Game Changer DLSS: Benchmarks
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Game Changer DLSS: Benchmarks

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Special Raffael Vötter

Wie viel Leistung bringt DLSS? Das überprüfen wir anhand von mehreren Spielen.

Nachdem wir die Qualität abgebildet haben, bleibt noch eines zu klären: Wie viel Leistung bringt DLSS? Für den Leistungstest haben wir dieselben acht Spiele und PCGH-Testszenen herangezogen. Die Benchmarks finden in den vier populären Auflösungen Full HD, WQHD Ultrawide-QHD und Ultra HD statt. Als Grafikkarten haben wir uns für eine sinnvolle Staffelung des aktuellen Nvidia-Line-ups entschieden: Angefangen bei der Geforce RTX 3060, über die Geforce RTX 3070 bis hin zur Geforce RTX 3080 Ti decken wir nicht nur drei Ampere-GPUs, sondern auch ein breites Spektrum ab. Die Einstellungen sind gegenüber den Vergleichsvideos identisch: Wir testen mit maximalen Details inklusive Raytracing-Aufwertung.

Da die Grafikkarten unterschiedliche Performance-Segmente bedienen, passen wir die standardmäßig eingeblendete Auflösung in den Benchmarks dementsprechend an. So führt ein Klick auf die Geforce RTX 3060 stets zu Full HD, während die Geforce RTX 3070 ihre WQHD-Werte zur Schau stellt und die Geforce RTX 3080 Ti mit ihrer Ultra-HD-Leistung protzen kann. Selbstverständlich können Sie im Drop-down-Menü (in jedem Benchmark links über den Balken) auch die jeweils anderen Auflösungen auswählen (sofern nicht anders angegeben).

Battlefield 2042

Das Multiplayer-Geballer mit bis zu 128 Spielern spaltet die Spielergemeinde, macht grafisch jedoch zweifellos einiges her. Die Integration von DLSS schlägt aufgrund der hohen Grundlast des Spiels - auch das Raytracing belastet in erster Linie den Hauptprozessor - erst in höheren Auflösungen als Full HD voll durch. Doch sehen Sie selbst:

Die Geforce RTX 3060 fühlt sich in Full HD am wohlsten, hier bringen die sinnvollen DLSS-Modi Quality/Qualität und Balanced/Ausgeglichen 21 bis 27 Prozent bessere Frameraten. Die Geforce RTX 3070 eignet sich bestens für WQHD und profitiert hier aufgrund der höheren Pixellast prozentual etwas mehr von DLSS als die RTX 3060 in Full HD - zwischen 23 und 32 Prozent sind hier zu holen. Die Geforce RTX 3080 Ti hat genug Leistung und Speicher für Ultra HD, gegen das 37-prozentige Leistungsplus von DLSS Balanced ist jedoch nichts einzuwenden. In Ultra HD lohnt sich auch ein Blick auf DLSS Performance/Leistung, bei dem intern nur mit Full HD gearbeitet wird. Dadurch steigt die Leistung um stolze 50 Prozent auf gut 88 Durchschnitts-Fps. Der Ultra-Performance-Modus skaliert davon ausgehend erstaunlich schwach und ist daher nur etwas für Ausflüge mit der 5K-Auflösung (auch mittels DSR).

Cyberpunk 2077

CD Projekts Mammutprojekt scheiterte zwar an den gigantischen Erwartungen, ist jedoch bis heute eines der hübschesten PC-Spiele am Markt. Die Raytracing-Aufwertungen umfassen die Beleuchtung des gesamten Bildes, was in hohen Leistungskosten resultiert. Jedes gesparte Pixel ist für Bildratenjäger ein gutes Pixel - DLSS ist somit eine scharfe Waffe. Werfen wir einen Blick auf die Zahlen:

Wenig überraschend zeigt Cyberpunk 2077 die größten Fps-Gewinne beim Durchskalieren der vier angebotenen DLSS-Modi. Die Geforce RTX 3060 kann in Full HD eine Entlastung gut gebrauchen; die hierbei sinnvollen DLSS-Modi Quality/Qualität und Balanced/Ausgeglichen steigern die Bildrate um 54 respektive 74 Prozent. Die Geforce RTX 3070 ist in WQHD ungefähr genauso schnell wie die RTX 3060 in FHD und profitiert hier aufgrund der höheren Pixellast etwas mehr; satte 65 bis 90 Prozent sind hier zu holen. Die Geforce RTX 3080 Ti kämpft in nativem Ultra HD sichtbar mit der Last, DLSS Balanced kann die Bildrate jedoch auf gut spielbare 50 Fps mehr als verdoppeln. Auch hier lohnt sich ein Blick auf DLSS Performance, das zwar sichtbar Details interpoliert, die Bildrate dafür aber um den Faktor 2,5 (!) anhebt.

Deathloop

Der innovative, mit außergewöhnlichem Design gesegnete Ego-Shooter bietet eine eher unspektakuläre Raytracing-Implementierung für ausgewählte Schatten, dazu gibt's ein bestenfalls zweckmäßiges Temporal-AA. DLSS hat hier folglich nicht nur optisch gute Chancen, sondern kann aufgrund der Raytracing-Last theoretisch auch die Leistung stark erhöhen - nun, es bleibt bei der Theorie:

Interessanterweise führen die Raytracing-Schatten - wie bei Battlefield 2042 - in erster Linie zu einem verschärften Prozessorlimit. Die mit hoher Raytracing-Leistung ausgestatteten Ampere-GPUs brechen durch die Zusatzberechnungen hingegen kaum ein, was die verhältnismäßig geringen Unterschiede zwischen den Auflösungen und Modi erklärt. Full HD ist im Grunde auf jeder Geforce RTX 30 weitgehend CPU-limitiert, obwohl wir einen bärenstarken Prozessor verwenden. Der beste DLSS-Modus Quality/Qualität kann die durchschnittliche Bildrate in der Wohlfühlzone der teilnehmenden Grafikkarten dennoch um etwa ein Drittel anheben. Wie im Bildqualitätsteil dieses Artikels bereits ausgeführt, bietet Deathloop auch Support für AMDs FidelityFX Super Resolution. Da dieses jedoch das schwache TAA als Input verwendet, ist fällt FSR qualitativ stark ab - die Bildrate klettert jedoch mindestens genauso hoch wie mit (dem optisch klar überlegenen) DLSS.

Doom Eternal

Flüssig, flüssiger, Doom Eternal. Die Shooter-Veteranen von id Software haben ihre Engine so gut im Griff, dass Doom Eternal selbst mit Raytracing-Aufwertung noch besser läuft als die meisten anderen Spiele ganz ohne Raytracing. Das sehr gute Temporal-AA (8× TSSAA) kann sich qualitativ über weite Bildteile gegen Nvidias DLSS behaupten, zieht jedoch bei der Abbildung von Feinheiten den Kürzeren. Wie es um die Bildraten steht, offenbart der folgende Benchmark:

Wir empfehlen auch hier DLSS Qualit als besten Kompromiss aus Entlastung und Qualität. Die Geforce RTX 3060 (Full HD) legt damit um 21 Prozent zu, die Geforce RTX 3070 (WQHD) bereits um 26 Prozent und die Geforce RTX 3080 Ti (Ultra HD) um 27 Prozent. Je nach Geschmack können auch höhere Auflösungen und DLSS-Modi gefahren werden, die Leistung ist in den meisten Szenarien über jeden Zweifel erhaben.

Guardians of the Galaxy

Das Superhelden-Spektakel im Marvel-Universum ist nicht nur einer der Überraschungs-Hits des Jahres 2021, sondern auch ein herausragend guter Grafikkarten-Benchmark: Die Pracht läuft grundsätzlich gut und reproduzierbar, skaliert jedoch trotzdem hervorragend mit GPU-Leistung und zeigt nicht zuletzt dank der hochwertigen DLSS-Implementierung, was sich durch cleveres Pixelsparen herausholen lässt. Die Ergebnisse:

Marvel's Guardians of the Galaxy skaliert nach Cyberpunk 2077 am besten mit der Pixellast, jeder Auflösungsschritt wirkt sich auf die Bildrate aus. Die Geforce RTX 3060 erzielt in Full HD bereits mit dem spieleigenen Temporal-AA beinahe 60 Fps. Die hübschen DLSS-Modi Q und B steigern die Bildrate davon ausgehend um 35 bis 52 Prozent, sodass sich beispielsweise ein 60-Fps-Limit einstellen lässt, um Strom zu sparen. Die Geforce RTX 3070 erreicht beinahe die gleichen Bildraten in WQHD/1440p und profitiert hier noch etwas stärker von DLSS: Quality steigert die Framerate um 45 Prozent, Balanced um satte 67 Prozent. Die Geforce RTX 3080 Ti erreicht noch ordentliche Bildraten in Ultra HD, blüht jedoch erst mit DLSS richtig auf: Der Fps-Faktor 2 und somit tadellose Frametimes sind mit den höheren DLSS-Modi kein Problem - auch hier ideale Voraussetzungen, um mithilfe eines tiefer angesetzten Framelimits ordentlich Energie einzusparen.

Icarus

Survival-Spiele sind zwar nicht jedermanns Sache, das auf der mächtigen Unreal Engine 4 (UE4) basierende Icarus bietet dank RTXGI jedoch auch etwas fürs Auge. Daneben werden sowohl DLSS als auch FSR unterstützt, was das Spiel zu einem idealen Spielplatz für Anti-Aliasing-Vergleiche macht. Die Benchmark-Ergebnisse lauten wie folgt:

UE4-typisch skaliert die Bildrate stark mit der Anzahl zu berechnender Pixel, sodass die Fps-Gewinne durch Upscaling in den meisten Fällen gern gesehen sind. So bringt DLSS Quality der Geforce RTX 3060 rund 34 Prozent bessere Fps-Raten ein, während die Geforce RTX 3070 um 39 Prozent zulegt. Die Geforce RTX 3080 Ti keucht unterdessen bei nativer UHD-Last und dankt den Wechsel auf DLSS Quality mit einem satten Fps-Plus von 56 Prozent - damit ist die 60-Fps-Marke in greifbarer Nähe.

Auffällig ist, dass FSR in den meisten Fällen etwas bessere Bildraten erzielt als die ähnlich bezeichneten DLSS-Modi. Wie bereits erwähnt, sind derartige Vergleiche aber nicht fair, da DLSS eine höhere temporale Stabilität erzielt. 1:1 vergleichbar sind FSR und DLSS in Icarus zu keiner Zeit, in Sachen Flimmerneigung ähneln sich jedoch FSR Quality und DLSS Performance, das wesentlich flüssiger läuft.

Landwirtschafts-Simulator 22

Der Landwirtschafts-Simulator 22 ist nicht nur ein Phänomen in Sachen Beliebtheit und ein Schwergewicht, was die angebotenen Anti-Aliasing-Verfahren angeht, es mimt in diesem Leistungstest auch die Ausnahme. Wir haben es wirklich versucht, das voreingestellte 60-Fps-Limit (welches nichts mit VSync zu tun hat) wollte jedoch partout nicht weichen. Daher testen wir das Spiel nur mit einer Geforce RTX 3060 - und zwar in der 5K-Auflösung mittels DSR. Nur mithilfe dieser hohen Pixellast können wir eine angemessene Skalierung zwischen den vielfältigen AA-Modi abbilden. Als einziges Spiel im Ensemble bietet der Farming Simulator 22 Support für Deep Learning Anti-Aliasing, kurz DLAA, welches im Gegensatz zu DLSS mit nativer Auflösung arbeitet. Die interessanten Ergebnisse:

Die Ergebnisse fallen etwas aus dem Rahmen. Auffällig ist nicht nur der DLAA-Wert am unteren Ende der Balken - die Aufwertung kostet gegenüber dem Engine-eigenen TAA sieben Prozent Leistung -, sondern auch die grundsätzlich verhaltene DLSS-Skalierung. Selbst Ultra Performance, welches in 5K/2880p zu einer internen Auflösung von 960p führt, steigert die durchschnittliche Bildrate nur um 71 Prozent - wir hatten eher mit dem Dreifachen gerechnet. Die unterschiedlichen FSR-Modi erzielen meist höhere Leistungsgewinne. Der Landwirtschafts-Simulator 22 neigt jedoch, wie Icarus, durch rein spatiales Upscaling sichtbar zu Flimmern, je mehr Pixel eingespart werden. Vergleicht man temporal ähnlich stabile Modi, etwa FSR Quality mit DLSS Performance, ergibt sich ein Gleichstand.

Rise of the Tomb Raider

Lara Crofts zweites (Reboot-)Abenteuer ist eine weitere Ausnahme von der Regel. Das fünf Jahre alte Spiel zeigt mithilfe des neuesten Updates, was DLSS gegenüber reinen Postfiltern (SMAA/FXAA) ausrichten kann. Temporal-AA abseits von DLSS fehlt - dafür kann der ineffiziente Holzhammer OGSSAA (ähnlich wie DSR, nur ohne zusätzlichen Gaußfilter) zugeschaltet werden. Die Ergebnisse sind sehr interessant:

Die Erkenntnis, dass Rise of the Tomb Raider auf jeder aktuellen Grafikkarte (über)flüssig läuft, verwundert nicht. Die Skalierung mit der Grafikleistung und Auflösung ist dennoch bemerkenswert, da wir in einem anspruchsvollen Außenbereich testen. Wir haben für die Wissenschaft alle DLSS-Modi getestet, im praktischen Einsatz ergibt jedoch alles andere als Quality/Qualität wenig Sinn - grafische Finesse und Bildraten sind hier über jeden Zweifel erhaben. Wer möchte, kann sich in noch höhere Gefilde vorwagen: 5K oder, im Falle der Geforce RTX 3080 Ti, ist auch 8K überhaupt kein Problem - aktivieren Sie einfach DLSS Performance für internes Ultra HD und die Bildrate liegt bei besserer Qualität kaum unter den gezeigten Fps.

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  1. Seite 1 Game Changer DLSS: Übersicht
  2. Seite 2 Game Changer DLSS: Bildqualität analysiert
  3. Seite 3 Game Changer DLSS: Benchmarks
  4. Seite 4 Game Changer DLSS: Fazit
    • Kommentare (69)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Lichtspieler2000
        Bei FSR wundert mich das nicht, das würde ich in QHD auch nicht nutzen wollen.
        Ähm ich hab auch ne Nvidia, nur so zur Info du. Deine einzigste Mission hier ist auch provozieren, kann das sein?
        Geh doch mal in die Politik, da kann man genug streiten derzeit. Da würde sich dein Einsatz evtl. noch lohnen.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Lichtspieler2000
        Bei FSR wundert mich das nicht, das würde ich in QHD auch nicht nutzen wollen.
        Ähm ich hab auch ne Nvidia, nur so zur Info du. Deine einzigste Mission hier ist auch provozieren, kann das sein?
        Geh doch mal in die Politik, da kann man genug streiten derzeit. Da würde sich dein Einsatz evtl. noch lohnen.
      • Von Lichtspieler2000
        Zitat von Gurdi
        Ja verwende immer noch kein Upsampling.
        Bei FSR wundert mich das nicht, das würde ich in QHD auch nicht nutzen wollen.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Lichtspieler2000
        Siehst du das heute eigentlich immer noch so?
        Ja verwende immer noch kein Upsampling.
      • Von Lichtspieler2000
        Zitat von Gurdi
        Ich hab aber eher Bedarf nach mehr Bildqualität als Nativ, wie gesagt einen Tradeoff kann ich mir auch so aushandeln mit normalen Gamesettings. In QHD ist meine Karte eigentlich unterfordert.
        Siehst du das heute eigentlich immer noch so?
      • Von iReckyy Software-Overclocker(in)
        Vielen Dank für den Artikel und das Video.
        Ich hatte eine etwa zweijährige Gamingpause und muss das erstmal wieder aufholen.

        Generell finde ich, dass es ein mega Feature ist.

        Allerdings hätte ich eine andere Abstufung sinnvoller gefunden.

        Anstatt:

        DLSS Ultra Performance = 0,333
        DLSS Performance = 0,500
        DLSS Balanced = 0,580
        DLSS Quality = 0,666

        Lieber:

        DLSS Ultra Performance = 0,333
        DLSS Performance = 0,500
        DLSS Balanced = 0,666
        DLSS Quality = 0,750

        Ich meine, dass ich zwischen DLSS Q und DLAA Unterschiede zugunsten DLAA sehe, jedoch ist es wegen des Performance Nachteils eine schwere Entscheidung es zu nutzen. Allerdings ist es im Vergleich zu TAA ja fast gleich im Sachen Leistung futtern.

        Einen anderer Mittelweg wie oben, fände ich gut.

        Inzwischen gibt es ja Möglichkeiten das selber mittels Mod zu integrieren.

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