Moderne HDDs im Extremtest: Welche Modelle sind die besten Dauerläufer?
Der US-amerikanische Betreiber einer Server-Cloud Backblaze hat in einem Blog-Beitrag umfassende Statistiken zu den Ausfallraten der verwendeten HDD-Festplatten veröffentlicht. Bis zum Jahreswechsel wurden genau 27.134 Laufwerke eingesetzt, die größtenteils von Seagate sowie Hitachi stammen. Ersterer hat dabei die größte Ausfallrate, wohingegen Letzterer die besten Ergebnisse erzielt.
Bereits im vergangenen November hat Backblaze allgemein gehaltene Informationen zur Langlebigkeit der verbauten Festplatten veröffentlicht, differenzierte dabei aber nicht zwischen den Herstellern. Nach vielfachem Wunsch und einigen Diskussionen zu den vermeintlich besten Herstellern haben die Cloud-Betreiber nun umfangreiche Statistiken zu den eigenen Erfahrungen online gestellt. Dabei muss wieder betont werden, dass das Unternehmen gewöhnliche Retail-Laufwerke einsetzt. Enterprise-Produkte hingegen seien für den spezifischen Einsatzweck aufgrund des deutlich höheren Preises nicht lukrativ genug.
Außerdem sind die Daten nur bedingt auf den Desktop-Bereich übertragbar, da sich die Anforderungen in der Server-Cloud teils deutlich unterscheiden. Die Laufwerke befinden sich dort im Dauerbetrieb und werden ständig beschrieben, wohingegen als Normalnutzer häufig von den Datenträgern gelesen wird. Nichtsdestotrotz bieten die Statistiken einen guten Vergleich zwischen den Anbietern, weshalb wir Ihnen diese nicht vorenthalten wollen.
Quelle: Backblaze
Backblaze-Statistiken: Ausfallraten innerhalb von 36 Monaten
Insgesamt zeigt man sich bei Backblaze von den Hitachi-Festplatten begeistert: "Wenn die Preise stimmten, würden wir ausschließlich Hitachi-Laufwerke kaufen. Sie sind grundsolide und haben eine bemerkenswert niedrige Ausfallsrate." Insgesamt 3,1 Prozent der 12.956 Modelle haben innerhalb von drei Jahren ihren Dienst quittiert. Der mittlerweile zum Mutterkonzern gewordene Hersteller Western Digital ist lediglich mit 2.838 Modellen vertreten, da dort die Preise zumeist höher ausfallen. Vor allem die 3-TByte-HDD aus der Red-Serie wird hochgelobt, welche eigentlich für NAS-Systeme beworben wird und den Übergang zwischen Consumer- und Enterprise-Markt darstellt.
5,2 Prozent schaffen es nicht über die ersten drei Jahre hinweg, der Großteil davon fällt in der Anfangszeit aus. Seagates Datenträger haben mit einer "Überlebensrate" von durchschnittlich 73,5 Prozent in den ersten 36 Monaten das schlechteste Ergebnis, wobei vor allem die Barracuda Green mit 1,5 TByte den Durchschnitt nach unten zieht. Die sonstige jährliche Ausfallrate liegt bei knapp 10 Prozent, wobei vor allem die günstigen Preise überzeugen - Backblaze findet hier das Gesamtpaket zufriedenstellend.
Zusätzlich wird noch eine "Trouble-Time" angegeben, also die Zeit, in der die Festplatten durch Probleme vorrübergehend nicht funktionsfähig, aber grundsätzlich nicht defekt sind. Hitachi kommt dabei auf durchschnittlich 0.01 Prozent der gesamten Laufzeit, Western Digital und Seagate auf 0,17 respektive 0,28 Prozent. Schlussendlich sind die Cloud-Betreiber ebenso wie wir gespannt, wie sich Hitachis Übernahme durch WD auf die Produkte beider Sparten auswirken wird.
Quelle: Backblaze


jaein
die 4TB sind noch recht niedrig von der ausfallrate warum ???
weil sie evtl noch nicht viele drin haben
faktor langzeit test
stückzahlen usw usw
Aber sonst ist mir noch nie eine HDD abgeraucht o.ä., toi toi toi!
Hab 2x4TB, 2x3TB und 1x1TB von WesternDigital im PC. Keine Probleme. Meine alten Raptor Festplatten von WD liefen auch bestens!
Mir ist noch nie eine WD kaputt gegangen. Meine externe Caviar Green ist jetzt bei 36.500 Stunden und läuft wie am ersten Tag. Genau wie meine interne, aber die hat noch nich ganz so viele Stunden hinter sich. Habe auch eine Seagate Baracuda drin, aber da lässt sich nach 7.000 Stunden noch nicht wirklich ein Fazit draus ziehen.