Rennsitz für Spieler im Eigenbau: Grandioses Leserprojekt
4.500 Euro für einen Rennsitz ausgeben? Kommt nicht infrage. Das zumindest dachte sich PCGH-Leser Ralf und baute sich kurzerhand zwei Rennsitze selbst. Ein Hintergrundbericht.
Wer gerne und viel Rennsimulationen wie GTR2 oder Need for Speed Shift fährt, für den ist ein Rennsitz so etwas wie ein heiliger Gral. Aber was tun, wenn Rennsitze wie die D-Box GPH-120 schlanke 4.000 Euro aufwärts kosten? Richtig, Blaumann raus und angepackt.
PCGH-Leser Ralf hat die notwendigen handwerklichen Vorkenntnisse, um seine Rennsitz-Projekte auch selbst durchzuziehen. Beim ersten Projekt, einem roten Renner, hat er sich nach eigenem Bekunden nicht so viel Mühe gegeben; die Verarbeitung ist noch nicht optimal. Beim Renner in Schwarz war das schon anders, Ralf hat sich hier wesentlich mehr ins Zeug gelegt. So wiegt der Rennsitz ca. 80 Kilogramm und ist 2 Meter lang. Er besteht aus 5x 40mm und 2x 30 mm Vierkantrohr, verbunden wir das Ganze aus Stabilitätsgründen von 30mm-Vierkantstahl. Am unterem Sitzgestänge befinden sich drei Einstellfüße, dazu zwei Füße vorne, um immer Bodenkontakt zu gewährleisten.
Der Sitz lässt sich in vier Stufen in der Höhe verstellen. Die hintere Sitzverstellung ist mit Industrielagern ausgestattet, ein Axial- und ein Radiallager, um den Neigungswinkel einzustellen. Die Kurbel läst sich auch drehen, während man im Renner sitzt. Der Neigungswinkel des Lenkrades lässt sich ebenfalls stufenlos einstellen. Die Pedale kann man rechts und links in der Länge sowie im Winkel zur Sitzposition verstellen. Auch die Entfernung des Lenkrades sowie die Höhe lassen sich individuell einstellen. Damit die polierten Aluschrauben keine Abdrücke hinterlassen, hat Ralf in die Vierkantrohre Blechstreifen eingeschweißt.
Der Rennsitz wurde bei Ralf in der hauseigenen Garage gefertigt mithilfe eines Winkelschleifers und eines Elektroschweißgeräts. Vorlagen hat er keine gehabt, Ralf hat den Sitz einfach Stück für Stück beim Bau entwickelt. Nach dem Zusammenbau hat Ralf den Sitz entrostet, gespachtelt, geschliffen, und das immer wieder; bis Endergebnis passt. Nach dem Schleifen baute Ralf eine provisorische Lackierecke in der Garage mit einer Absaugung aus Pappe und einem altem Gebläse. Was im Bild sehr provisorisch aussieht, hat in der Praxis offenbar sehr gut funktioniert. Danach wurde der Sitz grundiert, wieder geschliffen und dann mit Silikonentferner abgewaschen. Dann hat Ralf den Sitz Schwarz vorlackiert (mit einer Minijet 4), damit der Regenbogenefekt besser rüber kommt. Anschließend die Pistole säubern und 3-6 Schichten Mystik Silver FlipFlop Lack ( 150 Euro/Liter ) auftgetragen und trocknen lassen. Dann wieder 4-6 Schichten Klarlack drüber und wieder trocknen lassen.
Danach hat Ralf alle Gewinde nachgeschnitten und mehrere Stunden ordentlich poliert. Damit war der Rennsitz fertig. Die Alusternschrauben hat Ralf fertig gekauft, poliert und Gewindestifte eingeklebt.( ca. 130 Euro). Im Übrigen besteht der Sitz besteht aus einer gegossenen Hardschale aus dem Rennsport, der sich auch auf der Schiene vor und zurück schieben lässt.
In der Galerie finden Sie umfangreiches Bildmaterial vom Rennsitz-Projekt von Ralf. Bitte beachten Sie, dass die stellenweise vorherrschende Unordnung schlichtweg sympathisches Bastler-Chaos darstellt. Wie finden Sie das Projekt von Ralf? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.
Bildergalerie
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wie geht das??? ist ja der hammer.
zudiesem thema gefällt mir dieses video auch sehr gut
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Rumble Pad fürn Rennspiel, Herzlichen Glückwunsch.
Wie alt bist eigendlich du? 8?
Da geh ich zu den Mechanikern rüber und schon kann ich in ne Phantom reinhocken, in den Sicherheitsbereich mit Eurofighter kommt man leider nur mit Anmeldung rein, aber da kann man schlecht nen Simulator drausbasteln.
@Kasper also wenn der sitz wirklich tip top is und nix gebrochen ist wird der so um die 60-80€ gehandelt je nachdem was für ein bezug die sitze ham sogar noch mehr. hast also nen super schnäppchen gemacht.Rfactor fahr ich übrigends noch nicht, wills aber mal ausprobieren.
@rebel4life im netz hab ich mal nen projekt verfolgt wo jemand nen F16 Cockpit fast 1-1 nachgebaut hat, da sind allerdings auch unmengen an geld geflossen.
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