E-Scooter-Unfälle spürbar angestiegen: Sehr junge Menschen sind größtenteils betroffen
Das Statistische Bundesamt hat Zahlen zu Unfällen mit E-Scootern für das vergangene Jahr veröffentlicht. In Deutschland sind 2024 deutlich mehr Unfälle mit Personenschaden geschehen, an denen maßgeblich junge Fahrer beteiligt gewesen sind.
Seit 2019 sind E-Scooter im deutschen Straßenverkehr zugelassen, und mit jedem Jahr werden es mehr Unfälle. Laut Statistischem Bundesamt sind die E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden 2024 wieder drastisch angestiegen, um über 25 Prozent zum Vorjahr. Insgesamt waren das demzufolge fast 12.000 Unfälle, die 27 Todesopfer gefordert haben sollen.
Unfälle mit dem E-Scooter - Zahlen und Statistiken
Der überwiegende Teil der Verunglückten war mit dem E-Scooter selbst unterwegs, gut 84 Prozent, davon knapp 5 Prozent als Mitfahrer, was in Deutschland ohnehin nicht erlaubt ist. Insgesamt spielen E-Scooter-Unfälle aber im Verkehrsgeschehen eine untergeordnete Rolle, denn sie sollen nur circa 4 Prozent an allen Verkehrsunfällen mit Personenschaden im Jahr 2024 ausgemacht haben, die sich auf etwa 290.000 belaufen. Zum Vergleich: Unfälle mit Personenschaden, an denen Fahrradfahrer beteiligt gewesen waren, sollen etwa 32 Prozent ausgemacht haben.
Quelle: Statistisches Bundesamt
E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden: 2021 bis 2024.
E-Scooter im Straßenverkehr sind bekanntlich noch ein recht junges Phänomen, ebenso wie ein Großteil der in Unfällen verwickelten Fahrer. Knapp die Hälfte der verunglückten E-Scooter-Fahrer im vergangenen Jahr war laut Statistischem Bundesamt unter 25 Jahre alt, nur etwas über 3,3 Prozent 65 Jahre und älter. Bei Fahrradunfällen mit Personenschaden mache die letztgenannte Altersgruppe hingegen ein Fünftel aus. Diese Zahlen lassen sich größtenteils damit erklären, dass E-Scooter deutlich häufiger von jungen Menschen verwendet werden.
Das Verhältnis zwischen Alleinunfällen und mit einem Unfallgegner belaufe sich derweil auf etwa 30 zu 70 Prozent. Allerdings sollen 14 der 27 Todesopfer aus Alleinunfällen resultiert sein. Bei 5.302 der knapp 12.000 E-Scooter-Unfällen mit Personenschaden soll es zu Zusammenstößen mit Autos gekommen sein, bei denen sieben E-Scooter-Fahrer tödlich verunglückt sind. Gab es mehrere Unfallbeteiligte, sollen E-Scooter-Fahrer im Schnitt zu knapp 48 Prozent die Hauptschuld am Unfall getragen haben, bei Zusammenstößen mit Autos unterdurchschnittlich, im Falle von Fußgängern weit überdurchschnittlich. Letztlich ereigneten sich etwas mehr als die Hälfte der knapp 12.000 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2024 in deutschen Großstädten (ab 100.000 Einwohnern), wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
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Quelle: Statistisches Bundesamt

Das so wie bei denjengen welche gleich richtig "tunen" was verbotenes mit allen Konsequenzen dahinter steht ist schon klar.
Btw es finden doch tatsächlich Kontrollen statt. Eine suche bei Youtube bietet da einiges. Auch für mich durchaus interessantes.
Zumindest in meiner Umgebung sind dabei keine E-Mofas auf für sie nicht zugelassenen Wegen zu beobachten, sondern illegal modifizierte E-Bikes ohne Kennzeichen. Nicht umsonst habe ich den Bereich 27-30 km/h betont: Das ist genau die Steigerung gegenüber dem semi-legalen "25 km/h aufgerundet", die man erhält, wenn der Motor für 26-Zoll-Räder konfiguriert, aber mit 28 Zoll genutzt wird. Diese Zweiräder sind in Deutschland komplett illegal und dürften nirgendwo am öffentlichen Verkehr teilnehmen; müssten bei jeglicher Art von Kontrolle stillgelegt werden. Aber es finden eben keine Kontrollen statt. Folglich sind auch sämtliche Überlegungen zu "richtigen" Vorschriften müßig.
Die Zeiten wo ich auf einem Up 40+km/h getreten habe sind lange vorbei.
Aber darum geht es ja eigentlich nicht. Sondern darum, dass mit dem Rad auch ohne Unterstützung Geschwindigkeiten von 30+km/h von sportlichen Radfahren völlig legal gefahren werden.
Btw ich habe ein E-Moped welches auch ein Kennzeichen sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 45km/h erreicht. Das gehört eindeutig auf die Straße. Ein Fahrrad was bei 25km/h nicht mehr mit Motor unterstützt gehört grundsätzlich auf den Fahrradweg, wenn vorhanden, und nicht auf die Fahrbahn.
Soll man nun jeden Rennrad ein Versicherungskennzeichen verpassen?
Dürfen Velomobile mit denen auch Geschwindigkeiten, mit Muskelkraft, von über 61Km/h erreicht werden mit großem Nummernschild auf die BAB?
Ich denke nicht.
Wirklich wichtig wäre es viel mehr die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer zu kontrollieren.
Gerade im Verkeht scheint ja die Regel zu gelten, Regeln sind nur für andere. §1 StVO scheint kaum jemand im Hinterkopf zu heben.
Mir sind aber E-Radfahrer mit 25km/h lieber als ein weiteres Automobil, gerade innerorts.
Die Scooter sollen außerorts wie Mofas auf die Fahradwege, innerorts gehören diese auf die Straße. Wer das missachtet sollte auch sanktioniert werden. Aber da sind wir ersten bei den Kontrollen und zweitens bei §1.
Vor 40-50 Jahren gab es weit weniger Verkehr insgesamt. Da war es vollkommen normal, dass Hartmut sich nach dem Geburtstag von Wilfried mit 2,6 Promille eben NICHT ins Auto gesetzt hat, sondern mit dem Fahrrad nach Hause gefahren ist. Dafür gab es dann Lob und Anerkennung. Und wenn es Schlangenlinien gab, sogar noch ein paar Lacher von den Nachbarn.
Alleine durch die hohe Verkehrsdichte ist das aber heute ein ganz anderes Level an Gefährlichkeit, daher ist es gut wenn kontrolliert wird.
Das hat nichts mehr mit dem Hartmut und dem Wilfried von damals anno '84 zu tun und sind heutzutage Geschichten aus der Gruft.
Die einzige Ausnahme ist an Himmelfahrt, da fahren die meisten mit dem Fahrrad zwischen den Dörfern hin und her, logischerweise mit 2-3 Promille....da kontrolliert die Polizei nicht, vermutlich weil sie einfach keinen Bock auf einen Volksaufstand haben.....so viel zu Kultur und Historie.
Ist ja hier bei uns hinten raus im Frankenwald und im Fichtelgebirge auch so.