Festplatten: Daten können über Betriebsgeräusche ausgelesen werden
Israelischen Sicherheitsforschern der Ben-Gurion-Universität ist es gelungen, Daten von einer Festplatte durch deren Betriebsgeräusche auszulesen. Nötig ist dafür Schadcode, der die Bewegungen des Lese- und Schreibkopfes beeinflusst. Die Geräusche können anschließend beispielsweise über ein Smartphone ausgewertet werden.
Sogenannte Air-Gap-Systeme, die keine Verbindung zum World Wide Web oder anderen Netzwerken haben, stellen die Königsdisziplin für Hacker dar, wenn es um die Beschaffung von Daten geht. Eine mögliche Variante haben israelische Sicherheitsforscher der Ben-Gurion-Universität ausgearbeitet, welche die mechanisch bedingte Akustik von Festplatten ausnutzt.
Zum Auslesen und Beschreiben der Platter muss sich der Lese- und Schreibkopf bewegen. Die Forscher haben einen Schädling auf dem PC platziert, der beispielsweise nach Passwörtern sucht und bei einem Fund den Lese-/Schreibkopf so bewegt, dass er bestimmte Töne erzeugt. Zum Auswerten der Töne wurde eine Android-App geschrieben, die diese Geräusche auswertet und in Binär-Code umwandelt. Dazu reiche es aus, das Smartphone auf maximal zwei Meter entfernt an den PC zu legen.
Was in der Theorie ziemlich interessant klingt, ist in der Praxis allerdings kaum einsetzbar. Erst einmal muss der Schadcode auf den PC geschleust werden. Das ist beispielsweise über einen USB-Stick noch relativ einfach möglich. Zusätzlich braucht es aber eben noch eine Aufnahmequelle in der Nähe, an deren Daten man gelangen muss. Zudem ist die Methode nicht gerade schnell, da die Bewegungsgeschwindigkeit des HDD-Kopfes die Übertragung auf 180 Bit/s limitiert. Während leisere AAM-Festplatten (Automatic Acoustic Managment) noch entsprechend angegriffen werden können, ist eine solche Attacke auf SSDs wegen der fehlenden mechanischen Komponenten zwecklos.
Quelle: via heise.de

Ansonsten frage ich mich, ob das Sommerloch bei PCGH mittlerweile angekommen ist.
Die Meldung ist selbst in deutschen Medien schon mind. 10 Tage alt
Das Schnurren einer Festplatte verrat Geheimnisse |
heise Security
Nur so als dumme Idee, um einen Rechner, der nicht an Internet (oder u.U. an garkein Netz) angeschlossen ist, abzufragen:
- man infiziert das Handy eines Mitarbeites, der zugang zu so einem Rechner hat
- man hofft darauf, dass man auch noch den USB-Stick, mit dem er Daten mit dem PC austauscht, infizieren kann.
Beides geht u.U. gleichzeitig über den normalen Arbeitsplatz-PC des Mitarbeiters, der (wie so viele, die sich irgebdwo einen Verschlüsselungs-Trojaner eingefangen haben), einfach auf unbekannte Mail-Anhänge klickt.
- und schon hat man mit einmaliger Infektion ohne eigenen physikalischen Kontak die (unheimlich langsame, aber u.U. fortwährende) Möglichkeit, von diesem PC an Daten zu gelangen. Ohne jemals wieder direkten Kontakt zum Mitarbeiter oder dem Rechner haben zu müssen.
Genauso, wie für andere Air-Gap Methoden gibt mit Sicherheit auch für sowas eine Anwendung.
Wenn ich so an einen PC rankomme dass ich Schadcode installieren kann dann brauche ich die Daten nicht über die Akustik eines Laufwerks abzugreifen... da müssten die Umgebungsbedingungen schon sehr sehr speziell sein.
Über den Beeper vom Mainboard wäre auch ne Idee, oder vielleicht Spulenfiepen durch verändern der Spannung
schon wieder eine schlagzeile auf bild-niveau