutlich teurer als die herkömmlichen Aluminiumplatter. Bei bis zu 12 Platter pro Laufwerk wird sich das durchaus bemerkbar machen, auch wenn in Zukunft die Fertigungskosten sinken können.
Quelle: Nikkei via Computerbase

Das ist richtig, berücksichtigt aber eben wieder nur Verbände aus mehreren Platten. Für den einzelbetrieb im Desktop gilt das aber nicht mehr. Da ist man dann vielleicht an maximal ein datengrab gebunden (immer kleinere Gehäuse die teilweise kaum noch Platz für mehrere 3,5" Platten bieten, sowie minimale Anzahl Anschlüsse bei OEM PCs.
Unser Gerede ist ja eh für die Katz. Jetzt ist der Drops bereits gelutscht und sie werden nicht mehr großartig was ändern. Ich finde es immer schade, wenn man seine technischen Möglichkeiten nicht ausreizt, auch wenn es vielleicht ein paar Prozent weniger Gewinn bedeutet.
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Wenn man die HDDs günstig wählt, z.B. satt vier 8TB HDDs, sieben 4TB HDDs, die jeweils weniger als die Hälfte kosten, dann kommt man schon heute in den Genuß von sehr hohen sequentiellen Übertragungsraten und das mit aktueller Technik zu geringen Preisen. Zusätzlich ist das ganze sogar noch deutlich Ausfallsicherer als eine einzelne HDD.
Auch deshalb hätten Dual Aktor HDDs einen sehr schweren Stand, wer viel Speicherplatz benötigt, der obendrein noch billig und schnell sein soll, der macht es heute schon so.
Klingt ordentlich was du schreibst, aber da sehe ich auch schon, warum es hier so hakt. Dein jetziger post liest sich, als würdest du bei den Investitionskosten von denen für die gesamte Industrie sprechen und nicht nur von einem einzelnen Hersteller. Ich und wie ich es bisher verstanden habe, der andere Kollege auch, haben aber schon von jedem Hersteller für sich gesprochen. Das bei dieser Betrachtung ganz andere Summen herauskommen, ist verständlich.
Bei dem Absatz mit Raid, sehe ich aber nicht direkt einen Grund gegen ein DualAktor System. Durchaus verstehe ich aber deine Argumentation, ich bleibe aber dennoch der Meinung dass diese Entwicklung drin gewesen wäre und kein reines Verlustgeschäft.
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Wieviel Platz hab ich jetzt dafür gebraucht?
Die Aussage, dass du falsch liegst, hilft dir nicht weiter, ich muß dir schon sagen warum.
Wenn man die Investitionen betrachtet, dann muß die gesamte Produktpalette komplett neudesignt werden, das macht kein Praktikant zwischendurch. Alleine da landet man wohl bei einem 3 stelligen Millionenbetrag, dann müssen noch die Anlagen umgebaut werden, womit man wieder mit etwas ähnlichem rechnen kann und dann müssen noch Produktionsausfälle und Anlaufschwierigkeiten berücksichtigt werden. Da ganze noch mal 3 (mal 4 wenn HGST noch eigene Fertigungsanlagen besitzt) und schon ist man eben im Bereich der Milliarde(n)
Mit den PCIe SSD wird es wohl ähnlich sein, der Mehrpreis wird in den nächsten 2 Jahren wohl zunehmend verschwinden und die Hersteller zunehmend weniger Neuerscheinungen bringen, Samsung hat seine 850 Pro auch nicht abgelöst, die m.2 Laufwerke hingegen schon. Bis dahin gibt es wohl auch haufenweise USB 3.1 oder 3.2 Gehäuse für 10-20€. Dann werden SATA SSDs nurnoch gebraucht um alte PCs flott zu machen und irgendwann lohnt es sich eine PCIe SSD per Adapter SATA kompatibel zu machen. Dann ist SATA wohl nurnoch für HDDs (für die es gedacht und gemacht ist) und optische Laufwerke u.a. zuständig.