[26/11/2021] Raytracing-Updates für Spiele-Klassiker … beweisen, das GPUs noch lange nicht genug Leistung haben, um das seit Jahren gegebene Versprechen von korrekter Echtzeit-Grafik einzulösen. Da braucht man auch nicht auf fehlende „Optimierung“ zu verweisen, denn Raytracing „optimiert“, also mogelt, eben nicht, sondern simuliert – und die physikalischen Formeln zur Lichtausbreitung sind ebenso simpel wie unveränderbar. Wenn eine RTX 3090 in Doom RT also nur noch für 720p reicht und eine RTX 2080 Ti im Lichtquellen-ärmeren Quake RTX auch nur Full HD schafft, ehe sich die automatische temporale Verrechnung durch störende Artefakte bemerkbar macht, dann zeugt das nur von einem: Die Leistungsanforderungen von echtem Raytracing können von heutiger Hardware bestenfalls bei simpelst-Grafik erfüllt werden. „Optimierte“ AAA-Titel reduzieren dagegen die Auflösung und überlassen den Rest dem Denoiser, minimieren die Sichtweite und stellen dahinter einfach gar nichts oder eben Rasterizer-Grafik dar und sie reduzieren den Raytracing-Anteil von vorneherein auf einige wenige auffallende Effekte. Das Endergebnis ist dann in der Summe genauso geschummelt, wie bei einem Rasterizer und es hängt von den Fähigkeiten der Entwickler ab, was bei gegebener Rechenleistung echter aussieht. (Torsten Vogel)