DOSBox Pure: Emulator soll schon bald entfesselt werden
DOSBox Pure, eine Abspaltung des bekannten DOSBox-Emulators, steht kurz vor der finalen Veröffentlichung der ersten stabilen Version 1.0 und bringt zahlreiche interessante Features für Retro-Spiele mit. Die Vorschau ist bereits erhältlich.
DOSBox Pure, eine Abspaltung ("Fork") des bekannten DOSBox-Emulators, welche sich bereits seit Ende 2020 in der Entwicklung befindet, steht jetzt kurz vor der finalen Veröffentlichung der ersten stabilen Version 1.0 und bringt zahlreiche interessante Features für das Spielen von Retro-Games mit. Eine aktualisierte Vorschau, die sogenannte DOSBox Pure 1.0 Preview 3 wurde jetzt freigegeben, wie der Softwareentwickler Bernhard "BΞRNH∆RD" Schelling nun bekanntgab.
DOSBox Pure - Featureset
DOSBox Pure verspricht ein riesiges Featureset für die Emulation von DOS-Spielen und besitzt zudem experimentellen Support für Windows 95 und Windows 98. Die Spiele können beispielsweise direkt aus einem ZIP-Archiv heraus gestartet werden und Voodoo-Support wird bis zu Auflösungen von 4K/UHD ("2160p") geboten.
Die umfangreiche Ausbaustufe des klassischen DOSBox-Emulators ist von den Entwicklern des Originals offiziell autorisiert und richtet sich insbesondere an die Retro-Spieler, die noch tiefer in das Thema einsteigen und bessere Ergebnisse beim Emulieren ihrer DOS-Spiele erzielen wollen. Viele tiefgreifende Optionen sind dabei besonders einfach und intuitiv umgesetzt, was die Retro-Community honoriert.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: Bernhard Schelling

Wird IP größer, gibt es einen Wrap, d.h. CS=0xFFFF und IP=0x1F gibt wg. des Overflows 0x0000F. Das gab dann auch später Probleme, wenn Programme diesen Wrap ausgenutzt haben, um z.B. die Interrupt-Tabelle im unteren RAM-Bereich anzusprechen.
Der 8088 hatte auch nach außen nur 20 Adress-Leitungen und konnte damit eben nur physikalische 1.048.575, also 1 MB Speicher (RAM oder ROM) ansprechen.
Auch dass das VIdeo-RAM der CGA (und später EGA + VGA) zwischen RAM und BIOS lag (ich glaube, 0xA0000, das erklärt auch die 640K "Normal-RAM"), war wohl eine Design-Entscheidung, die aber eigentlich wegen des 8088 Segment Register Modells eh wurscht ist, das Limit waren einfach die 20 Adressleitungen.
Die "Kompatiblen" hatten später größere RAM-Chips drin und damit das volle Megabyte, allerdings wurde das BIOS einfach über das RAM gemappt. Es gab dann auch NEAT-Chips, die man programmieren konnte und damit z.B. einen Teil der RAM-Chips an bestimmte, unbenutzte Stellen im BIOS mappen. Da liesen sich dann per UMB (Upper Memory Blocks), die ab einer bestimmten Version des EMM386.SYS zur Verfügung standen, TSR-Treiber reinladen und damit den Bereich <640 KB entlasten.
Ich denke, IBM konnte einfach den PC in die Firmen bringen (hatte selbst einen "PC-XT" bekommen). Da sitzt das Geld, Firmen kaufen so was, wenn es Vorteile bringt. Und wenn man im Job den Vorteil sieht, will man so ein Teil auch zuhause haben...dann kamen die bezahlbaren Kompatiblen.
Allerdings hätte IBM die Motorola 68000 CPU nehmen sollen, die hat ein stimmigeres Register- und Opcode-Modell und hätte auch schon 24bit Adressleitungen gehabt. Wäre m.E. einfacher zu erweitern gewesen.
Übrigens: auch in der real existierenden DOSBox kann spielen Spaß machen, ich selbst baller ab und an gern mit der einst gekauften DOS Vollversion von Raptor rum. Oder kennt jemand noch die Space Quest Reihe mit Roger Wilco ?
Gut, dass ich meine alten Disketten alle auf CD/DVD-ROM kopiert hab, als die Mainboards keine Floppy-Anschlüsse mehr hatten
Aber bei de 640k-Entscheidung spielte all das noch gar keine Rolle. Der 8088 lief immer im real mode und Adressen, die über A19 rausgingen, wurden immer gewrapt.
Fast alles von damals verfolgt einen bis heute. Das zeigte sich im Mai 2023 nochmal, als Intel das Konzept x86S vorstellte, welche ein beachtlichen Teil dieser Legacy-Komponenten entfernt hätte, was dann aber leider anderthalb Jahre später wieder beerdigt wurde.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Eigentlich hätte es schon mindestens 10 Jahre früher kommen und durchsetzen müssen.
Korrigiere mich, wenn ich falsch liege.
Was ich nicht weiß: Ob es (boot-)technisch möglich gewesen, den physischen RAM erst bei 384k starten zu lassen und alles darunter für Systemzwecke zu reservieren. Falls ja, hätte ein IBM-Ingenieur daran denken müssen und dann hätte Betriebssystem einen nach oben hin offenen Adressraum als Arbeitsspeicher nutzen können. Aber entweder war es nicht möglich oder es hat niemand daran gedacht, was passiert, wenn PCs statt 16 bis 64 KiB RAM irgendwann einmal mehr als 640 KiB haben sollten. Und ehrlicherweise muss man sagen, dass sie dafür auch keinen Grund hatten: Apple II, IBM 5100 und Co hatten ebenfalls "bis zu 64 KiB". Es gab in den 4-6 Jahren vor dem IBM-PC keine quantitative Entwicklung und mehr als 6 Jahre davor gab es Einzelplatzcomputer mit CPU, RAM und Bildschirm schlichtweg gar nicht. Niemand wusste, dass er mit der Arbeit am IBM-PC einen Grundstein legt, auf den eine Jahrzehntelange, zudem exponentielle Entwicklung aufbauen würde. 640k? Selbst wenn man den Preisverfall berücksichtigt und somit RAM-Upgrades in Nachfolgemodellen für möglich gehalten hat, muss das aus damaliger Perspektive wie eine Reserve bis zum Ende des Jahrtausends ausgesehen haben. Also bis in eine Zeit, wo niemand mehr über Kommandozeilen-Betriebssystem nachdenkt, sondern alle Sprachbefehle an ihr intelligentes Haus geben, ehe sie sich vom autonomen Flugauto zu einer Tagesbeschäftigung bringen lassen, die nichts mehr mit Arbeit gemeinsam hat, weil ja Computer und Roboter alle Arbeiten übernehmen.