DLSS-Konkurrent XeSS: Intel über sein Upscaling-Verfahren - Version 2.0 nur eine Frage der Zeit
In einem Interview ließ Intel durchblicken, dass es langfristig auch Version 2.0 und 3.0 des DLSS-Konkurrenten XeSS (Xe Super Sampling) geben wird. Auch auf die Unterstützung von Nvidia- und AMD-Grafikkarten ging Intel genauer ein.
Intel verriet bereits während des Architecture Day 2021 einige Details über sein Xe Super Sampling, kurz XeSS. Es erinnert sehr viel mehr an Nvidias DLSS als an AMDs FidelityFX Super Resolution (FSR), soll jedoch wie AMDs FSR einen offenen Ansatz haben, also auch mit Konkurrenz-Grafikkarten laufen. Nun hat sich WCCF-Tech mit Intels Karthik Vaidyanathan über das kommende Upscaling-Verfahren unterhalten.
So erläutert Vaidyanathan beispielsweise, dass XeSS nicht erst speziell für jedes Game trainiert werden muss. Mit Blick auf das bereits gezeigte Material heiß es: "Sie haben die Demo gesehen und dazu kann ich sagen, dass XeSS diese Demo nie gesehen hat. Der gesamte Inhalt in dieser Szene, den sie gesehen haben, wurde nicht für unseren Demo-Prozess verwendet."
Eine API, aber zwei Möglichkeiten es zu berechnen
Intel geht erneut darauf ein, dass man sein Upscaling-Verfahren auf zweierlei Weise nutzen kann. Einmal über die proprietäre Befehlssatzerweiterung XMX, welche bisherigen Informationen nach nur Intels Xe- beziehungsweise Arc-Serie unterstützt. Andere GPUs müssen XeSS über das DP4a-Format berechnen, das Microsoft als Teil des Microsoft Shader Model 6.4 umgesetzt hat.
Intel deutet an der Stelle an, dass eigene GPUs den performanteren Ansatz nutzen. Doch ob nun per XMX oder DP4a: Laut Intel kommt in beiden Fällen dieselbe API zum Einsatz. XMX soll dabei stets eine Intel-spezifische-Lösung sein, womit letztlich auch Tensor-Kerne aktueller Geforces erst einmal aus dem Rennen sind. Geforces müssten sich also ebenfalls mit dem DP4a-Format begnügen.
DLSS-Konkurrent XeSS: Version 2.0 und 3.0 nur eine Frage der Zeit
Genau wie Nvidias DLSS und AMDs FSR plant Intel verschiedene Qualitäts-Einstellungen. Karthik Vaidyanathan gibt allerdings auch zu bedenken, dass bei der Debatte um die Leistung-, Qualitäts- und Ultraqualitäts-Einstellung ein Punkt meist wenig Beachtung findet. "Man möchte eigentlich, dass der Leistungsmodus eine Bildqualität erzeugt, die 'Ultra Quality' so nahe kommt, dass sie das visuelle Erlebnis nicht beeinträchtigt." Viel Abstriche scheint Intel für die Performance-Einstellung demnach nicht in Kauf nehmen zu wollen.
Mehr zum Thema:Open-Source-DLSS von Intel: XeSS in Aktion, alle Informationen
Im Interview geht Intel auch auf die Zukunft seines Upscaling-Verfahrens ein. Fertig sei man ja eigentlich nie, also werde es irgendwann auch ein XeSS 2.0 und 3.0 geben, so Intel. Der Open-Source-Ansatz werde dabei ein wichtiger Eckpfeiler bleiben. Immerhin liege dann auch die Hemmschwelle, es zu integrieren, niedriger. "Es ist etwas, das man in seine Spiel-Engine integrieren kann und nicht für jede einzelne Plattform, auf der es läuft, differenzieren muss." Zwecks breiter Akzeptanz sei von Anfang eine Lösung das Ziel gewesen, die auch mit anderen GPUs zusammenarbeitet.
Quelle: WCCF-Tech

Abgesehen davon hätte Intel nachdem sie nun so spät mit einer derartigen Technik in den Markt kommen, auch keine Chance mit einer rein Intel-spezifischen Lösung.
Ergänzend: Es bleibt zu vermuten, dass sie wohl min. eine zu FSR gleichwertige, wenn nicht gar leicht bessere *) Lösung anzubieten gedenken, denn mit einer weiteren Upscalinglösung, die nicht einmal mit FSR mithalten könnte, bräuchte man erst gar nicht auf den Markt kommen, denn warum sollte die wer adaptieren wollen? (Da blieben wohl nur finanzielle Zuwendungen von Intel als Grund, aber selbst das würde mittelfristig nicht nennenswert auf Intels Konto einzahlen.)
Und selbst wenn man sich leistungs/qualitätstechnisch gar eher deutlicher in Richtung DLSS2.x orientieren sollte (man beachte den Konjunktiv), werden sie es absehbar immer noch schwer haben, denn DLSS ist schon vergleichsweise weit verbreitet (und die HW-Basis relativ groß) und FSR wird absehbar auch relativ schnell an Popularität gewinnen. Da wird es schon eng für eine dritte Variante. Hier könnte man bestenfalls auf eine vergleichsweise einfache Implementation setzen, aber dazu fehlen noch brauchbare Bewertungen für eine echte Einschätzung.
*) Wie auch immer genau dieses Kriterium "besser" konkret bemessen sein soll.
In der Praxis ist bei mir der Inputlag mit 57fps@60Hz optimal eingestellt@AMD.
(mit NV wärs wohl 56 oder 58fps oder so, ... Da solls wohl kleine Unterschiede beim Buffer geben(x),
Igor hatte Das mal ausführlich getestet)
(x) kann mit Vsync dann wichtig sein, den optimalen Abstand zu erwischen, sprich ohne Buffer und ohne große
Backpressure in der Pipeline
Enhanced Sync erzeugt zuviel Backpressure, weil >Hz vom Moni = schlecht für Refreshzyklen etc.
Warum denn das? Das FPS plus das man quasi ohne Verlust bekommt? Klar in früheren Versionen von DLSS war ein Unterschied zu merken, aber aktuell wüsste ich nicht warum ich DLSS DEaktivieren soll.
Bin gespannt was die Stärken und Schwächen von Intels Upscale Technik ist