Days Gone im Benchmark-Test auf PC: Benchmarks und Fazit
Quelle: PC Games Hardware
Seite 2:

Days Gone im Benchmark-Test auf PC: Benchmarks und Fazit

109
Special Philipp Reuther Raffael Vötter David Krausbauer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Wie schlagen sich Radeon und Geforce bei der PC-Version von Days Gone? Und wie die CPUs von Intel und AMD?

Days Gone: GPU-Benchmarks

Erst der Spaß, dann das Vergnügen: Wie bei jedem PCGH-Techniktest haben wir das zu prüfende Spiel vor den Benchmarks ausführlich gespielt und dabei die Technik abgeklopft. Das haben wir selbstverständlich auch bei Days Gone getan, um die Performance-Charakteristik kennenzulernen und Ihnen valide Benchmarkwerte zu liefern. Bei alldem kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce GRD 466.47 WHQL und die Radeon Software 21.5.2. Alle Messungen werden mittels einer neuen Version von CapFrameX durchgeführt, die Messdauer pro Durchlauf beträgt ausnahmslos 20 Sekunden; Resizable BAR respektive Smart Access Memory sind bei unseren Benchmarks sei April standardmäßig aktiv.

Wir starten mit den vergleichenden Benchmarks von Geforce gegen Radeon. 22 Modelle der Jahrgänge 2014 bis 2021 sind angetreten - sicher auch (mindestens) eines von Ihnen. Die Testsequenz "Sleazy Rider" sehen Sie im eingebetteten Youtube-Video. "PCGH Benchmarks & Analysis" ist übrigens ein neuer Youtube-Seitenkanal, in dem wir künftig alle Benchmarkszenen und so manche Randbetrachtung platzieren werden - klicken Sie doch mal rein! Selbstverständlich finden Sie auch das Benchmark-Savegame als Download in diesem Artikel.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können. Die Benchmarks finden allesamt mit maximalen Details sowie einem auf 90° erweiterten FoV (Field of View) statt. Diese Maßnahme sichert beim Spielen eine bessere Übersicht und erhöht die Leistungskosten etwas, da ein größeres Sichtfeld gerendert werden muss.

Ein Blick auf die Benchmark-Balken offenbart, dass Days Gone schon auf schwächeren Grafikkarten gut läuft. Die in den Systemanforderungen empfohlenen Grafikkarten wären für felsenfeste 60 Fps in Full HD und maximalen Details zwar ein wenig zu langsam, doch beispielsweise die GTX 1070 und Vega 56 (also jeweils eine Leistungsklasse über den empfohlenen GPUs) können bei Full HD und maximierten Details auch in unserer leicht überdurchschnittlich anspruchsvollen Benchmarkszene 60 Fps erzielen und nahezu halten. Da sich Days Gone auch mit relativ wenig Grafikspeicher begnügt und selbst in Ultra HD mit 6 GiByte auskommt, stellt auch dieser für halbwegs aktuelle Grafikkarten mit adäquater Speicherbestückung kein Hindernis dar. Wenn Sie indes Supersampling über die spielinterne Auflösungsskalierung nutzen wollen, sollte neben einem großzügigen Leistungspolster auch reichlich Grafikspeicher (mindestens 8 GiByte) zur Verfügung stehen, das Downsampling erhöht den Speicherbedarf recht beträchtlich.

Wie von der Unreal Engine 4 gewohnt, präferiert diese auch in Days Gone (PC) Nvidia-GPUs. Allerdings in einem überschaubaren Umfang, Radeon-Grafikkarten liefern eine insgesamt ordentliche Performance. Obendrein neigt der Grafikmotor nicht zu den regelmäßigen Stockern und schlechter CPU-Auslastung - Umstände, für die die Unreal Engine 4 insbesondere unter Verwendung von DirectX 11 durchaus bekannt oder berüchtigt ist. Insgesamt erreichen die Entwickler ein sehr gutes Verhältnis aus grafischer Güte und Leistungskosten, für Days Gone muss vermutlich niemand seinen PC aufrüsten.

Falls Sie sich über die durchweg geringen Taktraten-Angaben wundern: Days Gone erweist sich als überdurchschnittlich power-intensiv, alle GPU-Architekturen werden sehr warm und müssen sich daher etwas stärker zügeln als in den meisten anderen Spielen. Das spricht für eine gute Auslastung der Chips.

Days Gone: CPU-Benchmarks

Für die CPU-Benchmarks nutzen wir dieselbe Szene wie bei den Grafikkarten. Days Gone ist dabei so gut optimiert, dass selbst viele Jahre alte Prozessoren dreistellige Bildraten liefern. Wir mussten uns daher ganz schön ins Zeug legen, überhaupt ein CPU-Limit erzeugen zu können. Dafür haben wir uns an der Renderskalierung bedient und sie auf zehn Prozent heruntergedreht. Das entspricht bei einer Auflösung von 1.280 × 720 - genau - niedlichen 128 × 72 = 9.216 Pixel. Niemand spielt in dieser Auflösung, das ist uns klar. Dennoch müssen wir auf diese Art und Weise ein CPU-Limit erzeugen, um die Leistung der Prozessoren herauszuarbeiten. Auf diese Weise fordern wir auch die Frametimes stärker heraus, die für die gefühlte Spielbarkeit verantwortlich zeichnen.
Der PCGH-CPU-Benchmark in Days Gone. Erkennen Sie etwas? (Das Bild sieht wirklich so aus, es ist nicht ihre langsame Internet-Leitung, die das Bild erst noch laden muss ;)) Quelle: PCGH Der PCGH-CPU-Benchmark in Days Gone. Erkennen Sie etwas? (Das Bild sieht wirklich so aus, es ist nicht ihre langsame Internet-Leitung, die das Bild erst noch laden muss ;)) Sie verzeihen uns sicher, wenn wir bei dieser prachtvollen Grafik nicht immer exakt zu 100 Prozent die gleiche Strecke abfahren können, doch anders sind CPU-Benchmarks in Days Gone leider nicht möglich. Jeder Benchmark wurde dabei einmal auf einer RTX 3090 und einmal mit einer RX 6800 XT erstellt, um die Unterschiede zwischen Nvidia und AMD aufzuzeigen. Ähnlich wie in anderen Spielen mit der Unreal Engine 4 hat AMD nämlich hier auch mit dem Treiber-Overhead zu kämpfen, was im Zweifelsfall eine ganze Menge CPU-Leistung kosten kann. Für uns PC-Spieler, die weitaus modernere Titel auf Basis von Low-Level-APIs mit Raytracing, DLSS und anderen Spezialitäten gewohnt sind, ist Days Gone wie eine Zeitreise in die Vergangenheit, mit allen seinen Stärken und Schwächen.

Die Erklärung für die viel bessere Performance auf Geforce-Karten ist somit schnell gefunden, sie heißt: Unreal Engine 4 beziehungsweise Direct X 11. Doch selbst auf der RX 6800 XT erreicht ein altehrwürdiger Ryzen 5 1600 noch über 100 Fps, so viele Bilder müssen Sie mit der verbauten Grafikkarte erst einmal berechnen, damit die CPU limitiert. Spätestens ab einem Intel Core i7-8700K sind Sie dann in trockenen Tüchern und können sich auch größeren Zombie-Horden mit Leichtigkeit stellen. Die Anzahl der Kerne ist gar nicht so wichtig, es kommt eher auf eine hohe Taktfrequenz an.

Days Gone Benchmark-Test: Technisches Fazit

Auf dem PC macht Days Gone eine sehr gute Figur - auch ohne Next-Gen-Features wie Raytracing oder moderne Upsampling-Verfahren wie DLSS. Das virtuelle Oregon ist sehr ansehnlich und wurde mit offenkundiger Hingabe gestaltet, gleiches gilt für die sehr ansehnlich inszenierten, gut geschauspielerten und klasse vertonten Zwischensequenzen. Auch das Gameplay kann bei Laune halten, zumindest wenn Sie andere Open-World-Szenarien mögen und leichten Survival-Mechaniken nicht abgeneigt sind. Zweirad-Freunde bekommen obendrein einen durchaus netten Fan-Service, sei es in Form des MC-Kumpels Boozer, den Kutten, dem aufrüstbaren Mopped oder auch kleinen Easter-Eggs wie das Zitieren von "Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten" des US-amerikanischen Autors Robert M. Pirsig (Anmerkung der Redaktion: philosophische Leseempfehlung auch für Nicht-Motorradfahrer!).

Die Performance ist obendrein sehr gut, selbst schwächere Systeme haben keine Schwierigkeiten, Days Gone mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde in Full HD und mit hohen bis maximalen Details zu berechnen. Besitzer von High-End-GPUs können indes Supersampling zuschalten und neben einer feineren, flimmerärmeren Optik obendrein ein erweitertes LoD genießen. Auf Grafikfehler, Bugs oder technische Macken stießen wir während unseres mehrstündigen Anspielens und während dem Testen erfreulicherweise kaum bis praktisch gar nicht, von Abstürzen blieben wir tatsächlich komplett verschont. Eine gewisse Seltsamkeit fiel uns allerdings in Kombination mit Vsync auf, denn obwohl das Framepacing sauber ist, scheint die Bildausgabe zu schwanken. Zuerst sinkt das Spieltempo, dann schnellt es hoch, um kurz darauf wieder ein normales Level zu erreichen. Eventuell sollen so Framedrops beziehungsweise zur Bildausgabe unpassende Frames vermieden werden, überzeugend ist die Lösung allerdings eher nicht. Wollen Sie Vsync nutzen, um Bildrisse zu vermeiden, so raten wir derweil zu einem externen Tool. Haben Sie einen Monitor mit Adaptive Sync, oder wollen Sie den Fps aus anderem Grund eine Obergrenze setzen, können Sie auch die spielinterne Bildratenbegrenzung nutzen, mit dieser traten während eines kurzen Tests keine der seltsamen Geschwindigkeitsschwankungen auf. Gleiches gilt für freigeschaltete Bildraten.

Freunden von Open-World-Spielen, die leichte Survival- und RPG-Elemente mögen und sich an hübscher Natur erfreuen, können wir Days Gone ans Herz legen. Spätestens, wenn die Survival-Schwierigkeitsgrade gewählt werden, ist das Spiel auch recht kniffelig und erfordert behutsames Vorgehen. Dank der mobilen Save-Gelegenheit in Form des Motorrades ist Days Gone aber auch auf diesen Schwierigkeitsgraden nicht übermäßig frustig. Die interessante, von den durchaus charmanten Charakteren belebte Story und die gut geschriebenen, authentisch wirkenden Dialoge halten bei Laune, die hübsch gestaltete Spielewelt wird auch nach mehrfachem Durchqueren nicht langweilig. Wer bei Zombie-Spielen noch nicht gequält wie ein selbiger stöhnt, darf zuschlagen.

Bildergalerie

109
  1. Seite 1 Days Gone im Technik-Test auf PC: Hintergründe
  2. Seite 2 Days Gone im Benchmark-Test auf PC: Benchmarks und Fazit
    • Kommentare (109)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wh4ck
        War das ins Blaue geraten oder gibt's einen Indikator?
        Das war nicht geraten, denn rBAR erhöht die Performance und da deine Zahlen von unseren im Test abweichen und ich sonst keinen Unterschied feststellen kann, insofern dass offenbar weder CPU noch GPU limitieren, kann rBAR die Lösung deines Problems sein.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wh4ck
        War das ins Blaue geraten oder gibt's einen Indikator?
        Das war nicht geraten, denn rBAR erhöht die Performance und da deine Zahlen von unseren im Test abweichen und ich sonst keinen Unterschied feststellen kann, insofern dass offenbar weder CPU noch GPU limitieren, kann rBAR die Lösung deines Problems sein.
      • Von wh4ck Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        rBAR/SAM aktiv?
        War das ins Blaue geraten oder gibt's einen Indikator?
      • Von wh4ck Schraubenverwechsler(in)
        rBAR/SAM...?
        Hier wurde gerade dargelegt, dass die gpu limitiert. Ich wüsste nicht, was rBAR damit zu tun haben könnte.
        Als nächstes soll ich wahrscheinlich noch von csm auf uefi umstellen...wär ja noch schöner. War klar, dass die Redaktion keine Ahnung hat.
        Ich bin immerhin Profi...

        ...rBAR/SAM war deaktiviert - habe ich geändert und vorher noch auf uefi umgestellt.
        Mein Problem ist gelöst - das Spiel läuft jetzt perfekt.

        Besten Dank für den Hinweis - ich wäre selbst NIE drauf gekommen...///
        Die nächste Waschmaschine kaufe ich auf jeden Fall in Ihrem Geschäft.

        Bleibt gesund und noch einmal besten Dank
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        rBAR/SAM aktiv?
      • Von wh4ck Schraubenverwechsler(in)
        Die CPU ist im Beispiel (Momentaufnahme einer willkürlich gewählten Szene) mit 24% ausgelastet.
        GPU-Z liefert ausschließlich zu erwartende Werte, die sich im log bestätigen (nicht angehängt).
        Habe mal kurz ans Netzteil gedacht (bequiet 500w), aber das verhält sich in anderen benchs auch komplett unauffällig.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk