Crysis Remastered im Technik-Test: CPU-Benchmarks und Fazit
Nachdem wir die Technologien in Crysis Remastered und die Grafikkarten-Benchmarks präsentiert haben, geht es nun an die CPU-Tests und das technische Fazit.
In diesem Artikel
Crysis Remastered im Techniktest: Prozessor-Benchmarks
Als die Remaster-Version 2020 erschienen ist, war eine gute Kernauslastung praktisch nicht gegeben. Mehrere Patches für Crysis Remastered haben die Situation inzwischen verbessert, die Engine bewegt sich aber immer noch weit weg von der modernen Konkurrenz, etwa Battlefield 5 oder Ghost Recon Breakpoint: Sechs CPU-Threads verwendet Crysis Remastered produktiv. Dabei spielt es keine Rolle, um sich um echte Kerne oder logische Prozessoren handelt. Je nach Szene werden Sie mit einem älteren Prozessor massiv in die Schranken verwiesen, die Framerate leidet extrem darunter, wenn die CPU keine gute Single-Core-Performance auf den Plan rufen kann. Den größten Nutzen zieht das Spiel aus einer hohen Speichertransferrate - der Wechsel von DDR3- auf DDR4-Speicher bringt einen spürbaren Fps-Boost.
Wie auch der GPU-Benchmark, finden auch die Prozessor-Messungen im Level "Rescue" statt. Wir haben die Szene, die verwendeten Einstellungen und den genauen Weg für Sie im Video festgehalten. Da das Speichersystem unverständlicherweise auf Checkpoints setzt, können wir Ihnen leider kein Savegame zur Verfügung stellen. Glücklicherweise können Sie den Benchmark aber ganz leicht nachstellen. Wenn Sie das Spiel im Entwickler-Modus starten (-devmode), können Sie die Karte in der Konsole mit "map rescue" laden. Dann laufen Sie etwas weiter bis zum ersten Nebenziel (der gelbe Punkt auf der Minimap) und schalten unterwegs alle Feinde aus. Sobald Sie das Nebenziel abschließen, legt das Spiel einen Checkpoint an. Unser Video beginnt direkt dort, wo der Checkpoint lädt. Sie müssen dann nur zum Anfang der Karte zurücklaufen und können bequem die Benchmarks nachstellen.
Zur Sicherheit und zum Einordnen der folgenden Werte: Prozessoren testen wir in Crysis Remastered mit maximalen Detals - ohne Raytracing. Die Grafikkarten-Messungen laufen hingegen mit maximalen Einstellungen abseits der Objekt- und Vegetationsdetails ab. Letztere stellen wir nur auf "Sehr hoch", um das im Folgenden zu sehende, markante CPU-Limit loszuwerden.
Mit einem Quadcore, der über SMT verfügt, sind Sie bei Crysis Remastered auf der sicheren Seite. Mehr Kerne verpuffen, ein Ryzen 9 3900X ist langsamer als ein Core i7-8700K oder Ryzen 7 3700X, Comet Lake kann sich dank des höheren Kerntakts etwas absetzen und Zen 3 punktet wie gehabt mit der bislang höchsten Single-Core-Performance. Die Frametimes, angezeigt durch die gelbe Linie im Benchmark, offenbaren allerdings, dass es aktuell keine CPU vermag, flüssige 60 Fps auf den Bildschirm zu zaubern. Das ist in Zeiten von sehr performanten DirectX-12- und Vulkan-APIs, wie sie beispielsweise in Doom Eternal, Red Dead Redemption 2 oder Journey to the Savage Planet aufweisen, schwach. Ein zusätzlicher Blick auf die Frametimes ist auch immer interessant. Wir zeigen exemplarisch vier Modelle mit unterschiedlichen Kernen.
Quelle: PCGH
Frametimes Crysis Remastered
Die Prozessor-Messmethodik der PCGH
Jede CPU wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Im UEFI konfigurieren wir ein TDP-Limit: Jede CPU wird auf die Parameter konfiguriert, die der Hersteller für das jeweilige Modell vorsieht. Die Geschwindigkeit des verbauten Speichers wird ebenfalls auf die Herstellervorgabe forciert, die Menge mit 32 GiB und die Timings (XMP) geben wir vor. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte und ermöglichen einen fairen Vergleich. Wir nutzen, wenn möglich, immer die neueste Version von Windows inklusive allen (Sicherheits-)Updates. Alle Messungen werden mittels CapFrameX durchgeführt.
Crysis Remastered im Techniktest: Fazit
Crytek ist auf dem richtigen Weg. Crysis Remastered hat zwar das Ziel verfehlt, reihenweise Kinnladen zu öffnen, wie es dem Original 2007 und in den Folgejahren gelang. Das Spiel ist jedoch ohne Zweifel sehr ansehnlich und außerdem technisch interessant. Das inplementierte Software-Raytracing wertet die Grafik mehr oder minder subtil auf und funktioniert auch auf älteren Grafikchips, beispielsweise einer Geforce GTX 1080 Ti oder Radeon RX Vega 64. Wir sind gespannt, welche Verbesserungen Crysis Remastered im Laufe des Jahres noch erhalten wird, und werden unsere Benchmarks entsprechend aktualisieren.

Für den 10400F wären das doch rund, bei 50% mehr Ram Takt, 25% mehr min Fps. Also die Hälfte mehr... Das ist schon enorm.
Ein 10400F @Stock packt in der CPU-Szene 71,4/45 Fps und mit DDR-4000 84,1/57 Fps, dem gegenüber steht ein 10900K @Stock mit 95,5/63 Fps, ein 10700K @Stock hat 91,2/61 Fps. Das Defizit beim Takt lässt sich mit schnellerem Speicher verkleinern, aber nicht vollständig aushebeln, trotzdem interessant, was eine CPU für 129 Euro leistet ^^
Hier noch die Messungen: https://capframex.com/api...
Daten des 10900K und 10700K stammen aus dem neuen Index.
Für den 10400F wären das doch rund, bei 50% mehr Ram Takt, 25% mehr min Fps. Also die Hälfte mehr... Das ist schon enorm.
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