Doom: Die E3-Vorschau - Ein Shooter, bei dem Jugendschützern angst und bange werden dürfte
Bei Doom bleibt kein Auge trocken: Mit dicken Ballermännern und der Kettensäge schnetzeln wir uns auf dem Mars und in der Hölle durch Heerscharen von mies gelaunten Dämonen. Unsere E3-Vorschau.
Nach der ersten Präsentation auf der QuakeCon 2014 tauchte id Softwares vierter "großer" Doom-Teil wieder ab. Erst auf Bethesdas-E3-Pressekonferenz gab es den kernigen Action-Kracher für alle zu sehen. Executive Producer Marty Stratton von id Software machte dabei keine großen Worte, sondern ließ die gewalttätigen Bilder des Shooters für sich alleine sprechen.
Mars macht mobil
Das für das erste Quartal 2016 für PC, PlayStation 4 und Xbox One geplante Doom basiert auf der id Engine 6 - der "id Engine 666, wie wir sie intern nennen", grinst Marty Stratton. Die erste Demo, die wir zu sehen bekommen, durften bislang nur die Besucher der QuakeCon 2014 genießen. Als namenloser Schütze eilen wir durch eine UAC-Forschungsstation auf dem Mars, auf der wie schon im Ur-Doom die Hölle los ist. "Das damalige Spielprinzip mag simpel gewesen sein, doch es ging schnell und kernig zur Sache", erinnert sich Stratton. Kernig ist das richtige Wort, denn die drei Säulen Dämonen, Knarren und Geschwindigkeit sorgen für eine Mischung, bei der Jugendschützern angst und bange werden dürfte.
Schrotflinte und Kettensäge
Das bloße Abknallen eines Dämonen mit Schrotflinte, Plasmagewehr oder Raketenwerfer ist eine Sache - doch wer Doom kennt, weiß auch um ein von Holzfällern geliebtes Werkzeug, mit dem wir uns durch die Widerlinge schnetzeln. Und so realistisch hat die Kettensäge noch nie Mark und Bein durchtrennt. Da können die Dämonen noch so versuchen, ihre Hände schützend vor das Gesicht zu heben - wir sägen sie einfach ab und dann den Gegner von oben nach unten durch. Das erinnert in seiner Optik an den letzten Mortal-Kombat-Teil, in dem austretende Gehirnmasse noch das geringste Problem war. Und selbst ohne Kettensäge ist Doom kein Osterspaziergang: Unser Held reißt einem Dämonen das Herz heraus, zertritt einem anderen den Kopf und reißt, schlägt oder schießt einem dritten gleich den ganzen Oberkörper entzwei.
Wenig Rätsel, viel Gewalt
Wo in alten Doom-Episoden Schlüsselkarten verschlossene, nun, Türen öffneten, geht es auch im neuen Teil etwas drastischer zu. Einen versperrten Durchgang können wir nur mit dem richtigen Handabdruck begehbar machen - ergo reißen wir einer Leiche ein Stockwerk tiefer ihre fünf Finger ab und probieren es damit. Das funktioniert. Über das Ableben des unglücklichen Türöffners klärt uns ein Hologramm auf. Es zeigt einen riesigen Dämonen, der nun seinerseits Hackfleisch aus den Wissenschaftlern der Mars-Station macht. Und auch uns selbst kurz darauf auf grausige Weise das Lebenslicht ausbläst: Nach kurzem Feuergefecht drückt er uns auf den Boden, reißt uns beide Arme aus und prügelt mit einem unserer Arme so lange auf unseren Helm ein, bis dessen Glasvisier bricht und wir elendig ersticken.
Mehrspieler-Level im Eigenbau
Auf etwas mehr Kreativität setzt Snapmap, ein im Spiel integrierter Leveleditor. Mit ihm lassen sich Gegner, interaktive Elemente wie feuerspuckende Gasleitungen und natürlich Waffen, Rüstungen und Co. kinderleicht in selbst zusammengestellten Leveln platzieren. Inwiefern wir dabei auf fest vorgegebene Räume zurückgreifen müssen oder wir unsere Umgebungen von Grund auf selbst bauen dürfen, ist noch nicht bekannt. Wohl aber, dass wir die eigenen Werke in Mehrspielerpartien genießen dürfen - darunter Vier-Spieler-Deathmatch, das Erledigen mehrerer Dämonenwellen und das Abknallen von Dämonen für Geldprämien, mit denen wir dann unsere Ausrüstung verbessern können.
Zur Hölle mit den Dämonen
Letzter Demo-Stop ist die Hölle selbst. Canyonartige Landschaften ohne Licht und Liebe, doch mit viel Nebel beheimaten allerlei Dämonengesocks. Manche stehen herum wie bestellt und nicht abgeholt und sind so eine leichte Zielscheibe unseres Helden. Andere rennen wie in Serious Sam mit Volldampf auf uns zu. Einem anderen greift er in den Schlund, holt dessen Herz heraus und stopft es ihm wieder ins Maul, woraufhin der Dämon unerklärlicherweise explodiert. Insgesamt wirkt dieser Level noch etwas uninspiriert, denn außer dem schon erwähnten und typischen übergroßen Endgegner gibt es wenig Dramaturgie. Die KI unserer Gegner scheint noch nicht fertig zu sein, denn teilweise stehen die Dämonen teilnahmslos daneben, während ihre Kumpane zu Hackfleisch verarbeitet werden.
E3-Fazit: Doom
Doom ist ein kerniger Shooter, der voll auf Geschwindigkeit und spektakuläres Dämonenschnetzeln setzt. Wer sich an der extrem blutigen Grafik und den derzeit noch etwas tumben Gegnern nicht stört, den erwartet ein rasantes Spielerlebnis, das gerade im Mehrspielermodus mit den Snapmap-Editor lange Spaß machen sollte.

Ohgott die Ungelduld. Halts nicht aus, endlich mal ein ordentliches, ehrliches Spiel ohne diesen allgegenwärtigen Handlungswahnsinn!
Ich warte schon verdammte 20 Jahre darauf!
Ein Levelsystem, Quests, Upgrades, hunderte Waffen und Items und Perks und.... - das hat mMn alles nichts in Doom zu suchen. Im besten Fall erzeugt das Setting dermaßen "Angst", das wenn die übertriebene Gewaltdarstellung dazu kommt, man sich fast schon etwas unwohl fühlt (und am liebsten alle 30 o. 60 Minuten kurz ne Pause machen möchte, damit man nicht mehr die Herzfrequenz eines Kolibris hat). Dann ist es ein gutes Doom. Skillpunkte vergeben, Items großartig aufwerten, frustrierende Rätsel lösen usw, alles nur Zeit in der die Nerven des Spielers sich unnötig erholen können. An einem guten Rezept muß man nichts mehr verändern. Und es muß auch nicht jedem schmecken.
Ich fand das in der PK gezeigte Material vom Doom sehr vielversprechend. Und trotz einiger Neuerungen scheint man sich beim eigentlichen Spiel an Doom zu orientieren, was mir sehr gefällt. Mal schauen ob ich es als erwachsener Deutscher auch (ungeschnitten) spielen darf...
In dem Fall aber fast komplett optional, bis auf ein paar kurze Zwischensequenzen.
Außerdem: bei uns am Schulhof war genau nur ein Spiel interessant: Doom. Denn: es ist eigentlich verboten.
Klar hat das der Verbreitung geholfen.
2) Optional wars nicht immer, wenn man die Passwörter haben wollte usw.
Es bremste halt, neben anderen Dingen (der verkrampfte Versuch Rätsel einzubauen)
Geheime Militärbasis der UAC auf dem Mars (oder Phobos), wo mit neuartigen Waffentechnologien und Portaltechnologien rumexperimentiert wird.
Experiment läuft schief, Portal zu einer Fremden Welt geht auf. In dem Fall halt die Hölle.
Dieselbe Geschichte hat übrigens auch Half Life 1 gehabt (Experiment geht schief, Portal in fremde Welt geht auf...).
Kommt halt immer drauf an, wie mans erzählt ist es entweder eine "gute" Geschite (Half Life) oder eine klischeehafte (Doom).
Doom 3 hat zu sehr versucht eine Geschichte zu erzählen (die ganzen PDAs und Funksprüche usw).