DX11 und Mantle vs DX12: Star Swarm-Benchmark-Werte unter Win10 versprechen deutliche Vorteile
Die Kollegen von Anandtech hatten die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit von DirextX11 und Mantle mit der von DX12 unter Windows 10 zu vergleichen. Dazu nutzen die Tester den Star Swarm-Benchmark, mit dem einst schon AMD die Leistungsfähigkeit seiner Mantle-API demonstrierte. Auch wenn es sich dabei nur um erste Ergebnisse handelt, sind diese äußerst vielversprechend.
Microsoft und Oxide Games haben die Kollegen von Anandtech mit einer aktualisierten Version jenes Star Swarm-Benchmarks versorgt, mit dem AMD einst schon die Leistungsfähigkeit seiner Mantle-API demonstrierte. Mit der aktuellen Version konnten die Tester erstmals DX11 und Mantle mit dem kommenden DX12 vergleichen. Selbstredend bildet der Star Swarm-Benchmark nur synthetische Szenarien ab, die man in echten Spielen in dem Ausmaß vermutlich nicht reproduzieren können wird.
Immerhin produziert er eine absichtlich hohe Zahl an Draw-Cells, die ein System normalerweise nicht sinnvoll auf verschiedene Threads der CPU verteilen kann. DirectX12 sollte jedoch, ebenso wie Mantle, dazu in der Lage sein. Insofern eignet sich der Benchmark, um einer Low-Level-API grundsätzlich auf den Zahn zu fühlen. Wenngleich natürlich sowohl Windows 10 als auch die jeweiligen Treiber von AMD und Nvidia sicherlich noch einigen Feinschliff benötigen.
Anandtech produzierte Benchmarks mit einer Reihe von AMD- und Nvidia-Grafikkarten in Kombination mit unterschiedlichen Prozessoren. Untersucht wurde, wie sich die verschiedenen APIs am Grafik- und CPU-Limit schlagen und inwieweit etwa die Anzahl der CPU-Kerne dabei eine Rolle spielt. Tatsächlich ließ sich das CPU-Limit beim Wechsel von DX11 auf DX12 erheblich reduzieren. Je nach Benchmark erhöhen sich die Frames um ein Vielfaches, was nicht zuletzt an der besseren Kernauslastung liegt.
Auffällig ist, dass selbst mit nur zwei Kernen noch deutliche Leistungszuwäche zu verbuchen sind, wenn die Grafikkartenleistung ansteigt. Eine Geforce GTX 980 etwa erreicht unter DX12 55,7 Bilder, wohingegen eine GTX 680 lediglich 35 Frames erzielt. Unter DX11 hingen beide Karten mit 21,9 respektive 21 Frames am CPU-Limit - weniger Bilder ließen sich auch mit einer deutlich langsameren Geforce GTX 750 Ti nicht erzielen.
Auch bei mittlerer Qualitätseinstellung verzeichneten die Tester noch kein echtes Ausbremsen der Grafikkarte. Lediglich die Geforce GTX 980 wird mit nur zwei statt vier Kernen etwas ausgebremst. Nvidia-Karten schnitten durchweg flotter als ihre AMD-Gegenstücke ab, was allerdings verschiedene Gründe haben könnte. Möglicherweise wurden AMDs Betatreiber noch nicht entsprechend angepasst.
Zwischen Mantle und DX12 gibt es offenbar nur kleinere Leistungsunterschiede. Unter "Extreme Quality" scheint Mantle durch die Bank etwas flotter als DX12 zu sein, sofern vier CPU-Kerne zum Einsatz kommen. Sind allerdings nur zwei Kerne aktiv, ist wiederum DX12 flotter. Insgesamt scheint, so sagen es zumindest die ersten Benchmarks, DX12 viel von dem zu halten, was es verspricht. Die CPU wird in allen getesteten Fällen deutlich gleichmäßiger genutzt und die Grafikkarten erheblich weniger ausgebremst. Inwieweit sich das in der Praxis reproduzieren lässt, dürfte der Alltag mit echten Spielen zeigen. Alle Details und Benchmarks finden Sie bei den Kollegen von Anandtech.
Quelle: Anandtech

DX12 kann gar kein Reinfall sein, jedenfalls nicht nach meiner Definition.
Also an die, die Zugang zur Redaktion haben: Bitte anders oder keine Links zu anderen Seiten.
---
Ich freue mich sehr auf DX12 und wird sicherlich unser aller Geldbeutel schonen. Mehr FPS für alle!