Virtueller Saisonstart der Formel 1 mit Massencrash

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Virtueller Saisonstart der Formel 1 mit Massencrash (1)
Quelle: Codemasters

Aufgrund der Coronakrise ist die Formel-1-Saison erstmal nur virtuell mit dem offiziellen Spiel F1 2019 von Codemasters gestartet. Das Eröffnungsrennen in Bahrain bot jede Menge Action.

Das Coronavirus sorgt derzeit dafür, dass das öffentliche Leben und viele Sportarten deutlich eingeschränkt werden. So fährt aktuell kein einziger Formel-1-Rennwagen. Die Saison ist dennoch gestartet, wenn auch nur virtuell. Einige aktive Formel-1-Rennfahrer wie Mclarens Lando Norris sowie andere professionelle Rennfahrer wie Philipp Eng (DTM-Fahrer und BMW-Werksfahrer) oder Niko Hülkenberg haben letzten Sonntag ein Formel-1-Rennen am PC ausgetragen.

Gefahren wurde mit dem offiziellen Spiel von Codemasters auf der Rennstrecke von Bahrain. Für die Zuschauer im Internet-Stream gab es jede Menge Action. Bereits am Rennstart ereignete sich eine Kollision mit mehreren Boliden. Immer wieder gab es Unfälle, die meistens von Amateurpiloten verursacht wurden. Das Rennen verfolgten mehr als 300.000 Zuschauer auf Youtube sowie auf dem Twitch-Kanal von Lando Norris. Die Aufzeichnung selbst zählt bereits mehr als 1,5 Millionen Aufrufe.

Wie Mclarens Lando Norris zu Landobot wurde

Ursprünglich war geplant, das Rennen über 28 Runden laufen zu lassen. Allerdings kürzte die Rennleitung dann die Veranstaltung auf nur 14 Runden. Neben professionellen Rennfahrern waren auch Amateure unterwegs, wie etwa der Sänger Liam Payne. Er wusste nicht, dass F1-Boliden mehr als sechs Gänge haben, war somit sehr langsam unterwegs und wurde folgerichtig letzter. Einen Tag wie eine Achterbahnfahrt erwischte der Mclaren-Pilot Lando Norris. Erst hatte er wegen technischer Probleme das Qualifying verpasst, dann musste er auch aufgrund von Verbindungsproblemen die ersten zehn Runden des Rennens zuschauen, während die KI für ihn fuhr. Als er dann endlich selbst ans Steuer konnte, zeigte er jedoch sein Können. Vom letzten Platz kämpfte sich Norris auf Platz sechs vor. Von den Zuschauern wurde so aus Lando Norris der Landobot. Das Rennen gewonnen hat der chinesische Formel-2-Fahrer Guanyu Zhuo, der in Diensten von Renault gefahren ist. Hinter ihm komplettierten Stoffel Vandoorne für das Mercedes-AMG-Team und Philipp Eng für Red Bull Racing das Podium. Schließlich wollten oder konnten sich nicht alle realen Formel-1-Fahrer auch virtuell hinters Volant steigen. Künftig soll es noch weitere virtuelle F1-Rennen als Ersatz für die echte WM geben, die irgendwann später in diesem Kalenderjahr starten wird.

Das britische Entwicklerstudio darf bis einschließlich 2025 neue Formel-1-Videospiele auf den Markt bringen. Zudem hat sich Codemasters eine Option bis 2027 zusichern lassen. Generell sind die F1-Videospiele des Hauses eher als Hybrid zwischen Arcade-Racer und Simulation angesiedelt, um eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen zu können. Codemasters selbst hat sich aber jüngst die Dienste von Slightly Mad Studios gesichert, sodass es künftig auch realistischere Auto-Rennsimulationen im Stile von Project Cars geben wird.

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Ebenfalls lesenswert: Codemasters übernimmt Entwickler von Project Cars

Fakten zum virtuellen Saisonstart der Formel 1:

  • Am Sonntag, den 22. März startete die Formel 1 in ihre neue Saison. Allerdings nur mit einem virtuellen Rennen, da der Start mit echten Rennwagen wegen der Coronakrise erst später in diesem Jahr erfolgen kann.
  • Neben F1-Rennfahrern wie Lando Norris waren auch Amateure am Start. Die Zuschaer an den Bildschirmen sahen jede Menge Action.
  • Immer wieder gab es Unfälle und der Mclaren-Fahrer Lando Norris zeigte eine Aufholjagd vom letzten Platz aus.
  • Gefahren wird mit dem offiziellen Videospiel zur Motorsport-Serie von Codemasters.

Quelle: Youtube

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von e_r_n_i_e
        Wenn man sämtliche Fahrhilfen zuläßt und den Schaden deaktiviert,
        Bis mir dies klar geworden ist, habe ich vorhin auf ORF mal beim 2. Rennen zugeschaut. Das einzig interessante war der Co-Kommentar von Philipp Eng.

        Zitat von Iconoclast
        Das wurde moderiert wie ein richtiges Rennen, eben weil man auch die gleichen Moderatoren genommen hat.
        Und vermutlich haben sie auch die gleiche Bildregie genommen und nicht eine unfähige Bildregie, die erst mitten im Start auf das simulierte Live-Bild umschaltet und seblst die Kommentatoren keine Infos liefert.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von e_r_n_i_e
        Wenn man sämtliche Fahrhilfen zuläßt und den Schaden deaktiviert,
        Bis mir dies klar geworden ist, habe ich vorhin auf ORF mal beim 2. Rennen zugeschaut. Das einzig interessante war der Co-Kommentar von Philipp Eng.

        Zitat von Iconoclast
        Das wurde moderiert wie ein richtiges Rennen, eben weil man auch die gleichen Moderatoren genommen hat.
        Und vermutlich haben sie auch die gleiche Bildregie genommen und nicht eine unfähige Bildregie, die erst mitten im Start auf das simulierte Live-Bild umschaltet und seblst die Kommentatoren keine Infos liefert.
      • Von onlygaming BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von e_r_n_i_e
        Wie man's richtig macht, hat man bei anderen Rennserien wie Nascar, IMSA oder VLN gesehen, die ebenfalls kürzlich ihre Rennen ins Virtuelle verlegt hatten.

        Wer sich davon mal ein Bild machen möchte:
        IMSA -> YouTube
        VLN -> YouTube
        Nascar -> YouTube

        So müssen dann virtuelle Rennen aussehen. Nicht wie das, was uns die F1 da gezeigt hat.
        Am kommenden WE fährt dann die Indycar ebenfalls virtuell. Ich denke, man muss nicht hellsehen, dass auch dieses Event in allen Belangen besser sein wird, als das F1-Event.
        Besser kann man es nicht zusammenfassen. Und bei allen dreien handelt es sich um iRacing. Alleine der Netcode ist komplett für die Tonne. (Leider)

        Verstappen-Ersatz bei virtuellem Grand Prix: So kam Eng zum Red-Bull-Job

        Eng fasst das ganze auch gut zusammen.
      • Von Iconoclast Volt-Modder(in)
        Gerade Nascar hat das mit Jeff Gordon als Kommentator mega hinbekommen. Das wurde moderiert wie ein richtiges Rennen, eben weil man auch die gleichen Moderatoren genommen hat. F1 ist hier der reinste Kindergarten.
      • Von e_r_n_i_e PC-Selbstbauer(in)
        Das Event war keine gute Werbung für die F1. Aber kein Wunder, wenn man wegen der Lizenz auf Codemasters F1 2019 setzen muss. Das ist für solche Online-Events einfach nicht geeignet. Der Netcode ist schlecht und es gab dazu noch massive technische Probleme, wodurch man sogar die Renndistanz auf 25% kürzen musste. Zudem sind während dem Rennen Fahrer rausgeflogen sind und die KI hat dann übernommen. Fahrer wie Max Verstappen hatten, wohlwissend um das verwendete F1 2019, vorher dankend abgelehnt, dieses Rennen mitzufahren.

        Da hat man versucht es mit Moderation, Kommentatoren und sogar Fahrer-Interviews professionell aufzuziehen, und scheitert bei der eigentlichen Präsentation des Rennens kläglich. Wenn man sämtliche Fahrhilfen zuläßt und den Schaden deaktiviert, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die Fahrer sich auf der Strecke benehmen wie die Axt im Walde. Denn Unfälle und "Feindkontakte" haben keine Konsquenzen. Vielleicht hätte man vorher mal per Briefing an die Fahrer appellieren sollen, dass man sich doch ein bisschen zusammenreißt, wenn das schon von der F1 so offiziell und werbewirksam aufgezogen wird.

        Wie man's richtig macht, hat man bei anderen Rennserien wie Nascar, IMSA oder VLN gesehen, die ebenfalls kürzlich ihre Rennen ins Virtuelle verlegt hatten.

        Wer sich davon mal ein Bild machen möchte:
        IMSA -> YouTube
        VLN -> YouTube
        Nascar -> YouTube

        So müssen dann virtuelle Rennen aussehen. Nicht wie das, was uns die F1 da gezeigt hat.
        Am kommenden WE fährt dann die Indycar ebenfalls virtuell. Ich denke, man muss nicht hellsehen, dass auch dieses Event in allen Belangen besser sein wird, als das F1-Event.
      • Von Amigo Volt-Modder(in)
        Zitat
        Neben professionellen Rennfahrern waren auch Amateure unterwegs, wie etwa der Sänger Liam Payne. Er wusste nicht, dass F1-Boliden mehr als sechs Gänge haben, war somit sehr langsam unterwegs und wurde folgerichtig letzter.
        Nö oder?

        Allgemein denke ich, dass Simracing und eSport noch stark wachsen werden. Es passiert ja immer mehr in der Richtung!

        Alleine das Angebot an Peripherie wird stetig größer und qualitativ auch immer besser, was den Einstieg erleichtert.
        Ist super entspannt nach Feierabend ein paar Runden zu drehen...
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