Dying Light 2 auf der E3: Endzeit-Intrigen und Infizierte

Techlands Action-Adventure Dying Light 2 mag ins nächste Jahr gerutscht sein, doch was wir auf der E3 2019 in Los Angeles zu sehen bekamen, tröstet uns gewaltig darüber hinweg: Unsere Aktionen lassen ganze Stadtteile entstehen und vergehen.

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Special Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Dying Light 2 auf der E3: Endzeit-Intrigen und Infizierte
Quelle: Techland

Postapokalyptische Zombiehatz in einer mittelalterlichen Stadt: Dying Light 2 klingt ein wenig, als sei es auf dem Marketingreißbrett entworfen worden. Doch keine Angst, immerhin gab es schon einen recht erfolgreichen ersten Teil - und immerhin sind an der Geschichte des Spiels Größen wie Chris "Fallout 2" Avellone beteiligt.

Auf der E3 2019 in Los Angeles nahm uns Chefdesigner Tymon Smektała auf eine erneute Reise in The City - in die europäische Großstadt, in der bei Nacht die Infizierten aus ihren dunklen Verstecken kommen und dann wie Zombies auf Speed Jagd auf den Rest der Bewohner machen.

Impfen hilft (nicht)

"Sieben unterschiedliche Regionen, neue Gegner, neue Parkour-Moves, neue Möglichkeiten" - so fasst Tymon Smektała sein Baby in einem Satz zusammen. Und weil Dying Light 2 15 Jahre nach dem Vorgänger spielt, entwarfen die Designer von Techland auch neue Infizierte - Menschen, aus denen früher oder später die zombieartigen Wesen werden.

Bei unserem heutigen Abstecher geht es in den Distrikt 2, in dem unser Held Aiden Caldwell mit einem kniffligen Problem konfrontiert wird. Die Trinkwasservorräte der Gegend reichen noch genau einen Tag. Das ist den Besuchern der Kneipe The Fish Eye herzlich egal: Sie verlustieren sich bei mancherlei Getränk und hören dem Auftritt einer Sängerin zu. Nur Aiden ist mit einem Übelkeitsanfall auf dem Klo, denn auch ihn hat der Infekt möglicherweise erwischt.

Kriegerische Friedensverhandlungen

Kneipenwirt Frank versucht derweil, zwischen den Parteien zu vermitteln: Die hiesigen Gangs haben nämlich keine Lust, mit den Renegades zusammenzuarbeiten, auch wenn diese Fraktion genug Wasser besitzt, um unserer Region aus der Patsche zu helfen. Frank bittet Aiden, ein Auge auf die Verhandlungen zu werfen, doch schon bald gerät die Lage außer Kontrolle: Bei einem Kampf zwischen Renegades und Gangs wird Frank von einer Kugel schwer verletzt.

"Was machen wir jetzt?", fragt Tymon Smektała in die Runde - und gibt die Antwort selbst: Wir verfolgen den Truck der mutmaßlichen Täter. Alternativ hätten wir bei Frank bleiben und nach einem Arzt suchen können. Suchen müssen wir auch den Renegades-Truck und klettern deshalb auf ein Haus, um von dort einen besseren Überblick zu bekommen. Volltreffer: Wenig später sehen wir den Wagen und machen uns an dessen Verfolgung.

Bitte recht freundlich

Mit dem neuen Greifhaken und einem Paraglider sausen wir durch die Lüfte, unterbrochen von feschen Parkour-Moves. Wir rennen Wände entlang, springen beherzt über größte Abgründe und nutzen einen Infizierten, um unseren Fall aus größerer Höhe zu "bremsen". Wir rutschen und rollen und landen in einem Haus, in dessen dunklem Erdgeschoss zahlreiche Infizierte auf die Nacht warten.

Natürlich werden die Burschen munter, als sie uns erblicken, natürlich sind alle Türen abgeschlossen. Mit Lichtblitzen aus einer Schwarzlichtlampe können wir uns einen Moment Luft verschaffen und nach einem anderen Ausgang suchen - doch die Zeit drängt, denn die Betäubung der Monster ist nur von kurzer Dauer.

Reif für die Insel

Endlich wieder am Tageslicht angekommen ist der Wagen zunächst nirgendwo zu sehen, erscheint aber wenig später in der Nähe eines Aquädukts, von dem aus wir uns auf das Dach fallen lassen. Wir haben nun die Wahl, den Fahrer namens Steve zum Anhalten zu zwingen oder ihn aus dem Wagen zu stoßen. Steve beteuert allerdings, nichts von den Schüssen auf Kneipenwirt Frank zu wissen.

Uns läuft es kalt den Rücken herunter: Was, wenn einer der Ganganführer dahintersteckt, der uns empfohlen hat, es den Renegades deshalb heimzuzahlen? Wir beschließen, den Renegades und ihrem Anführer einen etwas anderen Besuch als geplant abzustatten. Weil es in deren auf einer Insel gelegenen Hauptquartier nur so vor Wachen wimmelt, springen wir aus dem Auto und klettern stattdessen an der Mauer hoch.

Pumpen oder nicht?

Dying Lights 2 sieht schon sehr gut aus: Die Techland-Eigenentwicklung Chrome Engine 6 hat nichts mit dem gleichnamigen Browser zu tun, sondern zieht mit realistischen Physik-, Schatten- und Wassereffekten alle Register. Wir springen von der Spitze des erklommenen Turms durch Lüftungsschächte und bewegen uns durch allerlei Gänge, um dann ohne die geringste Kartenkenntnis das Zimmer des Colonels zu erreichen - dem Anführer der Renegades.

Auch der beteuert seine Unschuld und bittet uns, ihm zu vertrauen, wenn wir Wasser haben wollen. "Was wollen wir machen?", lockt Tymon Smektała? "Dem Colonel vertrauen oder doch besser die Pumpen aktivieren, die das Wasser rund um das Renegades-Hauptquartier abpumpen?"

Ganz neue Dimensionen

Einem wildfremden Menschen glauben, der vielleicht hinter dem Anschlag auf Frank steckt? Keine Chance. Wir greifen den Colonel und seine Schergen an - mit einer Hightech-Knarre und einem ganz klassischen Messer, mit dem wir seinem Leibwächter die Gurgel durchschneiden. Dann drehen wir die Ventile auf, doch nichts passiert. Richtig, die Pumpen. Die finden wir im Kontrollraum und aktivieren sie ohne Gegenwehr.

Was jetzt passiert, ist spannend: Das Wasser rund um die inselartige Basis der Renegades verschwindet, um einen ganz neuen Teil der Stadt freizugeben. Hätten wir beschlossen, auf den Colonel zu hören, hätten wir den Bereich und die darin wartenden Quests, Gegner und Abenteuer nie gesehen - von kurzen Tauchexpeditionen einmal abgesehen.

Die Qual der Wahl

Entscheidungen wie diese ziehen sich durchs gesamte Spiel. Ist das nicht eine mutige Nummer? Keineswegs: "Wenn ihr Dying Lights 2 durchgespielt habt, habt ihr etwa nur 50 Prozent von dem gesehen, was wir für euch vorbereitet haben", erklärt Tymon Smektała. "Dann könnt ihr mit einem verbesserten Hauptcharakter oder im Koop-Modus erneut in The City eintauchen."

Bildergalerie

Und was wäre gewesen, wenn wir bei Frank geblieben wären? Hätten wir dann die Insel des Colonels trotzdem noch besuchen können? Smektała bejaht. Und ergänzt, dass die Entwickler an einer Methode knobeln, die uns zeigt, wie sich andere Spieler in ähnlichen Situationen entschieden haben. Cool!

Fazit

Auch, wenn der Erscheinungstermin von Dying Light 2 jetzt in die erste Jahreshälfte 2020 gerutscht ist: Von mir aus können die Entwickler noch länger an dem Action-Adventure schrauben. Denn einerseits erscheint im April schon Cyberpunk 2077 von den polnischen Kollegen von CD Projekt Red, andererseits sollten die Entscheidungen und Konsequenzen, die sich in The City entspinnen, bugfrei über die Bühne gehen.

Technisch gibt es an der E3-Version des Spiels nichts auszusetzen: Die Optik ist ein Brett, Parkour, Greifhaken und Paraglider erlauben es, die Stadt in mehreren Ebenen zu erkunden. Was die erwähnte Geschichte mit ihren Wahlmöglichkeiten angeht: Einen solchen Wiederspielwert hat es außerhalb eines Rollenspiels schon lange nicht mehr gegeben. Jetzt müssen nur noch das Drehbuch und die Quests stimmen, dann steht uns 2020 ein echter Hammer bevor.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        SLI ist doch schon lange " tot", investiere dein Geld lieber woanders :p
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        SLI ist doch schon lange " tot", investiere dein Geld lieber woanders :p
      • Von TheBadFrag Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von juko888
        Das ist das Einzige, das Dich ernsthaft interessiert, oder?
        Gefühlt handeln 95% aller Deiner Beiträge vom SLI-Support (inkl. immenser Kritik, wenn nicht oder zeitweise nicht vorhanden). Du hast also keine Spiele, keine Genre, die Dir besonders gefallen, sondern Spiele sind nur "gut", wenn sie Multi-GPU-Support liefern?
        Und das wohlgemerkt, nachdem jedem Interessierten bekannt ist, dass dieses Feature seit Jahren auf dem absteigenden Ast ist - da muss man Dir ja schon mutmaßliches ******** (Ach, man darfs nicht sagen/schreiben) vorwerfen. Irgendwann wirds nun mal nur noch lächerlich...
        So in etwa. Macht halt keinen Spaß einen laggy Shooter zu zocken. Und wenn ich von Anfang an sehe das der Endwickler keinen Wert auf High End Gaming legt, dann gibts halt kein Geld von mir.
      • Von sunyego Software-Overclocker(in)
        Das Spiel sieht wirklich nice aus, freue mich drauf.
      • Von Gelöschtes Mitglied 130761
        Zitat von TheBadFrag
        SLI Support?
        Das ist das Einzige, das Dich ernsthaft interessiert, oder?
        Gefühlt handeln 95% aller Deiner Beiträge vom SLI-Support (inkl. immenser Kritik, wenn nicht oder zeitweise nicht vorhanden). Du hast also keine Spiele, keine Genre, die Dir besonders gefallen, sondern Spiele sind nur "gut", wenn sie Multi-GPU-Support liefern?
        Und das wohlgemerkt, nachdem jedem Interessierten bekannt ist, dass dieses Feature seit Jahren auf dem absteigenden Ast ist - da muss man Dir ja schon mutmaßliches ******** (Ach, man darfs nicht sagen/schreiben) vorwerfen. Irgendwann wirds nun mal nur noch lächerlich...
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        Zitat von thrustno1
        Hoffentlich wird das nicht wie Walking Dead wo die Zombie / Infizierte vollkommen in den Hintergrund geraten und eigentlich keine Rolle mehr spielen....
        da man in dem Game selber infiziert ist, wird das wohl nicht passieren :>
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