Nach 10 Jahren: Sony bringt endlich den RX1R-Nachfolger - mit 61 MP und Zeiss-Optik
Sony wagt den Angriff auf Leica Q3 & Fujifilm GFX100RF: Die neue RX1R III kostet 4.900 Euro und kombiniert Kompaktheit mit High-End-Sensor und Zeiss-Glas.
Zehn Jahre hat Sony Fans der Cyber-shot DSC RX1R warten lassen und überrascht man mit einem Nachfolger, der Mark 3. Die dritte Generation wurde angekündigt und macht auf dem Papier Lust auf mehr. Sony produziert seine Sensoren selbst und das Herzstück der RX1R III ist der 61 Megapixel Exmor R im Kleinbildformat zusammen mit den neuesten Bildverarbeitungstechnologien der Japaner. Das verspricht viel Flexibilität, auch bei einer Kamera mit Festbrennweite. Sony nennt einen Dynamikumfang von 15 Schritten und ISO 100-32000.
Das Objektiv ist der zweite Hingucker: Sony hält an der Zusammenarbeit mit Zeiss fest und verbaut das Sonnar T 35 mm f2 mit 9 Lamellen, das 8 Linsen in 7 Gruppen hat. Im Zusammenspiel mit dem hochauflösenden Sensor und Sonys "Step Crop Shooting" sind auch die Brennweiten 50 mm (dann noch 29 MP) und 70 mm (dann noch 15 MP) durch Beschnitt möglich. Das kann auch die Fujifilm GFX100RF und die ist neben der Leica Q3 auch der Markt, in dem die Sony RX1R III angreifen will. Die Sony soll zudem bei Makroaufnahmen eine Naheinstellgrenze von rund 20 Zentimetern erlauben. Scharfgestellt wird übrigens mit 693 Phasenvergleichsautofokuspunkten, die 73 Prozent des Bildes abdecken - das ist 1:1 aus der Alpha A7R V übernommen.
Captain Slow
Die Kompaktkamera verlässt sich zwar stark auf Bildverarbeitungstechnologien, wird aber von Sony hochwertig ausgestattet und hat eine Antireflexionsbeschichtung sowie keinen optischen Tiefpassfilter, um die Bildqualität zu steigern. Diese Filter sitzen normalerweise vor dem Sensor und sollen unerwünschte Effekte wie Moiré-Muster und falsche Farben minimieren, die durch besonders feine Pixelraster des Sensors entstehen. Dadurch ist die RX1R III für solche Effekte anfällig, aber die Software - Bionz XR und KI sei Dank - soll hier nachhelfen. Man wird sehen müssen, wie sich das in der Praxis verhält. Ihr direkter Vorgänger, die DSC-RX1R II, war 2015 die erste seriengefertigte Kamera mit durchgehend variablem Tiefpassfilter.
Die viele Softwarebearbeitung hat ihre Nachteile - etwa bei der Aufnahmegeschwindigkeit. Fünf Bilder pro Sekunde sind heutzutage eher überschaubar, aber das System ist auch nicht für schnelle Sportveranstaltungen gedacht und die Fuji schafft auch gerade einmal sechs Bilder. Auch bei Video muss man Kompromisse machen: 2160p30 bei 10 Bit und 4:2:2 ist das Maximum. Ersatzweise geht auch 1080p120. Eine Sony Alpha A7R V liefert hier deutlich mehr - auch im Hinblick auf S-Log. Doch die Vollformatkamera ist auch deutlich teurer.
Hoher Preis
Apropos teuer: Ein Schnäppchen ist die R1XR III nicht. Sony möchte 5.100 US-Dollar. Ihr direkter Vorgänger wurde 2015 für 3.200 US-Dollar eingeführt - oder inflationsbereinigt 4.350 US-Dollar (ca. 36 Prozent). Die R1XR III ist also in der Anschaffung noch einmal deutlich teurer und verzichtet dabei zum Beispiel auf einen beweglichen, elektronischen Sucher. Offiziell wollte man Gewicht und Platz sparen. Die Kamera ist in der Tat auch recht kompakt und nur 500 Gramm schwer. Aber es spart natürlich auch Geld, wenn der Sucher mit 2,36 Millionen Pixeln und Fakor 0,7 fixiert ist. Auch auf einen optischen Stabilisator im Objekt oder Gehäuse verzichtet Sony. In Zeiten von schrumpfenden Produktionszahlen durch Smartphonekameras ist zwar nicht mit sinkenden Preisen zu rechnen, aber für die R1XR III wird Wettbewerb gegen die Fujifilm GFX100RF für 4.899 US-Dollar MSRP spannend. Die Leica Q3 liegt mit 6.735 US-Dollar MSRP noch einmal deutlich darüber.
In Europreisen mit Steuer muss man für die Fujifilm mit rund 5.500 Euro rechnen, für die Leica 6.250 Euro und die Sony - überraschend - einer UVP von 4.900 Euro. In Euro sieht es damit tatsächlich erst einmal positiv für Sony aus, auch wenn der Markt für Vollformatkompaktkameras in dieser Preisklasse nicht riesig sein wird.
Quelle: Sony

Die Fuji GFX 100RF ist im Übriegen ne Mittelformat Kamera.. das ist nicht wirklich zu vergleichen mit dem "nur" Vollformat der Sony im Bezug auf den Preis
Ein Standard user benötigt aber nicht mal Vollformat wenn er nicht grad im Dunkeln unterwegs ist. da reicht für nahzu 100% ne APS-C Kamera
Diese Kameras richten sich n.m.M ausschließlich an Profis die aus irgendwelchen zu ergründenden ...Gründen Eine unflexible Kompakte Kamera benötigen weil sie.. Klein ist, oder eh absetzbar beim Amt vlt.
61 echte Megapixel benötigt KEIN Normaler hobby oder semi Profi Fotgraf. Außer ich mache z.B Wildlife und muss stark ins Bild zoomen und ausschneiden. Aber dann braäuchte ich auch ein ganz anderes Obejektiv.
13 jahre Fotografiere ich.. Ich erkenne den Nutzen im Verhältnis zum Preis dieser Kamera irgendwie nicht.