Raytracing-Updates für Spiele-Klassiker - Das sagen die PCGH-Redakteure dazu
Die Redakteure der PC Games Hardware kommentieren aktuelle Ereignisse oder Entwicklungen aus der Welt der PC-Hardware, IT-Branche, Spiele, Technik oder Unterhaltung. Lesen Sie die wirklich persönlichen Meinungen der PCGH-Redakteure, heute zum Thema "Raytracing-Updates für Spiele-Klassiker"
Das Format "Redaktion intern" gibt Ihnen Einblicke in die Redaktion fernab einer Webcam, Heft-Kolumne oder Videos. Jeder PCGH-Redakteur gibt hier seinen persönlichen Kommentar zu einem aktuellen Thema ab. Dabei behandeln wir nicht nur die ganze Welt der PC-Hardware, sondern auch Spiele inklusive aktueller Konsolentitel, Filme und ganz allgemein der Technik - welche in mannigfaltiger Art und Weise unser tägliches Leben beeinflusst. Redaktion Intern erscheint regelmäßig am Wochenende. Das Thema diesmal:
Raytracing-Updates für Spiele-Klassiker ...
Bildergalerie
Hintergrund: Raytracing-Updates
Die Kalenderwoche 16 und 17 des Jahres 2022 waren geprägt von Langeweile - zumindest was unser liebstes Hobby angeht. Wenn keine Neuheiten locken, widmet man sich entweder dem Spiele-Stapel der Scham oder liebgewonnenen Evergreens. Das dachten sich auch fleißige Hobby-Programmierer, weshalb kürzlich ein weiteres Raytracing-Update für ein steinaltes Spiel erschien: Der Ego-Shooter Doom aus dem Jahr 1993 kann dank der Modifikation PrBoom RT mit Vollbild-Raytracing genossen werden, wie wir im ausführlichen Technik-Test von Doom Ray Traced ausführen. Dabei handelt es sich nicht um das erste Raytracing-Experiment des Programmierers, aber um das bislang eindrücklichste. Zuvor veredelte er bereits Ports von Half-Life und Serious Sam: The First Encounter mit funkelnder Raytracing-Pracht. Das wohl prominenteste "Opfer" umfassender Modernisierung dürfte jedoch Quake 2 RTX sein, welches von Nvidia vorangetrieben wurde. Daneben geistern weitere Projekte durch das Internet, welche das Ziel haben, Perlen der Neunziger mithilfe moderner Strahlverfolgung auf eine neue Ebene zu hieven, darunter Konsolen-Meilensteine wie Super Mario 64 (Ray Traced). Über den Sinn und Unsinn dieser Projekte lässt sich vortrefflich streiten. Was die PCGH-Redakteure von Glide-Patches ... pardon, Raytracing-Updates halten, lesen Sie unverblümt in der Bildergalerie.

Fast alle Titel einer solchen Auflistung haben aber zwei Dinge gemeinsam: Das Basisspiel ist für seine nicht nur im direkten Vergleich zu schlechteren Vorgängern, sondern allgemein guten Inhalte bekannt und selbige wurden nicht mit Blick auf die damalige Technik eingeschränkt. Das heißt man hat eigentlich ein bis heute gutes Spiel und ersetzt eigentlich nur die veraltete Grafik sowie ggf. das Interface durch etwas zeitgemäßes. Für die typischen Raytracing-Mods gilt genau das nicht.
Wenn man z.B. Doom losgelöst von den noch beschränkteren Möglichkeiten seiner Vorgänger betrachtet und die nur seinerzeit begeisternde Grafik wegnimmt, dann bleibt ein miserabler Shooter mit simplen, engen Leveln, Alibi-Physik, quasi inexistenter KI und einer Story, die in Umfang und Qualität von einigen Metal-Songs und den meisten -Alben geschlagen wird. Ausgehend von dieser Basis könnte sich ein Entwickler noch so viel Mühe geben: Solange er in der Nähe des Originals bleibt, wird das Endergebnis nie mehr sein als ein mäßiger Shooter mit simplen, engen Leveln, Alibi-Physik, quasi inexistenter KI und einer Story, die in Umfang und Qualität von einigen Metal-Songs und den meisten -Alben geschlagen wird sowie einer echt geilen Grafik.
@serious
Ich bin hin-und hergerissen. Einerseits verstehe ich Raff, es ist tatsächlich wie ein "Treffen der Generationen©", da spricht mein Herz.
Der Verstand sagt aber eben auch, dass die meisten "Klassiker" eher zu ihrer Zeit das beste Spiel waren und die meisten Entwickler nur Geld mit den Remakes einfahren wollen. Was man auch merkt.
MfG
Raff