Exodus mitten in der Entwicklung verlassen: Ehemaliger Bioware Lead-Designer tritt aus eigenem Studio zurück

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Exodus mitten in der Entwicklung verlassen: Ehemaliger Bioware Lead-Designer tritt aus eigenem Studio zurück
Quelle: Archetype Entertainment

James Ohlen lässt Archetype Entertainment zurück, bevor sein Studio überhaupt seinen ersten Titel veröffentlicht. Im Interview verrät er, warum.

Etwas traurig klingt es schon: James Ohlen, ein Urgestein der Videospielindustrie, trennt sich von seiner Position als Studiochef von Archetype Entertainment, einer Firma, die er mitgegründet hat. Aber im Interview mit PC Gamer wirkt Ohlen erleichtert und gibt einen Einblick in seine Beweggründe.

Bye Bye-oware

Dabei ist sein letzter Ausstieg aus der Branche noch gar nicht so lange her: 2018 verließ der damalige Lead-Designer von Baldurs Gate 1 und 2 schon die EA-Tochterfirma Bioware. Für Ohlen gab es in der Entwicklungszeit der RPGs wenig Leben außerhalb der Arbeit, und doch behauptet er: "Das war das letzte Mal, als ich meinen Job geliebt habe."

Für ihn wurde seine Zeit bei Bioware erst dann bedrückend, als ihm von EA den Riegel für einen Reboot des MMORPGs Star Wars: The Old Republic vorgeschoben wurde. Schluss war dann endgültig, als er sich bei der Betreuung ebenjenes Spiels nur noch wie eine "gut bezahlte, komplett nutzlose Person" fühlte.

Exodus von Exodus

Archetype Entertainment ist eine verhältnismäßig junge Firma in der Videospielbranche. Seit seiner Gründung 2019 arbeitet das Studio an seinem ersten Titel Exodus, einem Sci-Fi-RPG das 2027 veröffentlicht werden soll. Und ebenjenen Titel lässt Ohlen nun zurück.

"Es hat mich beinahe umgebracht", beteuert Ohlen. Es machte ihm besonders zu schaffen, dass er neben seiner Funktion als Firmenchef auch noch die Rolle des Creative Lead von Exodus ausübte. Er erklärt, wieso ihm diese Zwiespältigkeit auf Geist und Körper schlug:

"Als Kreativer ist dir alles so wichtig und dann als Studiokopf musst du das Kind dauernd zerstückeln und Leute greifen ständig deine Vision an. Ich würde mich selbst sicher nicht wieder in diese Situation bringen: Das ist kein gesunder Zustand."

Ganz fernhalten kann sich Ohlen allerdings auch in naher Zukunft nicht von Spielen. Mit seiner Tabletop-Firma Arcanum Worlds beteiligt sich der Gaming-Veteran fleißig weiter daran, fiktive Welten zum Leben zu erwecken.

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Quellen: PC Gamer, X

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        So macht Arbeit ja auch keinen Spaß. Ist nachvollziehbar, dass er da die Reißleine zieht. Das Spiel bleibt auf der Wunschliste, mal guggen was das Team da fertig zaubern wird.
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        So macht Arbeit ja auch keinen Spaß. Ist nachvollziehbar, dass er da die Reißleine zieht. Das Spiel bleibt auf der Wunschliste, mal guggen was das Team da fertig zaubern wird.
      • Von ssj3rd Software-Overclocker(in)
        Ich glaube er ist einfach fertig mit der Welt und hat einfach nichts mehr zu bieten.
      • Von Raffnek30000 Software-Overclocker(in)
        wer kreativ arbeitet braucht eigentlich ruhe und entspannung. es geht ja darum ideen zu sammeln. das funktioniert nicht wirklich unter stress, unter stress ballert man einfach ideen raus die man von früher hatte oder die man irgendwo findet. aber echte eigene ideen durchdenken braucht ruhe. das ist der grund warum ich keinen roman schreibe ^^
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Beruflicher Stress kann vieles killen, besonders die Kreativität. Vielleicht war er schon seid Bioware ausgebrannt und hätte den Weg als Studioboss bei Exodus nicht mehr antreten sollen. Allerdings wird er hier nicht alles gesagt haben.
      • Von XD-User Volt-Modder(in)
        Das Spiel kommt zumindest auch auf die Wunschliste, mit oder ohne ihn
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