Wärmebildkamera für Smartphones im PCGH-Testlabor
Wärmebildkameras sind für den normalen Anwender kaum bezahlbar und kosten meist einige Tausend Euro. Mit IR-Blue gibt es jetzt ein Zubehörprodukt für iOS- und Android-Geräte das die Wärme misst und dabei nur knapp 200 Euro kostet.
IR-Blue ist ein erfolgreich abgeschlossenes Kickstarter-Projekt, mit dessen Hilfe Geld für die Produktion einer Wärmebildkamera für Smartphones gesammelt wurde. Die Entwickler haben zwar nur 20.000 Dollar benötigt, das Interesse war aber so groß, dass die zehnfache Summe zusammengekommen ist. PC Games Hardware hat ein Vorserientestgerät erhalten und erste Eindrücke gesammelt.
Stammleser erinnern sich vielleicht noch an die PCGH-Ausgabe 05/2013, in der wir eine Wärmebildkamera von Infratec im Wert von knapp 40.000 Euro verwendet und damit Hardware analysiert haben. Natürlich ist die knapp 200 Euro teure Lösung IR-Blue damit nicht vergleichbar, zeigt allerdings auch, dass Wärmebildkameras auch erschwinglich sein können. Das Gerät verfügt über einen Infrarotsensor mit 64 Zonen-Messpunkten. Dabei wird die Wärmebildkamera per Bluetooth an ein iPhone oder Android-Gerät gekoppelt und macht dann die Wärmequellen sichtbar. Exakte Messungen von kleinen Bauteilen sind aber kaum möglich, da die Smartphone-Kamera zwar die grobe Umgebung zeigt, das Wärmebild aber nur als Ebene darübergelegt wird und sich so ungefähr erahnen lässt, wo die Temperatur gemessen wird. In unserem Test lief die kostenlose iPhone-App nicht ganz stabil und stürzte manchmal ab. Neue Firmware-Versionen sollen die Probleme aber laut dem Hersteller beseitigen.
Erstes Fazit: IR-Blue
Teure Profi-Wärmebildkameras haben immer noch ihre Daseinsberechtigung, doch mit IR-Blue ist der erste Schritt getan, um das Thema Wärmebildkamera erschwinglich zu machen. Exakte Messungen sind mit dem Gerät aber kaum möglich, wie Sie auch bei den Bildern in unserer Galerie sehen. Die Auflösung des Sensors ist einfach zu gering, um klassische Wärmebilder zu erstellen. Auch der rechteckige Messbereich fällt recht gewöhnungsbedürftig aus. Dennoch ist es sehr beachtlich, dass eine einfache Wärmebildkamera für so wenig Geld angeboten werden kann.
Bildergalerie
Nachfolgend sehen Sie noch zwei Videos von einer Profi-Wärmebildkamera, welche wir letztes Jahr im Einsatz hatten.



Ne, sowas wirds wohl sicher nicht geben.
Ich hoffe ja viel mehr auf den ersten "richtigen" Nacktscanner
Ja - und die Krebserkrankungen werden ums zigfache steigen wenn jeder Hirni sich zu Hause den ganzen Tag bestrahlt.
Ne, sowas wirds wohl sicher nicht geben.
So ein Blödsinn, was kommt noch, Röntgengerät für das Smartphone?