Spielen im Auto: Lenkrad und Pedale können Gaming-kompatibel gemacht werden
Der Youtube-Kanal mryeester zeigt auf Youtube, wie man ein Auto verwenden kann, um damit Rennspiele zu steuern. Möglich wird das durch den Diagnoseport. Dieser verrät die Positionen der Pedale und des Lenkrads.
Für Rennspiel-Liebhaber gibt es längst aufwendige und kostspielige Setups, um die eigene Gaming-Höhle weitgehend in ein Fahrzeugcockpit zu verwandeln. Wer selbst ein Auto besitzt, kann sich die Anschaffung aber theoretisch auch sparen - denn die Eingabeelemente dort werden ohnehin überwacht. Dass man sie auslesen und für Rennspiele verwenden kann, hat der Youtube-Kanal mryeester jüngst auf Youtube demonstriert.
Spielen im Auto
In seinem Video, das als Kurz- und Langfassung veröffentlicht wurde, stellt er das Konzept vor. Demnach nutzt er den OBD2-Anschluss, der eigentliche zur Fahrzeugdiagnostik vorgesehen ist, um an die Positionen der Pedale und des Lenkrads zu gelangen. Mit einem entsprechenden Lesegerät können diese Daten per USB an ein Notebook übertragen werden, wo das Python-Paket pyserial die Auswertung übernimmt. Werden die ausgelesenen Werte anschließend in Tastatureingaben übersetzt, lassen sich so Rennspiele steuern.
In der Langfassung des Videos von mryeester ist kurz zu sehen, wie er einen Ableger der "Need for Speed"-Reihe spielt, indem er das Bild mit einem Beamer außerhalb der Windschutzscheibe auf eine Wand projiziert. Das Gas- und Bremspedal sowie das Lenkrad werden dabei offenbar in ausreichender Qualität ausgelesen und an das Spiel übermittelt. Und das Gute ist: OBD2 ist bei Fahrzeugen in der EU längst Pflicht. Benziner müssen seit 2001, Diesel-Fahrzeuge seit 2003 und LKWs seit 2005 über einen entsprechenden Anschluss verfügen. Der Aufbau dürfte also auch mit vielen anderen Fahrzeugen funktionieren - nicht nur mit dem Honda CR-V von mryeester.
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Gleichzeitig ist die Bordelektronik offenbar nicht immer bereit, alle Sensordaten einfach preiszugeben. Vor allem beim Lenkrad muss man mitunter tiefer graben, damit das System die gewünschten Daten liefert. Zudem muss natürlich noch ein Computer zum Abspielen und ein Bildschirm oder Beamer ins Auto gebracht werden. Wirklich lohnen dürfte sich der Aufwand also wohl kaum. Ein cooles Bastelprojekt für ein möglichst authentisches Fahrgefühl ist das von mryeester umgesetzte Projekt aber auf jeden Fall.
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Quelle: mryeester (Youtube) via Tom's Hardware

Nur die Anschaffungs- und Unterhaltskosten sind nicht zu vernachlässigen.