"Legende kehrt zurück": Strategiespiel Defender of the Crown mit Comeback nach 40 Jahren

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"Legende kehrt zurück": Strategiespiel Defender of the Crown mit Comeback nach 40 Jahren
Quelle: Nordcurrent Labs

Noch mehr Retro geht kaum: Das wegweisende Strategiespiel Defender of the Crown bekommt 40 Jahre nach seiner Veröffentlichung auf dem Amiga ein Remake.

Es scheint die Woche der Gegensätze zu sein. Während unter anderem Nvidia auf der Game Developer Conference weit in die Zukunft der PC-Spiele schaut, haben sich allein diese Woche mehrere Meldungen zu Remakes von klassischen Spielen angehäuft.

Wer erinnert sich noch an die 80er?

So geht es für den Strategieklassiker Colonization aus dem Jahre 1994 zumindest inoffiziell in eine neue Runde, und auch The 7th Guest wird neu aufgelegt. Das gilt auch für eine noch ältere "Legende" unter den Strategiespielen: Mit Defender of the Crown wird ein ursprünglich 1986 für den Commodore Amiga erschienener Klassiker neu interpretiert, wobei es nicht der erste Versuch eines Remasters oder Remakes ist. Das Spiel war das erste vom Entwicklerstudio Cinemaware, später erschienen weitere Versionen für Atari ST, C64, MS-DOS und NES. Spiele von Cineware hatten laut Wikipedia "alle zu ihrer jeweiligen Zeit eine bemerkenswerte Grafikqualität". Das damals bekannte deutsche Spielemagazin ASM war Zeuge einer "neuen, faszinierenden Konzeption von Spielprogrammen" und vermochte kaum zu glauben, dass die Spielgrafiken mit einem Heimcomputer erzeugt werden konnten.

Screenshots aus dem Remake: Defender of the Crown

Defender of the Crown mischt Strategie mit Action- und Adventure-Elementen. Im mittelalterlichen England ist König Richard gestorben; der Spieler muss insgesamt fünf andere Herrscher besiegen, um die Macht über England zu erhalten. Wie die Entwickler unter anderem auf Steam schreiben, sei es eine "Ehre und ein Privileg, diesen legendären Titel wiederzubeleben". Defender of the Crown habe "die Fantasie der ersten Generation von Spielern beflügelt und die Computerspielgeschichte nachhaltig geprägt".  

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Neue Spielmodi im Remake

Vor vier Jahrzehnten sei der Titel "eines der visuell beeindruckendsten und ambitioniertesten Spiele seiner Zeit" gewesen. Mit Defender of the Crown: The Legend Returns möchte man das Vermächtnis würdigen und das Spiel einer neuen Generation von Gamern näherbringen. Das Ziel möchte man mit insgesamt drei Spielmodi erreichen. Im Retromodus wird der originale Amiga-Klassiker "nahezu perfekt" authentisch erhalten (vor allem an der Grafik erkennbar) und nur mit Quality-of-Life-Verbesserungen versehen. Im Klassikmodus wird das Original für die Gegenwart neu interpretiert. Versprochen werden eine "völlig neue visuelle Identität, verfeinerte Mechaniken und flüssigere Systeme".

Das Original ließ sich damals in gut einer Stunde bewältigen - ohne Savegame wohlgemerkt. Damit das Ganze etwas längerfristig Spaß macht, gibt es mit dem Königreich-Modus laut Beschreibung prozedural generierte Karten, spezielle Würfelmechaniken, freischaltbare Fähigkeiten und mehrere Schwierigkeitsgrade. Wir sind gespannt, welche Langfristmotivation erreichbar ist. Bei GoG freut man sich schon auf die Rückkehr der Legende. Einen Termin gibt es noch nicht, der Titel lässt sich zumindest auf die Wunschliste setzen.

In der Galerie: Denkwürdige Spiele vom Amiga

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    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cohen Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Kannst Du bitte mal nachschauen, ob die Edition ein Datum hat? Wann wurde das aufgelegt? Danke
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]:

        "Software and package design Cinemaware LLC. 1986-2016",
        Limitierte Auflage von 500 Stück.
        Vorwort von Jim Sachs im Handbuch von Juni 2016.
        Neueste Verzeichnisse/Dateien auf der CD-ROM vom 13.08.2016.
        mein Besuch der GamesCom und der Adventuretreff-Party war am 19.08.2016

        Also wird die Edition zwischen 13. - 18.08.2016 komplettiert worden sein.
      • Von Cohen Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Kannst Du bitte mal nachschauen, ob die Edition ein Datum hat? Wann wurde das aufgelegt? Danke
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]:

        "Software and package design Cinemaware LLC. 1986-2016",
        Limitierte Auflage von 500 Stück.
        Vorwort von Jim Sachs im Handbuch von Juni 2016.
        Neueste Verzeichnisse/Dateien auf der CD-ROM vom 13.08.2016.
        mein Besuch der GamesCom und der Adventuretreff-Party war am 19.08.2016

        Also wird die Edition zwischen 13. - 18.08.2016 komplettiert worden sein.
      • Von PCGH_Thilo Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Cohen
        Hatte ich 2016 auf der GamesCom gekauft.
        Kannst Du bitte mal nachschauen, ob die Edition ein Datum hat? Wann wurde das aufgelegt? Danke
      • Von Cohen Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Ja, wow, von wann ist denn diese Extended Collectors Edition?
        Hatte ich 2016 auf der GamesCom gekauft.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Capucius
        Du solltest nicht von dir (Stichprobengröße: 1) auf die Grundgesamtheit schließen. Es gibt eine Menge Leute, die die alten Spiele nach wie vor spielen und sie mögen. Es liegt auch nicht an den Spielen im Vergleich zu modernen Spielen, meine Kinder lieben die Spiele, die ich ihnen auf Amiga und Atari ST zeige.
        Bei einer Meinung, insbesondere meiner eigenen, schließe ich grundsätzlich auf mich. Das die Grundgesamtheit da durchaus anderer Meinung ist bestreite ich nicht einmal. Aber ich werde meine Meinung dennoch innerhalb eines Threads äußern.
      • Von Capucius Software-Overclocker(in)
        Zitat von Brontomimo
        Naja. Ich nehme mal an, dass sie NICHT wie wir damals Diskettenjockey spielen müssen sondern das die Emulation da brav den Turbo schiebt. Die meisten 16-bit Konsolengames sind mit mehr Würde gealtert.

        Cinemaware's Titel waren qualitativ durchwachsen (man vergleiche It Came From mit The Stooges) aber vom Ansatz durchaus interessant, schliesslich wurde meist ein ungewöhnlich komplexes Setting aus mehreren Perspektiven mit vollkommen unterschiedlichen Mechaniken aber stets grafisch ansehnlich dargebracht.
        In Sachen Spielbarkeit aber riss man keine Bäume aus.
        Wir spielen auf physischen Geräten, am Atari ST mit einem Gotek, am Amiga 1200 mit einer CF-Card an einem PCMCIA Adapter, was aber einer damaligen Festplatte entspricht. Wobei man bei DotC nicht zum Diskjokey wird, das ist noch überschaubar und auf dem Atari auf einer einzelnen Diskette gewesen, beim Amiga weiß ich es nicht.
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