Deus Ex: Mankind Divided in der E3-Vorschau - Nicht nur optisch ein echtes Brett
Fette Grafik, riesige Spieltiefe: Während Menschen mit biomechanischen Augmentierungen immer weniger zu lachen haben, jagt Adam Jensen globale Terroristen und Verschwörer. Deus Ex: Mankind Divided in der PCGH-Vorschau.
Mit dem Erstlingswerk Deus Ex: Human Revolution lieferte Eidos Montreal vor vier Jahren einen echten Hammer ab. Wir konnten uns den Nachfolger Deus Ex: Mankind Divided auf der E3 in Los Angeles ansehen und stellen fest: Die kanadischen Entwickler sind auf dem besten Weg, sich noch einmal selbst zu übertreffen. Einmal mehr übernehmen wir im Spiel die Rolle von Adam Jensen, der seine zahlreichen biotechnischen Augmentierungen diesmal in den Dienst der Interpoleinheit Taskforce 29 stellt. Gleichzeitig ist er eine Art Doppelagent, denn er vermutet, dass die Einheit eine getarnte Truppe des Geheimbundes der Illuminaten ist. Um das zu beweisen, arbeitet er gleichzeitig mit einer Untergrundbewegung zusammen.
Menschen zweiter Klasse
Zwei Jahre nach Human Revolution sieht die Lage auf unserem Planeten wenig rosig aus. Der globale Terrorismus hat weiter zugenommen, Menschen mit Augmentierungen werden für viele Missstände verantwortlich gemacht und teilweise in Ghettos eingepfercht. "Wer den Film District 9 kennt, weiß, wie wenig Verständnis sie von 'normalen' Menschen erwarten können", erklärt uns Chefautorin Mary DeMarle. Unsere Vorführung beginnt im Prager Hauptbahnhof. Dort wartet Alex, eine Kontaktperson von Adam Jensen, die ihn über die neuesten Entwicklungen informiert. Dabei werden die beiden augmentierten Freunde immer wieder von schwer gepanzerten Polizisten schikaniert, die ihre Papiere sowohl auf dem Bahnsteig als auch kurz vor dem Ausgang sehen wollen. Und dabei keine Augen für einen Attentäter haben, der im Bahnhof eine Bombe hochgehen lässt.
Schleichen, Kämpfen, Reden oder Hacken?
Etwa 30 Stunden später ist Adam Jensen auf der Suche nach den Drahtziehern des Anschlags. Er vermutet, dass die Augmented Rights Coalition - kurz: ARC - dahintersteckt, eine Organisation, die auf nicht immer legalen Wegen für die Rechte der Augmentierten kämpft. Jensen, der im Vergleich zum letzten Spiel etwas ausgemergelter und gestresster wirkt, macht sich auf zum Prager Ghetto, der vermuteten Basis der Coalition. Wie schon im ersten Teil dürfen wir uns zwischen den vier Spielweisen Schleichen, Kämpfen, Reden und Hacken entscheiden. Und auch, wenn die Munitionsvorräte in dieser Demo unbegrenzt sind, wählen wir den Schleichweg, um ungesehen durchs Ghetto zu kommen. Mit dem neuen Icarus Dash, einem horizontalen beziehungsweise vertikalen Sprint, huschen wir von Deckung zu Deckung und klettern mit einer aktiven Tarn-Augmentierung eine Leiter empor. "Das ist nur ein Weg, um ans Ziel zu kommen", sagt Mary DeMarle. "Ihr hättet auch eine Cafeteria aufsuchen und mit den Personen dort sprechen können, um weitere Informationen zu bekommen."
Hack- und Nanoblade-Angriffe
Kurz darauf erblicken wir eine Gruppe von ARC-Schergen. Mit einem Schuss unseres Tesla-Gewehrs machen wir die vier Gegner vorübergehend unschädlich. Denn auch Deus Ex: Mankind Divided soll sich komplett durchspielen lassen, ohne einen einzigen Feind zu töten. Dabei hilft Adam Jensen seine Spezialsicht, mit der er Gegner ausmachen und ein auf Wunsch auch tödliches Ausschaltungsmanöver einleiten kann. Das funktioniert jetzt sowohl im Kampf als auch im Schleichmodus. Neu ist auch Jensens Fähigkeit, Kameras, Dronen und Türen aus der Entfernung zu hacken. Dabei erwarten ihn neue Fallen und sogar ein Schlachtennebel, aber auch neue Werkzeuge, damit er die Fallen rechtzeitig erkennt und deaktivieren kann. Schließlich greifen wir doch zu den Waffen: Wir nageln mit dem jetzt werfbaren Nanoblade einen Wachposten an der Wand fest. Dann schießen wir es in die Wand hinter zwei weiteren Wachen. Die drehen sich neugierig um, woraufhin es sie in einer Explosion dahinrafft. Dem Sperrfeuer weiterer Gegner entkommt Adam Jensen mit einem optisch sehr cool umgesetzten Schutzschild, der ihn in eine wie mit schwarzen Polygonen überzogene Figur aussehen lässt.
Quelle: Square Enix
Deus Ex: Mankind Divided - Screenshots von der E3 (4)
Wer zieht die Fäden?
Apropos Aussehen: Mankind Divided ist optisch ein echtes Brett. Dafür sorgt die hauseigene Dawn-Engine, die auf der Glacier-2-Engine von Hitman Absolution beruht. Mit feschen DirectX-12-Effekten wirkt die Zukunft noch realistischer, wie auch das unten verlinkte Video zeigt. Wir schalten indes einen Geschützturm aus, den wir mit einem EMP-Projektil zunächst kurzzeitig deaktivieren, um ihn dann mit panzerbrechenden Munition in Alteisen zu verwandeln. Dann wird es Zeit, den Aufzug zu betreten, der uns ins Büro von Talos Rucker bringt, dem Anführer der Augmented Rights Coalition. Statt Rucker einfach zu töten, versuchen wir, ihn per Gespräch zum Aufgeben zu bewegen. Doch unser Plaudergeschick ist wohl nicht groß genug: Rucker kann noch sagen, dass die wahren Verbrecher irgendwo draußen lauert. Dann wenden sich seine eigenen Augmentationen gegen ihn und lassen ihn auf grausige Weise sterben.Deus Ex: Mankind Divided gehört auf den Wunschzettel jedes Liebhabers anspruchsvoller Action-Abenteuer.
Adam Jensen muss über das gehörte Nachdenken: Rucker könnte recht gehabt haben, denn warum sollte die Coalition, die sich für das Wohl der verfolgten Menschen einsetzt, mit einem Attentat deren Situation noch verschlechtern? Zu viel Zeit zum Nachdenken hat Adam nicht, denn mit Ruckers Tod hat er viele ARC-Mitglieder gegen sich aufgebracht. Er setzt eine Kampf-Augmentation ein, die seine Geschwindigkeit erhöht und dabei die seiner Gegner verlangsamt - dann stürzt der PC ab, auf der wir unsere Vorführung genießen durften. "Wir befinden uns nun mal im Alpha-Stadium", grinst Mary DeMarle.
E3-Fazit: Deus Ex: Mankind Divided
Deus Ex: Mankind Divided gehört auf den Wunschzettel jedes Liebhabers anspruchsvoller Action-Abenteuer. Die Atmosphäre ist fantastisch, die Optik ebenfalls und der Wiederspielwert ist dank der vier Vorgehensweisen, der Rollenspielelemente und der Augmentationen enorm. Dazu nimmt die Geschichte den Spieler ernst und bringt ihn gleichzeitig darüber zum Nachdenken, wie er mit Minderheiten umgeht, die er nicht versteht. Der einzige Haken: Eidos Montreals A-Team ist mit dem Spiel noch zum ersten bis zweiten Quartal 2016 beschäftigt.


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Dann müssen wir uns wohl doch mal an eine Petition machen - hat da wer Ahnung von?
Deus Ex GOTY - GOG.com
Offiziell hat das Ding in den aktuell kaufbaren Versionen nur Englisch, es gibt aber einen Deutsch-Patch für die Texte (Sprachausgabe war immer nur Englisch, so weit ich mich zurück erinnern kann, als ich das Spiel immer heimlich in viel zu jungem Alter gezockt hab
Einige Mods gibt es auch dafür, damit es grafisch wieder etwas aktueller wirkt (obwohl das nicht mal nötig wäre, trotz älterer Grafik finde ich es mehr als gelungen):
Mods for Deus Ex: Graphics, Gameplay, and More
Also hier ist alles, was man braucht. Hol es dir und zock es. Du wirst dich ärgern, dass du es bisher nicht getan hast, sobald du ins Spiel eintauchst
Deus Ex hingegen. Klar die Grafik von HR war nicht Bombe, aber zweckmässig. Die Lichtstimmung und der Artstyle waren durchdacht und erzeugten ein gewisses "Metal Gear" Flair. Und das Spielsystem. Von FPS Hohlkopf bis zum Stealthprofi der Opfer vermeidet war alles möglich....überall und nicht nur in einer erzwungenen Storytutorialmission und dann nie wieder. Ich konnte immer wählen was ich mache und auf hohem Schwierigkeitsgrad wars geil Geschütztürme umzuprogrammieren und den Gegner hinzulocken.
Als Crysis Gamer kennt man ja nur "Nanoanzug auf dicke Arme und draufhauen".....wie realistisch und interessant, das macht in Halo mehr Bock.
Ach übrigens, selbst zu Crysis Zeiten war Crysis nicht das bestaussehendste Game......informier dich mal.
Vielleicht solltest du die Meinung eines anderen Users über die Grafik des Spiels um das es hier geht akzeptieren.
DE:HR war natürlich nicht das Non Plus Ultra,aber schon recht gut.
Muss aber sagen habe DE1 nie gespielt,(ja ich weiß Schande über mich),aber damals war ich schlicht zu jung für einen solchen Titel.
Und jetzt die ganzen Klassiker nachzuholen ist immer zeitlich so eine Sache.
Ein gelungenes Spiel, das vielleicht persönliche Geschmäcker nicht getroffen hat, aber nach objektiven Gesichtspunkten wirklich stark ist.
Grafisch wurde glaubwürdig eine eigene Welt inszeniert, ich glaube ja, dass viele Spiele nur deshalb als grafisch unzureichend empfunden werden, weil das Setting sehr nahe an der Realität angelegt ist. Wenn man die Videospiele mit der Realität vergleicht, können Videospiele in Sachen Optik nur verlieren. Es sei denn, sie zeichnen bewusst individuell. HR hatte ja wirklich diesen schwarz-gelben Stich.
Wirklich atmosphärisch und charmant das Ganze.