30 Jahre Doom: Warum der Shooter von id Software so legendär ist [Video-Update]

Video-Update: Nachdem Half-Life erst vor Kurzem seinen 25. Geburtstag gefeiert hatte, zieht Doom nun mit dem 30-Jährigen nach. PCGH erinnert sich an den Meilenstein des Shooter-Genres von id Software.

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30 Jahre Doom: Warum der Shooter von id Software so legendär ist
Quelle: ID Software

Aktualisierung vom 18.12.2023: Auf vielfachen Wunsch hin haben wir nun auch ein Video zum 30. Geburtstag von Doom veröffentlicht. In der Beschreibung heißt es: "Kaum sind die Feierlichkeiten für Half-Life 1 etwas abgeebbt, steht auch schon der nächste runde Geburtstag für einen Meilenstein der wilder 90er-Jahre an. Am 10.12.1993 legte Doom von Entwickler id Software seinen ersten Auftritt hin". Wir wünschen viel Spaß mit dem Rückblick von Felix.

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Originalartikel vom 10.12.2023: Kaum sind die Feierlichkeiten für Half-Life 1 etwas abgeebbt, steht auch schon der nächste runde Geburtstag für einen Meilenstein der wilder 90er-Jahre an. Am 10.12.1993 legte Doom von Entwickler id Software seinen ersten Auftritt hin. PCGH blickt im Retro-Special zurück.

Doom: So begann alles

Wir erinnern uns: Am 10. Dezember 1993 lädt id Software die Shareware-Version eines neuen Spiels auf den FTP-Server der Universität von Wisconsin - und dieser Titel setzt Maßstäbe: Er ist einer der ersten First-Person-Shooter, bietet revolutionäre 3D-Grafik samt voll texturierter Flächen, macht Multiplayer-Spiele per Netzwerk populär und erfindet ganz nebenbei das Deathmatch. Wegweisend sind aber nicht nur Technik und Spielprinzip, der Shooter etabliert darüber hinaus das Konzept der Spiele-Mods und beweist, dass sich Shareware durchaus als alternatives Vertriebskonzept für Vollpreistitel eignet.

Das Spiel landet - wie die meisten Titel von id Software - in Deutschland wegen derber Gewaltdarstellung schnell auf dem Index für jugendgefährdende Schriften - ebenso der Nachfolger von 1994. Seinem weltweiten Erfolg schadet dies nicht, und so löst id Software mit seinem Meisterwerk einen lang anhaltenden Boom des Egoshooter-Genres auf dem PC aus. Knapp 18 Jahre später - das Spiel wäre also quasi inzwischen "erwachsen" geworden - streicht die Bundesprüfstelle den Listeneintrag von Doom und dem Nachfolger Doom 2 auf Antrag von Bethesda, inzwischen durch Übernahme von id Software Rechteinhaber an den Spielen.

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Legendäre Entwickler bei id Software

Wer glaubt, dass Doom das erste Spiel von id Software ist, der irrt. Gegründet wurde die legendäre Entwicklerfirma schon im Februar 1991, die bekanntesten Namen sind John Carmack, John Romero, Lane Roathe, Tom Hall und Jay Wilbur. Nachdem Nintendo sich nicht für das "Erstlingswerk" interessierte, eine butterweich laufende Demo zu Super Mario Bros. 3, schuf man mit Commander Keen ein heute legendäres Jump' n'Run. Noch vor Doom 1 programmierte man Titel wie Hovertank 3D (gilt als erster 3D-Shooter), Catacomb 3D und das problematische Wolfenstein 3D. Der damals übliche Shareware-Gedanke machte die Spiele schnell populär.

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Wo kommt eigentlich der Name Doom her?

Der Name Doom ist eine Huldigung an das 1986 erschienene Billard-Drama Die Farbe des Geldes mit Paul Newman und Tom Cruise. Letzterer bezeichnet seinen Queue als "Doom", was für Untergang oder Verhängnis steht. Genau das Szenario passt perfekt zu dem Mond-Setting, bei dem ein ungewollt geöffnetes Portal für Dämonen eine wichtige Rolle spielt.

Der Spieler ist nur mit einer Pistole bewaffnet als Space Marine auf dem Mond Phobos unterwegs, später teleportiert er sich auch zum zweiten Marsmond Deimos und am Ende in die Hölle. Um gegen die Dämonen und Zombies zu bestehen, wird das Waffenarsenal Schritt für Schritt um nützliche Waffen wie eine Kettensäge, eine Schrotflinte, ein Raketenwerfer, eine Gatling, ein Plasmagewehr und um die legendäre BFG 9000 erweitert.

Warum Doom neue Maßstäbe setzte

Es gibt viele Gameplay-Elemente, für die Doom neue Maßstäbe setzte. Neben der Ego-Perspektive, die eine andere Immersion als eine Third-Person-Ansicht erlaubte, sind die verschachtelten Levels bis heute unvergessen. Das Aufsammeln und Verwalten von Waffen, Munition je nach Waffenart, Rüstungen und Medi-Kits durch einfaches Drüberlaufen ist bis heute unvergessen - die Monster weisen unterschiedliche Angriffsarten auf. Durch eine spezielle Taste lassen sich Aktionen auslösen wie das Öffnen von Türen oder das Drücken von Schaltern, die wiederum andere Aktionen triggern. Das Suchen nach Schlüsseln, die bestimmte Sicherheitstüren öffnen, und die Schalterrätsel beschäftigen den Spieler stetig. Ebenfalls legendär für id Software sind versteckte Bereiche und Geheimlevel. Laut Wikipedia etablierte diese Kombination aus "Kampf, Erkundung der Umgebung und einfachen Rätselaufgaben" in Doom in den 1990er-Jahren die Grundstruktur des Gameplays für den klassischen Ego-Shooter.

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  1. Seite 1 30 Jahre Doom 1
  2. Seite 2 Technik 1993 versus 2023
    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MyticDragonblast Software-Overclocker(in)
        Zitat von Lexx
        Kam erst mit Quake.
        Wie ich schon oben schieb, leider nein(aus dem Handbuch von Heretic(1994)):

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Quelle
        Was Mouselook angeht, könntest du aber Recht haben. Da hat die Doom-Engine ja nur links/rechts drehen.

        PS: Hab mal recherchiert: Die Build-Engine(u.a.Duke Nukem 3d) konnte auch den Tastenblick nach oben und unten(z.B. in TekWar von 1995, was noch vor dem Duke erschienen ist).
        Dark Forces(eigene Engine) von 1995 beherrschte den vollen Mouselook per Joystick und per Maus war nach vorne schieben nah vorne laufen(wie die Standardeinstellung von Quake). Denke aber mal da war es auch möglich die Maus umzubelegen wie bei Quake. Falls das möglich sein sollte(hab das Spiel nicht), dann dürfte Dark Forces das erste Spiel mit vollem Mouselook sein.
      • Von MyticDragonblast Software-Overclocker(in)
        Zitat von Lexx
        Kam erst mit Quake.
        Wie ich schon oben schieb, leider nein(aus dem Handbuch von Heretic(1994)):

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Quelle
        Was Mouselook angeht, könntest du aber Recht haben. Da hat die Doom-Engine ja nur links/rechts drehen.

        PS: Hab mal recherchiert: Die Build-Engine(u.a.Duke Nukem 3d) konnte auch den Tastenblick nach oben und unten(z.B. in TekWar von 1995, was noch vor dem Duke erschienen ist).
        Dark Forces(eigene Engine) von 1995 beherrschte den vollen Mouselook per Joystick und per Maus war nach vorne schieben nah vorne laufen(wie die Standardeinstellung von Quake). Denke aber mal da war es auch möglich die Maus umzubelegen wie bei Quake. Falls das möglich sein sollte(hab das Spiel nicht), dann dürfte Dark Forces das erste Spiel mit vollem Mouselook sein.
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von RyzA
        nach oben und unten gucken.
        Kam erst mit Quake.
        Zitat von LastManStanding
        Auch umsonst ist das immer noch irgendwie Müll!
        Bildungszone Deutschland.
        Zitat von MyticDragonblast
        BFG verabreichen
        Hold my [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Chainsaw.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Berserkervmax
        Es mag ja sein das Doom vor 30 Jahren ein Hammer war.
        Heute kann kaum jemand ich nicht mehr verstehen WARUM ?
        ja doch, gibt schon noch Gründe.
        Wie schon erwähnt die Modding-Community, die Mods etwa.
        Der Flow auch.
        Zitat von Berserkervmax
        Ich denke das die Generation Handy damit nix mehr Anfangen kann und meint das es ein Minecraft Mod wäre bei der Bauklotz Grafik
        schon witzig, grade die Generation Handy ist tatsächlich eine Gruppe die immer öfter "Boomer Shooter" ausprobieren und mögen
      • Von MyticDragonblast Software-Overclocker(in)
        Zitat von latinoramon
        Das Original hab ich natürlich auch (siehe die 2 Screens unten), ist aber auf mein altem sys.
        Hast du schonmal den Sourceport dhewm3 getestet? Man kann dem sogar die "Lost Mission" aus der BFG verabreichen. Das ist für mich die optimale Art Doom 3 auf neuen Computern zu spielen, weil das Gameplay und alles andere unverändert ist, aber man hat halt die modernen Annehmlichkeiten wie hohe Auflösung, kein FPS-Cap und sogar Alchemy/OpenAL/EAX-Emulation, für den tollen 3D Sound. Kommt nicht ganz an ein echtes XP-System mit Soundblaster X-Fi ran, aber ist schon ziemlich gut.
      • Von Berserkervmax BIOS-Overclocker(in)
        Es mag ja sein das Doom vor 30 Jahren ein Hammer war.
        Heute kann kaum jemand ich nicht mehr verstehen WARUM ?

        Ich denke das die Generation Handy damit nix mehr Anfangen kann und meint das es ein Minecraft Mod wäre bei der Bauklotz Grafik
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