Alltagstest: Wie gut eignen sich Gaming-Maus & -Tastatur im Homeoffice-Alltag?
Es gibt unzählige Eingabegeräte für PC-Spieler, doch wie gut lässt sich eine Gaming-Maus und -Tastatur auch zum Arbeiten benutzen? Um das herauszufinden haben wir in den letzten Monaten den Test mit einer Razer Deathadder V2 Pro und einer Razer Blackwidow V3 Pro gemacht.
Auf dieser Seite
- 1 Razer Deathadder V2 Pro: Ergonomie
- 2 Razer Deathadder V2 Pro: Akkulaufzeit
- 3 Razer Deathadder V2 Pro: Kein 4-Wege-Mausrad aber ausreichend programmierbare Tasten
- 4 Razer Blackwidow V3 Pro: Tastatur mit wuchtigem Erscheinungsbild
- 5 Razer Blackwidow V3 Pro: Angenehmes Tipp-Gefühl
- 6 Blackwidow-Familie
- 7 Fazit
Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind für viele Menschen die eigenen vier Wände zum zweiten Büro geworden. So verwundert es kaum, dass immer mehr Personen auf eine angenehme Arbeitsatmosphäre Wert legen und daher versuchen, sich ihren zweiten Arbeitsplatz so gemütlich, wie möglich einzurichten. Wir haben uns die Frage gestellt, wie gut sich Gaming-Peripherie für tägliche Arbeit eignet.
Razer Deathadder V2 Pro: Ergonomie
In Zeiten der Coronavirus-Pandemie könnte man PC-Zubehör zu Hause nicht nur fürs Spielen, sondern auch für die tägliche Arbeit nutzen, so die Idee. Die Razer Deathadder V2 Pro zeigt, dass diese beiden gegensätzlichen Welten keinen Widerspruch darstellen, wenn man denn aufs richtige Werkzeug setzt. So überzeugt vor allem die Ergonomie, die sowohl für den Claw- als auch Palm-Grip optimiert ist. Gerade bei letzterem Griffstil, vor allem bei Nutzern mit großen Händen, sorgt die Rechtshändermaus für eine angenehme Handhaltung, bei der alle Finger die Maus umschließen.
Wer kleinere Hände besitzt, für den offeriert Razer eine bei den Gehäusemaßen geschrumpfte Mini-Version der Deathadder V2. Die Seiten der Razer-Maus sind mit einer geriffelten Oberfläche versehen, die einen wunderbaren Halt ermöglicht. Zudem ist der Nager mit rund 90 Gramm für einen drahtlosen Vertreter sehr leicht und kann in der mitgelieferten Tragetasche transportiert werden. Die RGB-Beleuchtung kann mittels Razers Synapse angepasst und mit anderen Chroma-Geräten synchronisiert werden. Ohne die Installation der Synapse-Software und einer dortigen Registrierung als Gast oder Nutzer geht dagegen nichts.
Quelle: PCGH
Razer Deathadder Pro V2 Lieferumfang
Quelle: Razer
Optionale Ladeschale der Razer Deathadder V2 Pro
Quelle: Razer
Frontansicht der Razer Deathadder V2 Pro
Quelle: Razer
Razer Blackwidow V3 Pro mit Drehregler
Leider wird nur das Razer-Logo beleuchtet, sodass man während der Nutzung der Maus das Farbenspiel nur selten zu Gesicht bekommt. Hier könnte man nachdenken, ob man eventuell eine Beleuchtung der Unterseite - im Stile von Tuning-Autos - anbietet, damit man auch während der Bedienung der Maus die Farben sehen kann. Das würde womöglich auch den Stromverbrauch erhöhen, was bei drahtlosen Geräten mit internem Akku sicher nicht wünschenswert ist. Die von uns getestete Pro-Version bietet nämlich die Option, neben dem Betrieb mit einem USB-Kabel, die Maus auch drahtlos zu verwenden. Hier zeigen sich durchaus Unterschiede.
Razer Deathadder V2 Pro: Akkulaufzeit
Via Bluetooth und mit eingeschalteter Chroma-RGB-Beleuchtung beträgt die Akkulaufzeit knapp 105 Stunden. Falls man den 2,4-GHz-Funk-Empfänger mit Razers Hyperspeed-Übertragungstechnik nutzt, halbiert sich die Laufzeit. Das Aufladen über ein USB-Kabel gelingt dagegen in unter zwei Stunden. Löblich ist, dass das mitgelieferte Kabel über eine Stoffummantelung verfügt, die einerseits einen Schutz vor einem Kabelbruch bietet und andererseits flexibel genug für die Bedienung der Maus während des Ladevorgangs ist. Leider wird die Verbindung via Micro-USB auf USB-A hergestellt. Hier wäre anno 2021 ein Wechsel hin zu USB-C wünschenswert, da mittlerweile an viele Hauptplatinen ein oder mehrere USB-C-3.1-Anschlüsse zu finden sind.
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Razer Gaming Software: Maus-Stromversorgung
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Razer Gaming Software: Maus-Tastenbelegung
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Razer Gaming Software: Chroma-Studio-RGB-Beleuchtung
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Razer Gaming Software: Maus-Empfindlichkeit
Alternativ gibt es eine Ladestation von Razer. Hier wird jedoch nicht auf einen gängigen Standard wie etwa Qi gesetzt, sondern man muss mit einer proprietären Ladelösung vorliebnehmen. Im Alltag zeigt sich, dass die Razer Deathadder V2 Pro mehr Strom braucht als eine klassische drahtlose Büro-Maus à la Logitech MX Master, die schon mal gut 30 Arbeitstage mit einer Akkuladung durchhält, dafür jedoch auf einen leistungsschwächeren Sensor setzt im Vergleich zu der Razer Deathadder V2 Pro (Sensor Logitech MX Master: 1.000 Dpi vs. Sensor Deathadder V2 Pro: 20.000).
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Razer Gaming Software: Startseite
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Razer Gaming Software: Maus-RGB-Beleuchtung
Quelle: PCGH
Razer Gaming Software
Razer Deathadder V2 Pro: Kein 4-Wege-Mausrad aber ausreichend programmierbare Tasten
Das Mausrad besitzt eine geriffelte und gummierte Oberfläche, die ein Abrutschen verhindert. Es ist allerdings kein 4-Wege-Mausrad, sondern kann lediglich einfach geklickt werden und vor- sowie zurückbewegt werden. Manche Büro-Mäuse, wie etwa die kabellose Logitech MX Master, besitzen dagegen ein 4-Wege-Mausrad, das auch gekippt, sprich nach rechts und links bewegt werden kann. Das erleichtert beispielsweise das Umschalten zwischen verschiedenen Tabs im Browser oder das Blättern in Tabellenkalkulationsprogrammen wie Microsoft Excel.
Zurück zur Razer Deathadder V2 Pro. Der Druckpunkt der acht programmierbaren Tasten ist knackig und direkt, sodass man präzise klicken kann. Das liegt daran, dass Razer bei der Deathadder V2 Pro auf optische Schalter für die Haupttasten setzt. Beim hybriden Einsatz für Büroarbeiten und gelegentliches Spielen genügen die vier Extratasten, zumal sich deren Zahl durch die Hypershift-Funktion verdoppeln lässt. So können diese beispielsweise nicht nur mit der Dpi-Umschaltung oder Makros belegen, sondern auch eine Taste wählen, mit der Sie durch die fünf abspeicherbare Profile wechseln können. So kann man etwa Funktionen, die eigentlich durch das seitliche Kippen des 4-Wege-Mausrads einer Büro-Maus möglich sind, auch über die Seitentasten der Razer Gaming-Maus steuern.
Mit dem verbauten optischen Focus-Plus-Sensor (Pixart PMW 3399) ist es problemlos möglich, eine sehr niedrige Dpi-Zahl von mindestens 100 Dpi für die tägliche Büroarbeit einzustellen und nach Feierabend einen Gang höher zu schalten, um für PC-Spiele mit einer hohen Abtastrate von bis zu 20.000 Dpi zocken zu können. Letztlich eignet sich die Razer Deathadder V2 Pro sowohl im Homeoffice als auch zum PC-Spielen.
Razer Blackwidow V3 Pro: Tastatur mit wuchtigem Erscheinungsbild
Der Kollege Frank Stöwer hat die kabellose Tastatur Razer Black Widow V3 Pro bereits getestet, nun bin ich an der Reihe. Die Gaming-Tastatur ist mit Razer Mechanical Switches bestückt, die es wahlweise als haptisch/akustisch taktile Variante (grüne Farbe des Stempels) oder als lineare und leicht gedämmte Tastenschalter gibt. Dabei macht sich der Razer Green Switch am Auslösepunkt fühlbar (haptisch) und hörbar mit einem Klickgeräusch bemerkbar, während das lineare gelbe Modell deutlich leiser zu Werke geht. Neben den Standard-Tasten gibt es auch ein Multifunktionsdrehrad und vier Media-Tasten. Die Tastatur kann entweder via Bluetooth oder mittels 2,4-GHz-Nano-Empfänger kabellos genutzt werden. Alternativ lässt sich die Blackwidow V3 Pro mit einem USB-C-auf-USB-A-Kabel direkt mit dem PC verbinden.
Quelle: Razer
Grüner, taktiler (hörbarer) Schalter der Razer-Tastatur
Quelle: Razer
Gelber, linearer (leiser) Schalter der Razer-Tastatur
Nachdem Auspacken fällt zunächst die hochwertige Verarbeitungsqualität auf. Hier hat man es mit einem stabilen Schreibbrett zu tun. Mittels Schalter auf der rechten Gehäuseseite wechselt man zwischen den verschiedenen Verbindungsmodi. Gerade im Homeoffice-Einsatz ist diese Funktion recht praktisch, da man somit beispielsweise verschiedene PCs mit Bluetooth-Dongle oder -Modul mit einer Tastatur steuern kann, ohne umstöpseln zu müssen. Razer legt bei der Black Widow V3 Pro Wert auf hochwertige Materialien. So befindet sich eine gepolsterte Handballenauflage mit weichem Kunstlederbezug im Lieferumfang und das Gehäuse der Tastatur besteht aus Aluminium. Die Double-Shot-Tastenkappen werden aus zwei Schichten Kunststoff hergestellt, die im Spritzgussverfahren zusammengefügt und nicht nur mit dem Symbol bedruckt werden. So hält die Beschriftung der Tasten länger.
Quelle: Razer
Verpackung der Razer Blackwidow V3 Pro (1)
Quelle: Razer
Verpackung der Razer Blackwidow V3 Pro (2)
Quelle: Razer
Drahtlose Razer Blackwidow V3 Pro
Razer Blackwidow V3 Pro: Angenehmes Tipp-Gefühl
Gewöhnungsbedürftig sind die frei stehenden Tasten. So steigt die Gefahr, dass sich Staub und Dreck auf der Tastatur sammelt. Im Gegenzug fällt die Reinigung leichter, da alle Tasten frei zugänglich sind und man - wie üblich bei mechanischen Tastaturen - die Kappen jeder Taste abnehmen kann, um leichter reinigen zu können.
Das Tipp-Gefühl der Blackwidow V3 Pro - wir schreiben auf der Variante mit Razer Green Switches - ist trotz der Geräuschkulisse angenehm. Praktisch für den Einsatz im Homeoffice ist der Drehregler, den man beispielsweise für die Steuerung der Lautstärke verwenden kann. Ergänzend sind noch vier Medientasten am Chassis angebracht, um Audio-Inhalte zu stoppen, zu überspringen, abzuspielen oder zurückzuspulen. Ein nettes Gimmick ist auch hier die RGB-Beleuchtung der einzelnen Tasten, die sich via Razer Chroma individuell anpassen lässt. Auf Wunsch kann man die Beleuchtung auch komplett abschalten. Letzteres geht auch per Tastenkombination, während für das Ändern der bunten Lichttricks zwingend die Synapse-Software installiert sein muss.
Blackwidow-Familie
Die Razer Blackwidow V3 Pro hat eine UVP von 250 Euro. Wer möchte, bekommt die aktuelle Variante der Blackwidow-Familie auch als Tenkeyless-Version für rund 110 Euro. Falls man darauf verzichten kann, die Tastatur drahtlos mit mehreren Endgeräten verbinden zu können, kann man auch die Razer Blackwidow V3 ohne den Zusatz Pro kaufen. Hierbei erhält man die dritte Iteration der Baureihe in einer kabelgebundenen Fassung für knapp 150 Euro. Zudem ist seit Kurzem eine Mini-Version der Razer Blackwidow V3 im Handel verfügbar.
Fazit
Die Razer Deathadder V2 Pro und die Blackwidow V3 Pro mussten sich in den letzten Monaten inmitten der Coronavirus-Pandemie für den Einsatz im Homeoffice beweisen. Eigentlich ist sowohl die Maus als auch die Tastatur fürs Gaming entworfen worden, doch auch im Arbeitsalltag schlagen sich beide Eingabegeräte hervorragend. Der Vorteil ist, dass man sich direkt nach getaner Arbeit ins Spiel stürzen kann, ohne noch mal andere Eingabegeräte hervorholen zu müssen. Für den kabellosen Einsatz im Büro sollte man aber auf die Bluetooth-Technik anstatt auf Funk setzen, um etwas längere Akkulaufzeiten zu bekommen, da hier die geringere Latenz der Funk-Technologie keine ausschlaggebende Rolle spielt.
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Die Funkionen bleiben doch genau die gleichen. Meine Tastatur zerspringt ja auch nicht plötzlich, wenn ich da in einem Spiel mal was in den Chat schreibe oder meine Maus versehentlich über eine Excel Tabelle gezogen wird.
Ich verstehe den Sinn des Artikels nicht
Ich bin da ganz auf deiner Seite und ich habe leider das Gefühl, dass solche Artikel hier landen, weil es einfach zu wenige Neuigkeiten gibt, für die man eigentlich auf diese Seite kommt. Sehr schade.
Viel Gaming Eingebageräte sind aber sehr gut auch zum arbeiten geeignet und häufig auch günstiger als vergleichbare office Produkte. Hatte mal nach einer CAD Maus geguckt wo man an der Seite extra Tasten hat zum frei belegen und da kostet eine mal eben 300€. Eine MMO Maus hat mehr Tasten, mehrere Profile, teilweise wechseln die Profile sogar automatisch je nach Programm und kostet um die 100€.
Zudem gibt es bei Gamingmäusen meist ne Software dazu, bei Officemäusen eher selten.
Im Prinzip kann ne Officemaus nichts besser als ne Gamingmaus und bei Tastaturen sieht es nicht wirklich anders aus.
Grosser Unterschied ist meist einfach der Preis.
Ein Officebundle gibts schon ab ~10€.
Generell gilt für mich aber: Ganz egal, ob jetzt Office oder Gaming dran steht, wenn man danach aussucht, dass die Maus/tastatur die gewünschten Funktionstasten und eventuell noch eine Software zur Konfiguration dabei ist, kann die Peripherie von mir aus auch als "extra für Kinder entwickelt" deklariert sein. Diese Bezeichnungen sind nichts weiter als genau das, Namen für irgendetwas und sagen nicht undbedingt etwas über deren Qualität aus.
Zudem gibt es bei Gamingmäusen meist ne Software dazu, bei Officemäusen eher selten.
Im Prinzip kann ne Officemaus nichts besser als ne Gamingmaus und bei Tastaturen sieht es nicht wirklich anders aus.
Grosser Unterschied ist meist einfach der Preis.
Ein Officebundle gibts schon ab ~10€.
Hier hat einfach interessiert, ob das, was z. B. diese Logitech-Office-Maus kann, nicht auch eine ähnlich teure Gaming-Maus kann.